Adler wieder ganz obenMannheim - Hannover 4:1

Shawn Belle spielte stark. (Foto: Daniel Fischer - www.stock4press.de)Shawn Belle spielte stark. (Foto: Daniel Fischer - www.stock4press.de)
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Die Grizzlies aus Wolfsburg gönnten nicht nur den Adlern am Freitag keine Punkte, sie entführten beim heutigen Sonntagsspiel auch einen Punkt aus Köln und leisteten somit Beihilfe, dass die Adler nach ihrem heutigen Sieg wieder den Platz an der Sonne innehaben.

Und dieser Sieg war verdient. Von Anfang an zeigten die Adler körperliche Präsenz. Für die nötige Emotion sorgte bereits in der zweiten Minute ein sehenswerter Open-Ice-Check von Adler Jamie Sifers an Gerrit Fauser, Hannover´sche Rachegelüste der tätlichen Art danach unterband der heute ausgezeichnet spielende Shawn Belle allein durch seine Präsenz. Die Adler weiter im Vorwärtsgang beschäftigten die Scorpions meist in deren Drittel und in der fünften Minute war es soweit. Niki Goc schlenzte den Puck Richtung Tor, Markus Kink fälschte vor dem Tor stehend ab und erwischte Max Engelbrecht, der für den kurzfristig aus privaten Gründen fehlenden Dimitri Pätzold im Scorpions-Tor stand, kalt – 1:0 Adler Mannheim. Danach taten sich die Mannheimer etwas schwer, nicht mit Angriffen, sondern mit dem Umsetzen in Tore. Viele Pucks wurden im Slot vertändelt und Chancen durch den Pass zu viel getötet. „Die Special Teams waren heute der Unterschied“, meinte Scorpions-Trainer Igor Pavlov nach dem Spiel und hatte damit Recht. Mannheims Unterzahl stand heute solide bei fünf Überzahlsituationen für Hannover, Mannheims Überzahlformationen jedoch brauchte Zeit, um ins Rollen zu kommen. Nach drei verbesserungswürdigen Power Play Versuchen, gelang Yanick Lehoux im vierten Anlauf dann in der 18. Minute das 2:0.

Im zweiten Drittel erlaubte sich Mannheim einige Nachlässigkeiten, die es Hannover erlaubte, besser ins Spiel zu kommen. Die Scorpions aber waren bis auf wenige Ausnahmen heute in puncto Zug zum Tor eher inkonsequent, der letzten Biss fehlte, um die Mannheimer Defensive vor größere Probleme zu stellen. So fiel der Anschlusstreffer (32.) durch Hannovers „Neuen“, Corey Quirk, ursächlich eher durch einen Fehler der Adler, als durch spielerische Kunst. Ein missglückter Klärungsversuch hinter dem Adler Tor landete bei den Scorpions, brachte die Raumaufteilung bei den Adlern durcheinander, am Ende stand Quirk am langen Pfosten goldrichtig und verwertete Ivan Cierniks Pass. Dieser Treffer brachte Hannover das Momentum, das Spiel drohte zu kippen, aber nur zwei Minuten lang. Mannheims „Neuer“ Alexander Foster stellte in der 34. Minute mit seinem ersten Treffer für Mannheim den alten Abstand her, beruhigte das Nervenkostüm der Adler und ihrer Fans, mit diesem wichtigen Treffer zur richtigen Zeit. Ab diesem Zeitpunkt hatte man in keiner Phase des restlichen Spiels das Gefühl, die Hannoveraner könnten nochmal zurückkommen, taten sie auch nicht. Adam Mitchell erhöhte im letzten Drittel (46.)das Power Play Konto der Adler um einen weiteren Treffer zum 4:1 Endstand.

Spiel, Satz und Sieg.

Mannheims Neuzugang stand natürlich in seinem ersten Heimspiel unter besonderer Beobachtung. Bereits im ersten Drittel war bei einer überschaubaren zugestandenen Eiszeit eine Steigerung von Shift zu Shift zu sehen. Fortgesetzt hat sich das im zweiten und letzten Drittel, natürlich gekrönt von seinem wichtigen Tor zum 3:1. Er traf viele richtige Entscheidungen auf dem Eis, zeigte eine gute Spielübersicht, sein Zweikampfverhalten ist gut, er harmonierte mit Ronny Arendt und Marc El Sayed und gab der vierten Reihe einige Impulse. Wenn er die Mannschaft und deren Spielstil noch besser kennen gelernt hat, wird er eine Verstärkung sein, die die Konkurrenzsituation in der Adler Offensive durchaus beleben wird.

„Es war wichtig für mich, im ersten Heimspiel mit den Adlern zu gewinnen, nach der Niederlage in Wolfsburg. Mein Tor  freut mich natürlich ungemein“, meinte er erleichtert nach seinem Heimspieldebut. „Ein guter Einstand“, meinte auch Harold Kreis nach dem Spiel.

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