Adler tauen Kühlschränke abMannheim - Hamburg 3:1

Christoph Ullmann - Foto: Martin Hebgen - www.stock4press.deChristoph Ullmann - Foto: Martin Hebgen - www.stock4press.de
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Genau 55 Sekunden dauerte es bis zur ersten Schlüsselszene des Spiels. Hamburg startete mit zwei ersten guten Angriffen aber dann mit einem schlechten Wechsel, die Spieler der Freezers waren noch nicht in Position, Christoph Ullmann nahm einen Pass von Adam Mitchell auf, überlief die Freezers Abwehr, spielte in deren Rücken den Puck zum mitgelaufenen Ken Magowan und der hatte keine Mühe, die Scheibe an Torhüter John Curry vorbei ins Hamburger Tor zu befördern. Lange haderten sie jedoch nicht mit ihrem Schicksal und vor allem die wieder vereinigte Reihe Festerling, Flaake und Wolf sorgte für einigen Schwung, jedoch ohne Torerfolg. Den verbuchten die Adler, nämlich das 2:0 durch Mike Glumac in Überzahl, kurz vor Schluss des ersten Drittels. Auch das steckte Hamburg noch weg, aber spätestens nach einem weiteren Überzahltor Mitte des zweiten Abschnitts durch Christoph Ullmann zum 3:0 resignierten Teile der Hamburger Mannschaft. Selbst der Anschlusstreffer von Aleksander Polaczek vier Minuten vor Ende des Mittelabschnitts ließ nicht mehr den Ruck durch die Freezers gehen, der nötig gewesen wäre, dieses Spiel noch zu drehen. Im Schlussabschnitt taten die Adler genau so viel, wie nötig war, um dieses Spiel zu gewinnen, ohne sich jedoch ausschließlich auf die Defensive zu konzentrieren, fünf zu sechs Torschüsse war die Bilanz, ohne weitere Tore im letzten Drittel.

Das hatten sich die Freezers sicher anders vorgestellt.

Nach dem Sieg in Spiel Drei in Mannheim und einer trotz Niederlage starken Vorstellung im vierten Spiel in Hamburg, kamen die Freezers mit dem Vorhaben nach Mannheim den Stand der Serie auf 3:2 zu verkürzen. Sie spielten das Spiel gestern Abend offensiver, stellten bei Puckgewinn im eigenen Drittel oft einen Spieler sofort hoch an die gegnerische blaue Linie, banden damit nicht nur einen Adler Verteidiger, sondern sorgten damit für mehr Platz im Mitteldrittel, um mit schnellen diagonalen Pässen die neutrale Zone schnell zu überbrücken, was auch ein ums andere Mal gelang. Die Adler antworteten darauf durch Forechecking mit zwei Mann und konsequentem Zustellen der Passwege. Hamburg merkte man an, dass das nicht zu ihrem bevorzugten Spielstil gehört, Probleme im Spielaufbau und Passspiel ermöglichten den Adlern einige Breaks. Den Unterschied heute, was das Zählbares anging, machte die Überzahlformation der Adler. Die Umstellung in der Hamburger Defensiv Box hatte ja deren Unterzahlspiel stabilisiert und die Adler vor Probleme gestellt. Die Adler lösten das gestern Abend dadurch, dass sie durch Passspiel die Box der Freezers in Bewegung brachten, in diesem Moment ein zweiter Adlerstürmer in den Slot rückte und dann von der der blauen Linie der Puck zum Tor befördert wurde. Dadurch entstanden kurze Zwei gegen Zwei Situationen im Slot, das entstehende „Gewühl“ führte zu zwei Überzahltoren. Der Unterschied in der Serie war einerseits der stärkere Torhüter und das im Gegensatz zu den Adlern die Freezers erst im dritten Spiel in den Play Offs ankamen, eben einfach zu spät.

Mit Ingolstadt wartet jetzt der nächste Gegner auf die Adler, mit Rich Chernomaz an der Bande und einer Play-off Spielweise, die an seine Zeit in Frankfurt erinnert und an die „Schlachten“ gegen Lions. Man wird sehen.



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