Adler nähern sich TabellenspitzeKöln - Mannheim 2:4

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Das Team von Trainer Harold Kreis gewann gestern in der Kölnarena vor 13.167 Zuschauern bei den Haien mit 4:2 (3:2, 1:0, 0:0), kehrte endlich mal wieder mit einem der seltenen Erfolgserlebnisse aus der Domstadt zurück und rückte zudem mit dem vierten Sieg in Serie bis auf vier Zähler an das Spitzenduo Köln und Hamburg heran. „Wir freuen uns sehr, dass wir an diesem Ort unseren Aufwärtstrend bestätigen konnten“, sagte Kreis.

Es war ein Jubiläumsspiel, zu dem sich Haie und Adler am gestrigen zweiten Weihnachtstag trafen. Zum 50. Mal standen sich der KEC und der MERC in der zur Saison 1994/95 gegründeten Deutschen Eishockey-Liga (DEL) zu einem Duell auf Kölner Eis gegenüber. So richtig gern traten die Mannheimer und ihre Fans die rund 250 Kilometer lange Fahrt rheinabwärts allerdings nicht an, mussten sie doch nach 33 der 49 Begegnungen mit einer Niederlage aus der Domstadt zurückkehren. Nur vier der vergangenen 16 Begegnungen beim achtfachen Meister konnten die Adler für sich entscheiden und auch in dieser Spielzeit gingen die ersten beiden Partien gegen den offensichtlichen Angstgegner mit 3:4 nach Penaltyschießen sowie einem 2:5 daheim schon wieder verloren.

Dennoch machten sich gestern gut 1000 Adler-Fans auf den Weg nach Köln, von denen 800 per angemietetem Sonderzug kamen und daher schon weit vor dem ersten Bully Party feiern konnten. Diese ging in der Arena schnell weiter, denn ihr Team erwischte einen Auftakt nach Maß. Bereits nach 170 Sekunden gelang ausgerechnet dem gebürtigen Kölner Kai Hospelt das 1:0 für die Gäste. Sofort wurden die Haie bissiger, hatten Chancen durch Marcel Müller (6.) sowie Minard (8.) und kamen in der elften Minute dann auch zum Ausgleich. Youngster Marcel Ohmann stand frei vor Dennis Endras, wartete lange und als Mannheims Torwart am Boden lag, schlenzte er den Puck überlegt ein. Es war der Startschuss zu furiosen Minuten. Zunächst vergab Lehoux frei vor Kölns Torhüter aus den Birken (12.), dann scheiterte Hospelt mit einer Direktabnahme (14.). Fast im Gegenzug gingen die Haie durch einen Distanzschuss von Zerressen in Führung (15.), aber die Adler schlugen sofort zurück. Nur 22 Sekunden darauf drückte Marcus Kink die Scheibe zum 2:2 ins Netz, 21 weitere Sekunden später gelang es wieder Hospelt, das Spiel erneut zu drehen.

Drei Tore binnen 43 Sekunden – was für die Zuschauer äußerst unterhaltsam war, ließ den zwei Trainern in Sachen taktischer Disziplin ihrer Teams die Haare zu Berge stehen. Harold Kreis raufte seine danach noch mehr, konnten die Adler doch in der Folge gleich drei Überzahlspiele nicht nutzen. Als aber just die Strafzeit gegen Ex-Adler Nathan Robinson gerade abgelaufen war, gelang Christoph Ullmann doch das 4:2 (27.). Jochen Hecht hätte zwei Minuten später für eine Vorentscheidung sorgen können, traf aber nur den Pfosten und so musste Dennis Endras mit zwei Paraden gegen Gogulla (36.) und Tjärnqvist (37.) die Nerven von Kreis beruhigen, zumal ein Treffer von Kink wegen Torraumabseits aberkannt wurde (40.).

Das Spiel blieb intensiv und als Marcel Müller nach einem Check gegen Kai Hospelt des Eises verwiesen wurde (47.), kochte die Halle. Die Adler aber verpassten es erneut, in Überzahl den Sack zuzumachen. Köln warf nun alles nach vorne und kam seinerseits zu zwei Powerplays. Doch so schlecht die Adler mit mehr Mann auf dem Eis waren, so stark verteidigten sie in Unterzahl und sicherten den verdienten Erfolg.

Tore: 0:1 (2:50) Hospelt (Hecht, Mauer), 1:1 (9:53) Ohmann (Riefers), 2:1 (14:07) Zerressen (Gogulla), 2:2 (14:29) Kink (Lehoux, Buchwieser), 2:3 (14:50) Hospelt (Hecht); 2:4 (26:55) Ullmann (Kink, Vernace)

Strafminuten: Köln 13 + Spieldauer Marcel Müller, Mannheim 6
Zuschauer: 13.167

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DEL Hauptrunde Gruppe

Mittwoch 14.04.2021
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Kölner Haie Köln
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Donnerstag 15.04.2021
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Eisbären Berlin Berlin
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ERC Ingolstadt Ingolstadt
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Iserlohn Roosters Iserlohn
Nürnberg Ice Tigers Nürnberg
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Kölner Haie Köln
Straubing Tigers Straubing
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