Adler unterliegen Eisbären 3:4 nach 3:0-Führung

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Mehr als unglücklich unterlagen die Adler den Berliner Eisbären im heimischen Friedrichspark vor 5.500 Zuschauern. Nach 60 Minuten stand es 3:4, nachdem die Adler nach 27:06 Minuten bereits 3:0 in Führung gelegen hatten. Drei Powerplay-Treffer durch Corbet und zwei Mal Edgerton schienen die Adler auf die Siegerstraße zu bringen. Insgesamt war dies nun bereits die vierte Heimniederlage in Folge. Der Vorsprung auf den Fünftplatzierten, die Eisbären, beträgt lediglich noch zwei Punkte.



Trotz der vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen gingen die Adler gegen die Berliner Eisbären von Beginn an selbstbewusst ins Spiel. Mit Francois Groleau, dafür aber ohne Michael Bakos, dessen Rückenverletzung wieder aufgebrochen war, legten die Adler von Beginn an ein hohes Tempo vor und konnten sich früh im Spiel schon gute Chancen erarbeiten. Doch auch die Eisbären hielten dagegen und kamen zu guten Einschussgelegenheiten. Beide Goalies standen im ersten Drittel mehrmals im Brennpunkt. Hinter sich greifen musste Oliver Jonas erstmals in der 14. Minute. In Überzahl lief der Puck ansehnlich durch die Adler-Reihen, ehe er über Joseph und Greilinger zu René Corbet kam, der zum 1:0 vollenden konnte.

Im zweiten Abschnitt waren es dann zwei schnelle Edgerton-Tore, jeweils in Überzahl, die die Adler zur Hälfte des Spiels als vermeintlich sicheren Sieger aussehen ließen. Doch Ex-Adler Stefan Ustorf hatte etwas dagegen. In der 29. Minute konnte der Neu-Berliner einen Pass von Denis Pederson nutzen, um mit einem verdeckten Schuss Adler-Goalie Cristobal Huet zum 1:3 zu überwinden. Der weitere Verlauf des Mittelabschnitts war geprägt von kleineren Ruppigkeiten auf dem Eis. So erhielten Christoph Ullmann und Rob Shearer nach einer härteren Auseinandersetzung in der 33. Minute jeweils eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Knapp fünf Minuten später musste Nico Pyka ebenfalls frühzeitig das Spielfeld verlassen, er hatte Erik Cole mit seinem Schläger verletzt. Diese fünfminütige Überzahl nutzten die Eisbären dann kurz nach Beginn des Schlussdrittels durch Rob Leask zum 2:3. In der Folge dieses Anschlusstreffers entwickelten die Eisbären einen enormen Druck auf das Tor der Adler, was in der 49. Minute tatsächlich mit dem Ausgleich belohnt wurde. Shawn Heins traf zum 3:3.

Kurz vor Schluss, als sich bereits alle auf ein Penalty-Schießen eingestellt hatten, gerieten die Adler nochmals in doppelte Unterzahl, die die Berliner durch Leask zum 4:3-Siegtreffer nutzen konnten. Unglücklich für die Adler dabei, dass Schiedsrichter Lichtnecker erst auf kein Tor entschieden hatte, in der nächsten Unterbrechung aber den Videobeweis zur Hilfe nahm und dabei feststellte, dass der Puck im Tor war. Alle Adler-Proteste halfen da natürlich nichts mehr, ebensowenig, wie die Herausnahme Huets 30 Sekunden vor Ende zugunsten eines sechsten Feldspielers. Der Ausgleich gelang nicht mehr. (adler-mannheim.de)

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