Adler Mannheim helfen Kölner Haie wieder in die SpurAdler Mannheim - Kölner Haie 2:5

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Für den würdigen Rahmen sorgte vor dem Spiel die Ehrung dreier verdienter Eishockeyspieler des Mannheimer ERC ( Schlüpfpate der Adler Mannheim ), die sich in den fünfziger und sechziger Jahren um das Mannheimer Eishockey verdient gemacht haben, als Spieler und Trainer. In einer feierlichen und sehr emotionalen Zeremonie wurden deren Trikots (Werner Patschek Lorenz #2, Bruno Guttowski #10 und Kurt Sepp #12) unter das Hallendach gezogen, die Nummern werden nicht mehr vergeben. Anlass ist die Tatsache, dass Eishockey in Mannheim im nächsten Jahr sein 75-jähriges Bestehen feiert, als Startpunkt für die Begehung dieses Jubiläums, flankiert von einer Ausstellung (Reiss Engelhorn Museum Mannheim) voller Eishockey Historie von damals bis in die jüngere Vergangenheit, sowie die Ehrung der drei Genannten, wurde das Spiel gegen die Kölner Haie festgelegt, würdiger Gegner zu diesem Anlass. Natürlich sollte der krönende Abschluss dieses Abends ein Sieg über die Haie werden, dieser „Programmpunkt“ funktionierte jedoch nicht.

Die Haie, mit vier Niederlagen in Serie im Gepäck, auf der Suche nach der Form und Konstanz, mit der sie die Tabelle von oben grüßten, wurden in Mannheim fündig. Mit konsequenter Abwehrarbeit, guter Raumaufteilung, geradlinigem und schnellem Spiel nach vorne, ließen sie den Adlern am gestrigen Abend keine Chance und gewannen das Spiel mit 5:2(2:1, 3:1, 0:0). Nathan Robinson (1T, 1A), Christopher Minard (1T, 2 A) und Andreas Falk (1 A), Philip Gogulla (1 T), Felix Schütz (1 T) und Daniel Tjernqvist (1 T) erzielten bis Ende des zweiten Drittels die nötigen fünf Tore zum Sieg.

„Wir wollten hier diszipliniert auftreten, von der Strafbank fern bleiben“, meinte Haie Trainer Uwe Krupp nach dem Spiel, die Adler machten es den Kölner nicht schwer, diesen Fahrplan einzuhalten. Vier Strafminuten für Köln, zwei für Mannheim und das im gesamten Spiel, ist ein Novum bei Spielen dieser beiden Mannschaften, aber auch Beweis für die blutleere Vorstellung der Mannheimer Adler, die den Kölnern mit ihrer körperlosen Vorstellung nichts abverlangten. Diese Art der Spielweise war schon bei den letzten Spielen gegen Düsseldorf und Hamburg Kritikpunkt, jedoch zugedeckt von der Leistung von Adler Spieler Lehoux, der mit seiner Reihe diese Spiele fast im Alleingang drehte und für seine Farben entschied. Der Unterschied im gestrigen Spiel war der, dass Yanick Lehoux zwar fünf gute Chancen hatte, aber nicht das dazugehörige Schussglück der vergangenen Spiele. Er  und seine Reihe, sorgten für einen diffusen Lichtblick. Matthias Plachta, Schütze zum 2:0 sei hier noch erwähnt, ebenso wie Shawn Belle, Dennis Seidenberg und Marcel Goc, der die Dauerformkrise von Adam Mitchell und Christoph Ullmann gestern Abend natürlich nicht alleine ausbügeln konnte, die Leistung von Douglas Janik jr. stabilisierte sich ebenfalls nicht, trotz seines Tors im Power Play zum 1:0.

„Kollektives Versagen“, nannte der sichtlich angesäuerte Harold Kreis mit als Grund für diese Niederlage. „Die Gründe für ein solches Auftreten weiß ich nicht, es gibt keine“ schiebt er hinterher.

„Jetzt kann man einfacher auf die Spielweise einwirken, das Argument, man gewinne doch auch so, ist jetzt vorbei“, meinte Adler Manager Teal Fowler nach dem Spiel. Die nächsten drei Spiele bestreiten die Adler auswärts, man wird sehen, ob dieses Vorhaben Früchte trägt, denn der Abstand zu Köln und anderen Verfolgern schmilzt, der Platz an der Sonne bekommt Schatten.


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