Adler Mannheim mit Arbeitssieg gegen StraubingSpäter Siegtreffer erst 50 Sekunden vor Schluss

Jan-Mikael Järvinen erzielte 50 Sekunde vor Ende den Siegtreffer (picture alliance/Uwe Anspach/dpa)Jan-Mikael Järvinen erzielte 50 Sekunde vor Ende den Siegtreffer (picture alliance/Uwe Anspach/dpa)
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Der deutsche Meister Adler Mannheim gewinnt in der heimischen SAP-Arena mit 4:3 gegen starke Straubing Tigers. Einen munteren ersten Spielabschnitt erlebten die Zuschauer in der Partie zwischen den Adler Mannheim und Straubing Tigers. Die ersten Minuten waren geprägt von vielen Zweikämpfen mit leichten optischen Vorteilen für Mannheim, ohne jedoch gefährlich vor das Tor zu kommen. Der Mannheimer Hungerecker wanderte in der siebten Spielminute wegen Hakens auf die Strafbank. In der anschließenden Überzahl konnte sich Straubing zunächst keine Vorteile verschaffen, erspielte sich dann aber eine Großchance (8.) nach Querpass zu Kohl, der jedoch am glänzend reagierenden Adler-Torhüter Gustafsson scheiterte. In der 9. Minute machten es dann die Gäste aus Straubing besser und gingen nach einem Abstauber durch Mulock mit 1:0 in Führung. Die Schiedsrichter gaben den Treffer erst nach dem Videobeweis, da die Adler auf Torwart-Behinderung reklamierten. Die Antwort von Mannheim sollte nur wenig später folgen. Der Straubinger Williams brummte wegen Stockschlags in der Kühlbox und verschaffte somit den Adlern die erste Überzahlsituation der Partie. Desjardins spielte Eisenschmid in der Mittelzone schön an, so dass dieser mit viel Schwung in die Angriffszone sprintete und mit einem Flachschuss zunächst an Tigers-Goalie Vogl scheiterte, Desjardins jedoch den Nachschuss zum 1:1 einschob. Auch dieser Treffer wurde erst nach nach Studie des Videobeweises gegeben. Die erstmalige Führung der Gastgeber entstand, als Desjardins an der blauen Linie einen Schlagschuss aus der Drehung Richtung Tor feuerte und dieser unglücklich von einem Straubinger in das eigene Tor abgefälscht wurde. Mit diesem Spielstand ging es in die erste Pause. Straubing startete besser in den zweiten Abschnitt und konnte sich im Drittel der Adler festsetzen. Zur Mitte des Spiels bekamen die Gastgeber wieder mehr Spielanteile. Ein weiterer Treffer sollte letztendlich aber keinem Team gelingen. In der 38. Minute hätte Adler-Stürmer Nicolas Krämmer per Alleingang auf 3:1 erhöhen können, scheiterte jedoch am starken Vogl. Somit endete das zweite Drittel torlos. Im Schlussabschnitt überstanden zunächst die Tigers eine drei-gegen-fünf-Unterzahl, mussten dann allerdings bei vier-gegen-fünf das 1:3 durch Plachta schlucken. Wer nun dachte, dass das Spiel entschieden wäre, lag falsch. Straubing verkürzte in der ersten 52. Spielminute durch den zweiten Treffer von Mulock auf 2:3. Der Ausgleich dann für Straubing (55.) nach einem abgefälschten Schuss von Laganière in Überzahl. Straubing war nun drauf und dran den Siegtreffer zu erzielen, brachte sich dann aber mit einer Strafe aus dem Rhythmus. Als Mannheim 2:28 Minuten vor Ende in Überzahl ran durfte, wurde es in der SAP-Arena lauter. Mannheim spielte es jedoch nicht gut und Huhtala musste auf die Strafbank. Als sich viele bereits auf eine Verlängerung einstellten, dann aus dem Nichts ein zwei-gegen-eins-Konter für Mannheim, den Järvinen 50 Sekunden vor Schluss zum vielumjubelten 4:3 einnetzte. Mannheim rettete den Vorsprung über die Zeit und fährt einen hart erkämpften Heimsieg ein.