Adler Mannheim nach acht Jahren wieder MeisterHauptrunden-Erster besiegt Titelverteidiger ERC Ingolstadt

Lesedauer: ca. 2 Minuten

ERC Ingolstadt – Adler Mannheim 1:3 (0:0, 1:1, 0:2) Serie 2:4

Spiel sechs der DEL-Finalserie 2015 brachte durch den 3:1-Sieg der Adler Mannheim über den ERC Ingolstadt die Entscheidung zu Gunsten des Hauptrundensiegers, der damit nach acht Jahren Unterbrechung wieder Deutscher Meister geworden ist.

Die Partie begann mit verteilten Rollen. Die Adler Mannheim waren zunächst die tonangebende Mannschaft. Brandon Yip bestrafte beinahe einen Puckverlust von Panther-Goalie Timo Pielmeier per Bauerntrick (3.). Vier Minuten später brach Mannheims Jochen Hecht über links durch, doch Pielmeier stand ihm erfolgreich im Weg. Im Powerplay fand der ERC Ingolstadt ins Spiel und bestimmte den zweiten Teil des ersten Drittels. Die beste Chance hatten Petr Taticek und Jeff Szwez in der 16. Minute. Zwei schöne Tore brachten schließlich die nötige Würze im zweiten Drittel. Und was für Tore! Christoph Gawlik kam gerade von der Mannschaftsbank, kein Mannheimer sah sich für den Panther-Stürmer verantwortlich – und der Ingolstädter traf nach Zuspiel von Brandon Buck, als Gawlik seinen eigenen Abpraller verwandelte. Dreieinhalb Minuten später nutzte Kurtis Foster ein Adler-Powerplay nach nur sieben Sekunden. Die bemerkenswerte Vorlage kam von Jochen Hecht, der mit dem Rücken zum Tor stehend querlegte. Im Schlussabschnitt dann die Mannheimer Führung: Steven Wagner zog in der 44. Minute einfach mal ab – Andrew Joudrey fälschte unhaltbar für Pielmeier zum 2:1 für die Gäste ab. Jon Rheault machte per Empty-Net-Goal schließlich alles klar (60.).

Nach der Partie wurde Jochen Hecht als wertvollster Spieler der DEL-Play-offs 2015 ausgezeichnet.

„Das war mein erstes Mal. Ich bin völlig kaputt, mit tut alles weh. Aber es hat sich gelohnt. Wir sind Meister. Das ist ein unbeschreibliches Gefühl“, sagte Sinan Akdag. „Ich hatte sieben schöne Jahre in Krefeld. Es war ja auch ein Risiko für mich, nach Mannheim zu gehen. Aber ich habe alles richtig gemacht. Ich bin einfach froh, Deutscher Meister zu sein. Ich habe noch ein paar Jahre vor mir und will noch ein paar Mal Meister werden.“

Christoph Ullmann: „Wir haben acht Jahre gewartet – nun sei es uns gegönnt, dass wir auch acht Tage feiern.“

Jochen Hecht: „Das war verdient. Wir haben die ganze Saison vorne mitgespielt.“

Dennis Endras: „Das wird eine Riesenparty! Wir können es kaum erwarten, nach Mannheim zurück zu kommen.“

Tore:
1:0 (28:02) Christoph Gawlik (Brandon Buck, Thomas Greilinger)
1:1 (31:40) Kurtis Foster (Jochen Hecht, Daniel Richmond/5-4)
1:2 (43:51) Andrew Joudrey (Steven Wagner, Nikolai Goc)
1:3 (59:36) Jon Rheault (ENG)

Schiedsrichter: Lars Brüggemann / Daniel Piechaczek
Strafen: Ingolstadt 6, Mannheim 8
Zuschauer: 4815


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