Adler Mannheim siegen im SpitzenspielDEL Spieltag kompakt

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Für Red Bull München setzte es unterdessen eine derbe Klatsche bei den Eisbären Berlin.

Die Kölner Haie hatten mit den Straubing Tigers ihre liebe Mühe, behielten jedoch die Punkte nach großem Kampf. Die Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg gewannen gegen die Düsseldorfer EG und die Schwenninger Wild Wings beendeten ihre Niederlageserie und besiegten nach engagierter Leistung die Iserlohn Roosters. Die Augsburger Panther gewinnen in der dürftigen Paarung gegen die Krefeld Pinguine nach Verlängerung. In einem sehr unterhaltsamen TV-Spiel bezwang der ERC Ingolstadt die Grizzly Adams Wolfsburg.

Hamburg Freezers - Adler Mannheim 2:3 (0:0, 1:1, 1:2)

Per Sonderzug rollten bereits vor zwei Tagen die Mannheimer Fans nach Hamburg. Das Highlight des Eröffnungsabschnittes war ein Faustkampf zwischen Bretton Stamler und Dominik Bittner. Tore blieben in dem guten Spiel zunächst jedoch aus. Etwa zur Hälfe des Spieles fälschte Morten Madsen einen Schuss von Thomas Oppenheimer zur Hamburger Führung ab. Diese hielt jedoch nur rund fünf Minuten, dann leisteten sich die Freezers einen bösen Fehler im Spielaufbau. Christoph Ullmann hatte ein Auge für Jochen Hecht und dieser markierte den Ausgleich. Den nächsten Fehler erlaubten sich die Hanseaten in eigener Überzahl. Frank Mauer bedankte sich mit dem Führungstor für die Adler. Gegen Ende ging es dann Schlag auf Schlag. Erst erhöhte Sinan Akdag, doch 16 Sekunden später verkürzte Kevin Clark schon wieder. Auch mit sechs Feldspielern konnten die Nordlichter nicht mehr ausgleichen, somit blieb es bei dem Spielstand.

Tore: 1:0 (32.PP) Morten Madsen, 1:1 (37.) Jochen Hecht, 1:2 (46.SH) Frank Mauer, 1:3 (56.PP) Sinan Akdag, 2:3 (56.) Kevin Clark

Zuschauer 12.800

Kölner Haie - Straubing Tigers 3:2 (0:0, 0:0, 3:2)

Unter dem Motto „WEI´S WURSCHT IS“ reiste der Straubinger Anhang mit einem Sonderzug an. Doch trotz des schnellen Spieles sahen die Zuschauer im ersten Drittel keine Tore. Die größten Chancen hatten die Mannschaften jeweils im Powerplay. Obwohl die Chancen besser wurden - es gab mehrere Pfostentreffer - blieben die Tore auch im Mitteldrittel aus. Im Schlussabschnitt ging es dann aber schnell. Jamie Johnson und Maxime Sauvé brauchten nur 70 Sekunden, um die doppelte Führung für die Haie zu erzielen. Doch Straubings neuer Mut zeigte sich auch heute, als Karl Stewart in Unterzahl den Anschluss herstellen konnte. Die Hausherren ließen sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen und nutzten die nächste Überzahl zu ihren Gunsten. Mit sechs Feldspielern gelang den kämpfenden Gästen noch der Anschlusstreffer durch Blaine Down. Dabei blieb es dann aber.

Tore: 1:0 (42.) Jamie Johnson, 2:0 (43.) Maxime Sauvé, 2:1 (48.SH) Karl Stewart, 3:1 (50.PP) Andreas Falk, 3:2 (60.EA) Blaine Down

Zuschauer 13.284

Eisbären Berlin - EHC Red Bull München 5:0 (1:0, 2:0, 2:0)

Ebenfalls per Sonderzug pilgerten die Münchener nach Berlin. Die Reisenden hatten jedoch wenig Spaß. Im ersten Abschnitt besorgte Jimmy Sharrow die Berliner Führung. Im zweiten Drittel erhöhten Frank Hördler in Unterzahl und Petr Pohl. Als Casey Borer im Schlussdrittel nochmals nachlegte, war das Spiel entschieden. Kurz vor Ende stellte Darin Olver den klaren Endstand her.

Tore: 1:0 (14.) James Sharrow, 2:0 (32.SH) Frank Hördler, 3:0 (37.) Petr Pohl, 4:0 (45.) Casey Borer, 5:0 (57.) Darin Olver

Zuschauer 14.200

Thomas Sabo Ice Tigers - Düsseldorfer EG 4:1 (1:0, 2:0, 1:1)

Die leichten Vorteile, die sich die Hausherren im ersten Abschnitt erarbeitet haben, spiegelten sich auch in einem leichten Vorsprung zur ersten Pause wider. Für das Tor von Steven Reinprecht brauchte man jedoch die Überzahl. Erneut Überzahl, erneut ein Tor. Kurz nach Wiederbeginn erhöht Patrick Reimer. Die DEG spielte mit, tat dies oft aber zu kompliziert. Was in einfacher Überzahl klappt, klappt in doppelter erst recht, dachte sich Fredrik Eriksson und legte nach. Als die Schiedsrichter das Spiel schon unterbrochen hatten, stocherte Travis Turnbull die Scheibe über die Linie. Doch sein vermeintliches Tor wurde natürlich nicht gegeben, somit änderte sich der Spielstand vor der zweiten Pause nichts mehr. Düsseldorf musste aufholen, konnte sich auch im fränkischen Drittel festsetzten, doch das Tor machte Connor James. Damit war das Spiel entschieden und der Düsseldorfer Wille gebrochen. Nürnberg kontrollierte das Geschehen, doch zwei Sekunden vor Spielende macht Jakub Ficenec den Shutout von Andreas Jenike noch zunichte.

Tore: 1:0 (10.PP) Steven Reinprecht, 2:0 (23.PP) Patrick Reimer, 3:0 (29.PP2) Fredrik Eriksson, 4:0 (44.) Connor James, 4:1 (60.) Jakub Ficenec

Zuschauer 5.244

Schwenninger Wild Wings - Iserlohn Roosters 3:2 (1:1, 1:0, 1:1)

Die Gäste waren im ersten Drittel die schnellere und bessere Mannschaft, somit konnte sich niemand über die Sauerländer Führung beschweren. Schwenningen versuchte das mit Einsatz wettzumachen. Das zahlte sich durch den Ausgleichstreffer in Überzahl aus. Iserlohn drückte auch im Mitteldrittel aufs Tempo, spielte dabei aber zu ungenau. Besser wurde es für die Schwarzwälder etwa zur Hälfte der Spielzeit. Allerdings wurde es für die Wild Wings nochmal extrem brenzlig, als man volle zwei Minuten in doppelter Unterzahl agieren musste. Die Hausherren überstanden das und konnten so mit einer Führung zum zweiten Mal in die Kabine gehen. Die Gäste kamen mit viel Druck aus der Kabine und wurden gleich durch den Ausgleich belohnt. Doch nach fünf Minuten holte Daniel Hacker die Führung zurück. Schwenningen hatte noch einige Chancen das Spiel zu entscheiden, doch Roosters-Goalie Mathias Lange hielt das Spiel bis zum Ende offen, mehr aber auch nicht.

Tore: 0:1 (7.) Alexander Foster, 1:1 (15.PP) Kyle Greentree, 2:1 (30.) MacGregor Sharp, 2:2 (42.) Dylan Wruck, 3:2 (47.) Daniel Hacker

Zuschauer 4.059

Augsburger Panther - Krefeld Pinguine 2:1 n.V. (0:0, 1:0, 0:1, 1:0)

Auch dieses Spiel sah im ersten Abschnitt keine Tore. Beide Teams hatten ihre Chancen, doch sowohl Chris Mason als auch Tomas Duba zeigten sich noch als unüberwindbare Hindernisse. Wie so oft in den letzten Wochen resultierte auch heute ein Augsburger Tor nur durch eine Einzelleitung. Ivan Ciernik zeigte seine Fähigkeiten, umkurvt Duba und schiebt ein. Doch bis auf einen Krefelder Lattentreffer tat sich im Mitteldrittel nicht sonderlich viel. Das einzige, was nebenbei auffiel, war, dass der sonst so stimmgewaltige Augsburger Anhang die Unterstützung heute weitgehend verwehrte. Auch das Schlussdrittel präsentierte sich lange ereignisarm. Spannend wurde es, als Krefelds Andreas Driendl mit einer Fünf-plus-Spieldauerstrafe in die Kabine musste. Es folgten weitere Strafen, sodass die Hausherren zu einer doppelten Überzahl kamen. Doch auch das half den Schwaben nicht. Für diese kam es sogar noch schlimmer, denn einmal mehr rächte sich das Auslassen von Chancen. Als Duba das Krefelder Tor schon verlassen hatte, brachte Marcel Müller das Spiel in die Overtime. Dort dauerte es aber nur 81 Sekunden und Andy Reiß beschert den Hausherren den Zusatzpunkt.

Tore: 1:0 (23.) Ivan Ciernik, 1:1 (60.EA) Marcel Müller, 2:1 (62.) Andy Reiß

Zuschauer 4.766

Grizzly Adams Wolfsburg - ERC Ingolstadt 3:5 (2:1, 1:3, 0:1)

Bei Ingolstadt durfte sich heute Marco Eisenhut im Tor versuchen. Dieser sah bei beiden Gegentoren nicht besonders glücklich aus. Erst wird er von Christian Neuert getunnelt und kurz danach auch von Matt Dzieduszycki. Zwischendurch konnte Ryan MacMurchy in einem gut anzusehenden ersten Drittel ausgleichen. Auch im Mitteldrittel fielen gleich zu Beginn zwei Tore. Bitter für die Gäste das dritte Wolfsburger Tor. Sebastian Furchner passt scharf vor das Tor und vom Schlittschuh von Aaron Brocklehurst geht der Puck in die Maschen. Doch postwendend der neuerliche Anschlusstreffer. Ingolstadt fand nun Gefallen am Verwerten von Chancen und traf vor der zweiten Pause noch zweimal. Im Schlussabschnitt konnten die Hausherren nicht mehr zulegen, stattdessen kontrollierten die Gäste das Spiel. Wolfsburg schaffte nur noch einen irregulären Treffer. Mit dem Tor durch Jared Ross war das Spiel entschieden und die Punkte entführt.

Tore: 1:0 (12.) Christian Neuert, 1:1 (13.PP) Ryan MacMurchy, 2:1 (14.) Matt Dzieduszycki, 3:1 (21.) Sebastian Furchner, 3:2 (22.) John Laliberte, 3:3 (33.)Dustin Friesen, 3:4 (37.) Patrick Hager, 3:5 (57.) Jared Ross

Zuschauer 2.002