Adler vor dem Saisonstart: "Düsseldorf auf Augenhöhe"

Klare Worte bei den AdlernKlare Worte bei den Adlern
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Die Mannheimer Adler starten gleich mit zwei harten Brocken in die Saison. Düsseldorf und die Eisbären heißen die Gegner der ersten beiden Spieltagen. Wobei Sportmanager Marcus Kuhl vor allem Düsseldorf "auf Augenhöhe mit uns" sieht. Für Trainer Greg Poss ist es von Vorteil, dass sein Team gleich richtig gefordert wird, "da sehen wir dann schnell, wo wir stehen".

Im Pokalspiel gegen Bietigheim habe man einen Weckruf bekommen, meinte der Trainer. "Wir haben 40 Minuten versäumt, Tore zu schießen", gibt er zu, und er betont auch, dass die Bietigheimer heftig gekämpft hätten.

Im Tor wird am Freitag in Düsseldorf Adam Hauser stehen, am Sonntag (wegen der Formel 1 um 16.40 Uhr, die Stehplatzkarten sind bereits ausverkauft) Robert Müller. Poss: "Wir hatten nur fünf Vorbereitungsspiele, wir können noch nicht beurteilen, wer die Nummer 1a und die 1 b ist." Beide Goalies seien topfit, beider Leistungen hätten bislang gefallen.

Wie groß ist die Kluft zwischen den Youngsters im Team und den Altgedienten? Nicht sehr groß, betonte der Trainer, und er geht davon aus, dass die jungen Spieler auch durchaus Chancen bekommen in der Saison. Erstmal aber findet er es besser, wenn die Cracks in Heilbronn Verantwortung tragen müssen und Eiszeit bekommen als wenn sie in Mannheim auf der Bank sitzen. Grundsätzlich aber, so Poss, "haben unsere jungen Spieler Riesenfortschritte gemacht."

Die Liga sieht Marcus Kuhl grundsätzlich verstärkt. "Bei Düsseldorf ist das wohl am Interessantesten, die sind mit uns auf Augehöhe." Außerdem sieht der Sportmanager, dass die Liga mehr Tiefe erhalten habe, viele Teams hätten sich punktuell verstärkt, außerdem gäbe es immer mehr Farmteams, es stünden für Krankheitsfälle also auch immer gute junge Spieler zur Verfügung. Namentlich nannte Kuhl noch Hamburg und Nürnberg, mit denen auf jeden Fall oben in der Liga zu rechnen sei. Acht bis zehn Teams würden wohl um die ersten sechs Plätze kämpfen. Kuhl: "Die Qualität der Liga ist gewachsen, das macht sie unberechenbarer."

Der Manager warnte vor dem "Wohlfühlcharakter", der derzeit bei den Adlern herrsche. Man fühle sich nach dem Doppelgewinn von Pokal und Meisterschaft in der letzten Saison gut, das Team sei mehr oder weniger zusammengeblieben, die Stimmung sei hervorragend, ebenso wie die Kondition. Das aber reiche nicht für eine neue Spielzeit, warnte Kuhl, "irgendeiner wird uns mit Sicherheit aufwecken."

Kuhl vertraut im übrigen Trainern und Team so sehr, dass schon wieder Verhandlungen für die nächste Spielzeit laufen. Der Sportdirektor schätzt, "dass 95 Prozent des Teams beieinander bleiben könnten." Natürlich könne in der Saison noch viel geschehen, aber derzeit sähe es so aus, als wolle man diese Kontinuität bewahren.

Um Konstanz ging es auch bei dem Banner, das vor dem Freundschaftsspiel gegen Köln an die Arena-Decke gezogen wurde. Darauf sind die Saisons vermerkt, in denen die Adler Vorrundenprimus wurden. Aus gutem Grunde, erläuterte Kuhl: "Das zeugt von einer großen Leistung und von der Konstanz. Eigentlich sollte diese Vorrundenmeisterschaft eine Wertigkeit erhalten, etwa mit einem Cup belohnt werden. Das Team, das vorne steht vor den Play Offs hat über Monate Leistung gezeigt."

Angelika von Bülow

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