Adventsfeier der anderen Art

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Vierter Advent, vorweihnachtliche Zeit, Besinnung auf Ruhe und Frieden, das hatte gestern Abend erst mal Pause, obwohl alle Protagonisten durchaus in Geberlaune waren, nicht nur die Spieler, sondern auch die Zuschauer, die nach dem Spiel Plüschtiere in aller Art in beachtlicher Anzahl aufs Eis warfen, die die Adler zu Weihnachten in Kinderheimen in der Region verschenken. Vorher wurde Eishockey gespielt und wie.

Die Panther aus Augsburg spielten im ersten Drittel nach dem Motto Offensive hui, Defensive pfui. Sie leisteten sich einige Stellungsfehler in ihrem Verteidigungsdrittel, die dadurch entstandenen Freiräume konnte Mario Scalzo in der 2. und 8. Minute nutzen und seine Farben mit 2:0 in Führung schießen. Die Adler behielten nach dieser Führung im Gegensatz zu so manchen früheren Spielen das Heft in der Hand und hatten die Panther im Griff. Erst gegen Ende des ersten Drittels fanden die Panther mehr ins Spiel, ohne jedoch die Adler bis Drittelende in größere Verlegenheit bringen zu können.
Pantherdompteur Larry Mitchell hatte wohl die richtigen Worte in der Pause gefunden, die Panther starteten wesentlich engagierter und defensiv stabiler im zweiten Drittel - mit Erfolg.

Sie erzielten innerhalb von drei Minuten durch O Connor und Smith den Ausgleich. Die Befürchtung, die Adler würden jetzt wie schon oft gesehen einbrechen, bewahrheitete sich gestern Abend nicht. Sie schluckten diese „Kröte“ und hielten dagegen. Die Panther, im Hochgefühl ihrer beiden erzielten Tore, rückten im Angriff zu weit auf, entblößten das Mitteldrittel und übersahen innerhalb von 30 Sekunden zweimal „Joe Cool“ Michael Glumac, der mit zwei langen Pässen bedient, auf Dennis Endras zulief und in seiner unnachahmlichen Art und Weise auf 3 bzw. 4:2 erhöhen konnte. Frustrierte Panther brachten jetzt mehr Härte ins Spiel, es wurde zusehends giftiger und robuster auf dem Eis. Wohltuend war hierbei zu sehen, dass die Adler Angriffe auf ihren Torhüter, die mit zum Repertoire der Panther gestern Abend gehörten, konsequent unterbunden wurden, für Freddy Brathwaite war es wohl wie Weihnachten.

Diese Intensität beherrschte auch das dritte Drittel und hatte seinen vorläufigen Höhepunkt in der 51. Minute. Denis Reul, der bis dahin schon einige sehenswerte Checks gesetzt hatte, erwischte Olver an der Bande mit fairem Körpereinsatz. Das reichte dann wohl den Augsburgern, Jeffrey Szwez fuhr zum Bully, fing mit Reul Händel an, um ihn aus dem Spiel zu nehmen. Das gelang ihm, jedoch sicher anders, als er es sich vorstellte. Er verlor nach Punkten, beide durften zum duschen. Die Schiedsrichter, die schon vorher einige Male das Verursacherprinzip bei der Strafbemessung gänzlich ignorierten, verloren hier kurzfristig wohl komplett den Überblick, Resultat gesamt 88 Strafminuten in dieser Phase, schön gleichmäßig verteilt. Am Spielstand änderte sich in den letzten acht Minuten nichts mehr in diesem hochspannenden Spiel, letztendlich verdient für die Adler.
Alles in allem ein sehenswertes Eishockeyspiel, mit allem was dazu gehört- endlich einmal. Das Spiel der Herzen kann kommen.

Statistiken zum Spiel


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