Adler: Pfiffe nach Sieg

Klare Worte bei den AdlernKlare Worte bei den Adlern
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Stell Dir vor, dein Team gewinnt und keinen interessiert es! 

Mit gellenden Pfiffen quittierten die Adlerfans den knappen

3:2 Sieg ihrer Mannschaft über die Pinguine aus Krefeld. Die Krefelder traten

in Mannheim mit fünf aufeinanderfolgenden Niederlagen im Gepäck- und neuer sportlicher Leitung als

Außenseiter an, der zwar qualitativ einen ordentlichen Kader aufweist, im

Moment aber völlig die Linie verloren hat. Die Adler mussten auf Scalzo und

Seidenberg verletzungsbedingt verzichten, was bei der Tiefe ihres Kaders aber

kein Problem darstellen darf.

Die Vorzeichen waren also günstig, um den von der Spielweise

der Adler hin und hergerissenen Fans ein durchweg ordentliches Heimspiel zu

bieten. Diesen Eindruck hatten auch die 10.746 Zuschauer im ersten Drittel. Die

Adler spielten gutes druckvolles Eishockey, Lukas Lang, im Tor für

Brathwaite, legte seine anfängliche Unsicherheit ab, die Verteidigung verdiente

sich ihren Namen, die Offensive war sehenswert. Schon in der 4. Minute bediente

Beardsmore mit einem feinen Pass in den Slot Martinec, der sich die Chance zum

1:0 nicht entgehen ließ. Und weiter rollte Angriff auf Angriff, die Adler

hatten in den ersten 5 Minuten Chancen für mindestens weitere drei Tore.

Einen der seltenen Entlastungsangriffe der Pinguine

unterbrach Ahren Spylo - lief alleine auf das von Krefelds

Nummer 2 -  Danijel Kovacic - gehütete

Tor zu und vollstreckte in Torjägermanier zum 2:0 in der 8. Minute. Die Adler

hielten Druck und Schnelligkeit weiterhin hoch und kamen so in der 13. Minute

zu einer 5 gegen 3 Überzahl. Hier zeigte Spylo einmal mehr, wie man mit guter

und schneller Bewegung eine Deckung aus der Position bringt,und man sah ebenso,

wie sinnvoll es ist, wenn sich ein Stürmer im gegnerischen Slot befindet :

Spylo zog in die Mitte, zog trocken ab, Forbes gab dem Puck vor Kovacic eine

andere Richtung – 3:0. Bei diesem Stand ging es in die Drittelpause.

Dachten die Zuschauer nun, hier tun die Adler heute etwas

für das Torverhältnis, bzw. sie behalten diese Spielweise bei und zeigen, was

sie können, der sah sich getäuscht. Die Adler hörten auf, Eishockey zu spielen,

wollten wohl dieses 3:0 gemütlich über die Zeit bringen und verloren darüber

völlig den Spielfluss. Der schon so oft beschriebene und deswegen an dieser

Stelle nicht in seinen Einzelheiten wiederholte Schlendrian setzte nach und

nach ein und wurde in der 40. Minute durch ein Überzahltor für Krefeld belohnt.

Im letzten Drittel konnten sich die Zuschauer des Eindrucks

nicht erwehren, dass hier Tabellennachbarn gegeneinander spielen, in keinem

Fall aber der Dritte (die Adler) gegen den Letzten (die Pinguine). Die

Krefelder waren der erwartet schwache Gegner und blieben es auch. Dass sie hier

überhaupt noch in das Spiel fanden, lag an der desolaten Spielweise der Adler,

die noch eine Steigerung erfuhr, nachdem Blank in der 43. Minute auf 2:3

verkürzte.

Dass hier bis zum Drittelende nicht noch der Ausgleich oder

mehr passierte für die Pinguine, lag sicher nicht an den Adlern, sondern eher

an der mangelnden Chancenverwertung der Krefelder oder an Lukas Lang. So

gewannen die Adler das Spiel und kletterten auf den zweiten Tabellenplatz - und

keiner weiß warum.

Zum Abschluss ein Zitat von Pascal Trepanier in einer

regionalen Zeitung: „Die

Fans haben einige miese Abende hier verbracht“. Stimmt, tut einfach etwas

dagegen !

Gerd

Kositzki


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