Adler: Wieder eine Niederlage in der Overtime

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Mit einem 4:3-Sieg in Mannheim haben die Kölner Haie den dritten Sieg in der Viertelfinalserie gegen die Adler eingefahren. Die Adler müssen nun am Mittwoch in Spiel fünf in auf jeden Fall gewinnen, um sich die Halbfinalchance zu wahren. Trepanier und Forbes brachten die Adler in Überzahl mit 2:0 in Führung, doch Ivan Ciernik glich das Spiel mit zwei Treffern im Alleingang aus. Nach Furchners Führungstreffer für die Haie sah schon alles nach einer Niederlage für die Adler aus, doch Tomas Martinec erzielte acht Sekunden vor Ende den Ausgleich und brachte die Mannheimer damit in die Verlängerung. Dort traf Warriner nach sechs Minuten zum 3:4.

Die Adler mussten im vierten Spiel auf François Methot verzichten, der sich am Samstag in Köln eine leichte Gehirnerschütterung zugezogen hatte. Dafür feierte Jason Jaspers nach fünfwöchiger Verletzungspause sein Comeback, der Kanadier lief mit Vollvisier auf. Allen anderen Spielern waren die Strapazen der langen Verländerung aus Spiel drei noch deutlich anzumerken. Dennoch, beide Teams lieferten sich auch in der vierten Partie ein ganz enges Match.

Dabei versuchten die Adler von Anfang an wieder, das Heft in die Hand zu nehmen und erarbeiteten sich so auch die besseren Chancen in den ersten zwanzig Minuten. Rico Fatas Handgelenksschuss in der sechsten Minute ging knapp drüber, Ronny Arendts Direktabnahme (10. Minute) knapp vorbei, zwei Minuten später landete Christoph Ullmanns Schuss in der Fanghand des wieder stark auftretenden Keepers Robert Müller. Daniel Rudslätt scheiterte eine Minute später mit der besten Gelegenheit für die Gäste an Adam Hauser.

Mit dem zweiten Überzahlspiel kamen die Adler dann zum ersten Treffer. Als kurz vor der Pause Stéphane Julien für die Haie auf die Strafbank musste, dauerte es ganze fünf Sekunden, bis die Scheibe im Netz lag. Michael Hackert hatte das Bully gewonnen, Pascal Trepanier zog von der blauen Linie ab und traf zum 1:0.

In der 28. Minute wieder Powerplay für die Adler, wieder hatte Trepanier an der blauen Linie die Scheibe. Doch statt zu schiessen passte er zu dem am langen Pfosten wartenden Colin Forbes, der nur noch den Schläger hinhalten musste - 2:0. Die Freude über den Vorsprung währte jedoch nicht lange. Ganze fünfzehn Sekunden nach dem zweiten Treffer landete Ivan Cierniks Schlagschuss im Tor der Adler und weitere zwei Minuten später traf der Slowake zum zweiten Mal und glich zum 2:2 aus. In Überzahl hatte er Adam Hauser von hinten angeschossen, die Scheibe sprang über die Torlinie ins Netz.

Riesenchance zur erneuten Führung für die Adler dann in der 35. Minute. Kölns Mats Trygg auf der Strafbank, doch sowohl Trepaniers Schlagschuss als auch die Nachsetzer von Lewandowski und Corbet landen nicht im Tor.

Mehr Glück dagegen auf Seiten der Haie, die gleich mit der ersten Chance im dritten Abschnitt treffen. Sebastian Furchner erzielt in der 42. Minute das 2:3. Die Adler setzen nach, doch Trepanier und Ullmann scheitern in der 46. Minute mit guten Schusschancen an Müller, drei Minuten später verzieht Felix Petermann ganz knapp. Danach scheint die Luft ein wenig draussen zu sein, das Team um Kapitän René Corbet kommt seltener gefährlich vor das Tor der Domstädter. Doch mit dem letzten Angriff, acht Sekunden vor Schluss, fällt dann doch noch der erhoffte dritte Treffer. Tomas Martinec trifft zum 3:3, es geht erneut in die Verlängerung.

Dort gab es zunächst eine Strafe gegen die Haie und die Adler spielten ein bärenstarkes Powerplay - leider ohne Erfolg. Als die Gäste wieder komplett waren, fiel der Siegtreffer auf der anderen Seite für Köln. Todd Warriner traf zum 4:3 und machte damit den dritten Sieg für die Haie perfekt. (adler-mannheim.de)

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DEL Hauptrunde Gruppe

Sonntag 18.04.2021
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
5 : 3
Kölner Haie Köln
EHC Red Bull München München
6 : 1
Düsseldorfer EG Düsseldorf
Adler Mannheim Mannheim
4 : 2
Krefeld Pinguine Krefeld
Iserlohn Roosters Iserlohn
3 : 0
ERC Ingolstadt Ingolstadt
Fischtown Pinguins Bremerhaven
4 : 2
Nürnberg Ice Tigers Nürnberg
Augsburger Panther Augsburg
6 : 5
Eisbären Berlin Berlin
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
2 : 4
Straubing Tigers Straubing