Adler Mannheim mit Kantersieg gegen Augsburger PantherDer 17-jährige Tim Stützle mit fünf Punkten überragender Akteur

Tim Stützle war mit fünf Punkten der herausragende Spieler der Adler Mannheim  (picture alliance/Promediafoto)Tim Stützle war mit fünf Punkten der herausragende Spieler der Adler Mannheim (picture alliance/Promediafoto)
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Eine interessante Partie erlebten die 10.822 Zuschauer in der SAP-Arena zwischen den Adler Mannheim und Augsburger Panthern. Die Adler übernahmen von Beginn an die Initiative, klare Chancen blieben jedoch zunächst aus. Mit dem starken Pressing der Mannheimer hatten die Gäste aus Augsburg ihre Probleme und wußten sich oftmals nur mit Befreiungsschlägen zu helfen. Dann aus dem Nichts das 0:1 für Augsburg. Nach einem Fehlpass der Adler an der eigenen blauen Linie war Gill auf und davon, scheiterte  zunächst im Alleingang an Endras, konnte dann aber den Puck vor das Tor zu Hafenrichter passen, der zum 0:1 einnetzte. In der siebten Minute durfte dann auch erstmals Mannheim jubeln. In Überzahl spielte Desjardins einen schönen Pass an die blaue Linie zu Eisenschmid, der mit einem präzisen Handgelenkschuss flach ins kurze Eck zum 1:1 vollendete. Das 2:1 für Mannheim folgte in der 13. Spielminute. Plachta blockte einen Schuss in der eigenen Zone, lief sich mit einem schnellen Sprint in der Mittelzone frei, so dass ihn Desjardins mit einem exakten Pass aus dem eigenen Drittel auf die Reise schicken konnte. Panther-Torhüter Keller hatte gegen den kaltschnäuzigen Abschluss keine Abwehrchance. In einer Überzahlsituation (17.) konnte Augsburg dann wieder ausgleichen. Erst scheiterte Payerl am Gestänge, bevor er dann per Direktabnahme vom rechten Bullykreis aus das Spielgerät zum 2:2 versenkte. Den Schlusspunkt im ersten Durchgang setzte Huhtala (19.) mit dem 3:2. Billins zog von der blauen Linie ab, Keller bekam den Puck nicht zu fassen und Huhtala staubte zur erneuten Führung ab. Somit ging es mit einer gerechten 3:2 für Mannheim in die erste Pause. Im zweiten Drittel waren die Hausherren bemüht den nächsten Treffer nachzulegen. Jedoch schoss erst Plachta (24.) an den Pfosten, bevor Fraser für Augsburg (25.) in aussichtsreicher Position an Endras scheiterte. Die Strafe des Ex-Mannheimers Ullmann bescherte dann Mannheim in der 27. Minute das 5:3. Smith scheiterte erst zweimal, bevor Plachta es per Abstauber besser machte. Augsburg blieb gefährlich und belohnte sich nach einem abgefälschten Schuss durch Mayenschein (32.) mit dem Anschlusstreffer zum 3:4. Einen unschönen Bandencheck fuhr der Augsburger Callahan gegen Krämmer, womit dieser sich eine 2+10-Disziplinarstrafe einhandelte. Das anschließende Powerplay blieb trotz guter Gelegenheiten ungenutzt. Mannheim machte es aber in der 35. Spielminute besser. Nachdem Stützle mit viel Übersicht zu Huhtala an die gegnerische Grundlinie passte, zog der Finne mit Geschwindigkeit vor das Tor und überwand Panther-Goalie Keller zum 5:3. Mit diesem Spielstand ging es zum letzten Seitenwechsel. Die Adler setzten Augsburg direkt nach Wiederbeginn des dritten Durchgangs unter Druck und wollten die Partie entscheiden. Eine überragende Aktion von Stützle brachte den gewünschten Erfolg für den deutschen Meister. Stützle gleitete hinter das Tor und spielte hinter dem Rücken entgegen der Laufrichtung auf Smith, der nur noch einschieben musste. In der 46. Spielminute schickte das Schiedsrichtergespann den Augsburger Lamb nach einem Frustfoul (Check gegen den Kopf) gegen Stützle mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe unter die Dusche. Mit dieser Aktion erwies der Augsburger seiner Mannschaft einen Bärendienst. Da kurz zuvor Fraser ebenfalls in die Kühlbox wanderte, spielte Mannheim mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Erst krönte Stützle (47.) seine starke Leistung mit dem Treffer zum 7:3, bevor Järvinen (48.) gar auf 8:3 erhöhte. Augsburg lies dem Frust freien Lauf und zeigte die nächste unnötige Aktion, als Valentine Adler-Stürmer Järvinen mit einem Bandencheck (56.) niederstreckte. Valentine durfte sich im Anschluss ebenfalls mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe unter die Dusche begeben. Zuvor erhielt er jedoch noch die Fäuste von Lampl zu spüren. Nachdem ein Augsburger nach Spielende noch einen Check zu Ende fuhr, endete die Partie in einer wilden Keilerei beider Mannschaften. Der eigentliche Handschlag zwischen den beiden Teams wurde kurzerhand von den Schiedsrichtern zur Sicherheit ausgelassen. Augsburg konnte zwei Drittel lang mit Mannheim mithalten, verlor allerdings dann im letzten Abschnitt wegen zu vieler Strafzeiten komplett den Faden. Mannheim zeigte eine starke Teamleistung und wußte insbesondere mit vier Toren in Überzahl zu überzeugen. Der 17-jährige Tim Stützle war mit einem Tor und vier Vorlagen der Mann des Abends. „Die fünf Punkte von mir ist das Ergebnis einer guten Teamarbeit, da wir über 60 Minuten sehr gut gespielt haben,“ meinte Stützle nach dem Spiel. „Ich bin einfach glücklich über die drei Punkte mit der Mannschaft,“ fügte der 17-jährige freudestrahlend hinterher. Los