Adler Mannheim mit Arbeitssieg gegen Schwenningen3:0-Erfolg gegen aufopferungsvoll kämpfenden Tabellenletzten

Johan Gustafsson war der Fels in der Brandung beim 3:0-Sieg gegen Schwenningen (Hockeyweb / Timo Helfrich)Johan Gustafsson war der Fels in der Brandung beim 3:0-Sieg gegen Schwenningen (Hockeyweb / Timo Helfrich)
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Die Adler Mannheim gewinnen die Pflichtaufgabe in der SAP-Arena vor 12.210 Zuschauern gegen aufopferungsvoll kämpfende Schwenninger Wild Wings mit 3:0.
Im ersten Durchgang waren die Adler Mannheim drückend überlegen, konnten jedoch zunächst das Chancenplus nicht in eine Führung umwandeln. Gäste-Torhüter Dustin Strahlmeier hielt Schwenningen mit teils spektakulären Paraden im Spiel und trieb die Adler zur Verzweiflung. Als sich bereits viele mit einem torlosen Unentschieden zum Pausentee begeben wollten, markierte dann Mannheim doch noch die verdiente 1:0 Führung nach einem platzierten Schuss in den Winkel von Andrew Desjardins. In einer Überzahlsituation (27.) schraubte Adler-Stürmer Ben Smith die Führung auf 2:0. Thomas Larkin scheiterte erst an Strahlmeier, bevor Ben Smith den Abpraller verwertete. Nur zwei Minuten später (29.) erhöhte Andrew Desjardins mit seinem zweiten Tor des Abends auf 3:0. Matthias Plachta spielte den Puck scharf vor das gegnerische Tor, wo Desjardins nur noch den Schläger reinhalten musste. In der 30. Minute dann ein Schock-Moment, als Wild-Wings-Spieler Andreas Thuresson nach einer unklaren Situation mit Adler-Stürmer Borna Rendulic regungslos auf dem Spielfeld liegen blieb und erst nach einer minutenlangen Unterbrechung mit einer Trage vom Eis transportiert werden konnte. Wild Wings-Trainer Paul Thompson bestätigte nach dem Spiel, dass Thuresson eine Gehirnerschütterung davongetragen hat und im Krankenhaus aktuell behandelt wird. Thuresson hatte zuvor erst eine Gehirnerschütterung auskuriert. Rendulic wurde vom Schiedsrichtergespann mit einer umstrittenen fünf-plus-Spieldauerstrafe belegt. Die anschließende fünfminütige Unterzahl überstanden die Adler, obwohl sie nach einer 2+2-Strafe für Nicolas Krämmer sogar über eine Minute mit zwei Spielern weniger auf dem Eis agieren mussten, schadlos. Eine gute Unterzahlbox und Torhüter Johan Gustafsson hielten die Null. Ein intensiver Abschnitt mit vielen Strafen und Emotionen ging zu Ende und die Mannheimer Zuschauer begleiteten ihre Mannschaft mit Standing-Ovations in die zweite Pause. Die Gemüter beider Mannschaften beruhigten sich im Schlussdrittel, welches sich ausgeglichener gestaltete, da Mannheim einen Gang zurückschaltete und Schwenningen dadurch mehr Freiräume gewehrte. Zum zweiten Mal in dieser Partie durften die Wild Wings in einer 5-gegen-3-Überzahl ran, konnten jedoch trotz guter Einschussmöglichkeiten erneut keinen Treffer herausspielen. Am Ende gewinnt Mannheim das erwartet schwere Spiel gegen den Tabellenletzten aus Schwenningen mit 3:0. Adler-Torhüter Johan Gustafsson verdiente sich seinen dritten Saison-Shutout mit einer starken Vorstellung. „Wir haben wenige Chancen in der ersten Hälfte des Spiels zugelassen“, sagte Adler-Trainer Pavel Gross in der anschließenden Pressekonferenz. „Wir hatten aber zu viele Strafzeiten, jedoch ein starkes Penaltykilling und einen guten Torhüter“. Beim achten DEL-Sieg in Folge zeigten die Adler Geduld und eine erneut souveräne Abwehrleistung und ließen sich auch während einer ruppigen Phase nicht aus ihrem Konzept bringen. Am kommenden Sonntag gastiert Mannheim beim Spitzenreiter EHC Red Bull München.

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Sonntag 26.01.2020
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