Adler weiter auf HöhenflugMannheim - München 4:0

Marcus Kink bejubelt sein Tor zum 1:0. (Foto: Imago)Marcus Kink bejubelt sein Tor zum 1:0. (Foto: Imago)
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Das hatte sich Helmut de Raaf sicher anders vorgestellt an alter Wirkungsstätte. Er vertrat heute Don Jackson als Trainer, der bei Stanley-Cup-Jubiläumsfeierlichkeiten in Edmonton weilte, er hätte ihm wohl gerne noch drei Punkte als Sahnehäubchen oben drauf gepackt, doch die Mannheimer machten ihm einen Strich durch die Rechnung.

Das Spiel fing optimal an für die Adler. Bereits nach 40 Sekunden drückte Marcus Kink die nach einer scharfen Hereingabe zur Billardkugel mutierte Scheibe zum 1:0 für Mannheim über die Linie.

München, die bis jetzt beste Auswärtsmannschaft der jungen Saison, zeigte sich unbeeindruckt, die roten Bullen zogen ihr Spiel auf, überbrückten schnell die neutrale Zone und kombinierten im Angriffsdrittel gefällig.

Im Rückwärtsgang störten sie bereits im Drittel der Adler, besetzten die Passwege und bewirkten damit, dass die Mannheimer schwer ins Spiel fanden, zumindest bis zur zwölften Minute. Zwei aufeinander folgende Strafzeiten gegen München brachte die Mannheimer ins Rollen. Ein Schuss mehr Aggressivität bei der Puckeroberung, schnelleres Umschalten in die Vorwärtsbewegung, bessere Raumaufteilung und die Belohnung dafür durch ein Tor im Powerplay zum 2:0 durch Matthias Plachta (16.), der Adler-Express löste die Bremse.

Spätestens, als die Müncher zwei, drei unkonzentrierte Phasen der Adler im zweiten Drittel nicht zu einem Torerfolg nutzen konnten, Dennis Endras hielt die Adler in diesen Momenten im Spiel, und Glen Metropolit in der 32. Minute das 3:0 auflegte, war die Messe gelesen. Man hatte ab da an nicht mehr den Eindruck, dass die roten Bullen diesem Spiel noch eine Wendung geben könnten, zumal sie gestern Abend oft auch zu verspielt und kompliziert vor Adler Torhüter Dennis Endras agierten.

Robert Raymond setzte mit dem 4:0 in der 56. Minute den Schlusspunkt unter ein temporeiches, attraktives Spiel vor erstaunlicherweise nicht ausverkauftem Hause (10.889 Zuschauer), das insgesamt etwas zu hoch ausging. Dennis Endras feierte seinen zweites „zu Null“ hintereinander, Glen Metropolit baute mit seinem Vier-Punkte-Spiel seinen Spitzenplatz in dieser Scorerwertung aus und die Adler als Mannschaft? Die Handschrift von Adler Trainer Geoff Ward weht vom Spielstil her ein bisschen Boston-Flair durchs Adler-Oval, allemal sehenswert.

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