Adler Mannheim und Eisbären Berlin erreichen Halbfinale trotz RückstandWolfsburg setzt sich in Bremerhaven durch

Jubel in Mannheim: Straubing führte bis zur 50. Minute mit 3:0, dennoch gewannen die Adler noch mit 4:3 nach Verlängerung.  (Foto: dpa/picture alliance)Jubel in Mannheim: Straubing führte bis zur 50. Minute mit 3:0, dennoch gewannen die Adler noch mit 4:3 nach Verlängerung. (Foto: dpa/picture alliance)
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Eisbären Berlin – Iserlohn Roosters 5:3 (0:2, 4:1, 1:0)

Serienstand: 2:1

Dass das Torverhältnis in den Play-offs keine Rolle spielt, nicht einmal Aussagekraft hat, unterstrichen die Iserlohn Roosters – allerdings nur im ersten Drittel. Mit 6:0 überrollten die Eisbären die Sauerländer vor zwei Tagen am Seilersee. Doch diesmal schockte Iserlohn zunächst den Favoriten: Schon nach zweieinhalb Minuten tauchte Marko Friedrich völlig frei vor Eisbären-Goalie Mathias Niederberger auf und traf zum 1:0 für die Gäste. Und Iserlohn legte nach: Erneut war es Friedrich, der in der neunten Minute nachstocherte und so den Puck zum 2:0 ins Netz mogelte. Im Mitteldrittel erhöhten die Eisbären dann aber massiv den Druck: Schon nach 49 Sekunden verkürzte Matt White auf 1:2, ehe er in der 30. Minute einen Abpraller zum 2:2-Ausgleich nutzte. Damit nicht genug: Kris Foucault schnürte ebenfalls einen Doppelpack, erst im Fallen in der 32. Minute, ehe er eineinhalb Minuten später auf 4:2 erhöhte. Iserlohn ließ sich jedoch nicht entmutigen und verkürzte 6,1 Sekunden vor Drittelende in Überzahl durch Casey Bailey auf 3:4. Ryan McKiernan erhöhte im Schlussdrittel auf 5:3, doch vorbei war das Spiel noch nicht. Iserlohn spielte in der Schlussphase weit über eine Minute in doppelter Überzahl, nahm dabei zusätzlich den Torwart vom Eis, doch Berlins Goalie Mathias Niederberger ließ auch in 3:6-Unterzahl keinen Gegentreffer zu.

Fischtown Pinguins Bremerhaven – Grizzlys Wolfsburg 2:3 (0:1, 1:1, 1:0, 0:1) n.V.

Serienstand: 1:2

Im ersten Drittel waren die Seestädter überhaupt nicht in der Partie – die Grizzlys waren die klar bessere Mannschaft. Das schlug sich im Ergebnis nieder: Schon nach dreieinhalb Minuten brachte Jeff Likens die Gäste aus Niedersachsen mit 1:0 in Führung. Im Mittelabschnitt wirkte Bremerhaven sicherer, doch gefährlich wurde es zunächst wieder auf der Gegenseite. So hatten die Pinguine in der 23. Minute Glück, dass der Puck nach einem Pfostentreffer parallel zur Torlinie rutschte, aber eben nicht im Netz landete. Doch in der 29. Minute erhöhte Max Görtz dann doch auf 2:0 für Wolfsburg. In Überzahl schlug Bremerhaven dann aber zurück: Mitch Wahl nagelte den Puck in der 34. Minute zum 1:2 in die Maschen. Bremerhaven kämpfte im letzten Drittel, doch der Treffer fiel nicht. Wolfsburg war beinahe schon im Halbfinale – als Jan Urbas drei Sekunden zum 2:2 ausglich, als die Pinguine längst mit sechs Feldspielern agierten. Phillip Bruggisser schoss Wolfsburg mit einem wahren Hammer schließlich dann doch ins Halbfinale (66.).

Adler Mannheim – Straubing Tigers 4:3 (0:2, 0:1, 3:0, 1:0) n.V.

Serienstand: 2:1

Die Adler wirkten im ersten Drittel des vergangenen Spiels übermächtig, führten nach 20 Minuten mit 3:0, fast gar mit 4:0, wenn der letzte Schuss des Abschnitts nicht einen Hauch zu spät gekommen wäre. Das beeindruckte die Tigers allerdings wenig, die den Spieß umdrehten. Mit aggressivem Forechecking machte sich Straubing daran, Mannheim den Schneid abzukaufen. Zunächst brachte T.J. Mulock die Gäste in Führung (5.), ehe Corey Tropp nach einem Querpass nah am Mannheimer Tor nur noch den Schläger reinhalten musste, um auf 2:0 für die Tigers zu erhöhen. Im zweiten Drittel mühten sich die Gastgeber, ins Spiel zu kommen, doch Straubing stand nicht nur stabil – sondern schlug sogar ein drittes Mal zu: Chase Balisy holte sich in Unterzahl im Adler-Drittel die Scheibe von Mark Katic, passte in die Mitte und Antoine Laganière nahm die Vorlage direkt zum 3:0 (31.). Im Schlussdrittel griff Adler-Trainer Pavel Gross in die Trickkiste: In der 50. Minute spielte Mannheim in Überzahl, der Coach nahm seinen Goalie vom Eis – und die Adler trafen durch Sinan Akdag. Zwei Minuten später das gleiche Spiel: Powerplay, Torwart raus – und Brendan Shinimin verkürzt auf 2:3. Der Adler-Druck wurde immer größer: Fünfeinhalb Minuten vor Ende jagte Thomas Larkin den Puck mit einem ordentlichen Pfund zum 3:3 ins Straubinger Netz. In der Overtime macht Mannheim das Comeback perfekt: Ben Smith beförderte die Adler per Rückhand ins Halbfinale (71.).

Damit kommt es zu folgenden Paarungen im Halbfinale:

Eisbären Berlin – ERC Ingolstadt

Adler Mannheim – Grizzlys Wolfsburg

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