Adler Mannheim gewinnen torarmes Topspiel in MünchenPavel Gross: „Hätte heute auch Eintritt bezahlt“

Luke Adam sorgte im Penaltyschießen für den Sieg der Adler Mannheim beim EHC Red Bull München. (Foto: GEPA pictures/Marcel Engelbrecht)Luke Adam sorgte im Penaltyschießen für den Sieg der Adler Mannheim beim EHC Red Bull München. (Foto: GEPA pictures/Marcel Engelbrecht)
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Die Mannschaft von Cheftrainer Pavel Gross überzeugt seit Wochen mit attraktivem und hochklassigem Eishockey, ebenso wie die Mannschaft von Don Jackson, die allerdings mit massiven verletzungsbedingten Ausfällen zu kämpfen hat. Die Red Bulls mussten sich am Sonntag daheim mit 0:1 nach Penaltyschießen geschlagen geben.

Das Spiel begann mit sehr hohem Tempo und Druckphasen auf beiden Seiten. Die Fans beider Mannschaften sorgten für eine mehr als ausgelassene Stimmung in der mit 6142 Zuschauern ausverkauften Olympia-Eishalle. Schon das erste Drittel bot beinahe alles, was das Eishockeyherz begegnete: zwei Mannschaften, die mit offenen Visieren ihren Gameplan aufzogen, zahlreiche zum Teil hochkarätige Torchancen, die auf beiden Seiten ungenutzt blieben und natürlich viele Emotionen bei beiden Teams. „Wer heute zum ersten Mal ein Eishockey-Spiel live gesehen hat, wird definitiv wiederkommen“, so Red-Bulls-Coach Don Jackson.

Leider bot das erste Drittel auch vereinzelt Szenen, die man nicht so gerne sieht. So musste Brent Raedeke nach einem harten, aber letztendlich fairen Check das Eis verlassen. Ebenso musste Münchens Maxi Kastner für ein paar Minuten pausieren, als er von dem Schläger eines Adlers im Gesicht getroffen wurde. Die auf den Check folgende Keilerei zwischen Keith Aulie und David Wolf konnte Aulie nur kurze Zeit später für sich entscheiden.

Daraufhin trat wieder das Eishockey in den Vordergrund und hier besonders die Goalies der beiden Teams. Gerade Dennis Endras im Tor der Adler ließ die Münchner Offensivabteilung ein ums andere Mal verzweifeln. Selbst eine Scheibe, die schon ein sicheres Tor für die Red Bulls zu sein schien, konnte der Schlussmann der Kurpfälzer noch parieren. Sein Gegenüber Danny aus den Birken tat es ihm beinahe gleich und hielt sein Team ebenfalls mit mehreren starken Paraden im Spiel. „Wir haben heute zwei unglaubliche Torhüter gesehen“, so Mannheims Coach Pavel Gross.

Währenddessen spielten beide Mannschaften immer noch ein ungewöhnlich hohes Tempo und man begann sich zu fragen, welches Team das am längsten durchhalten würde, da beide Teams zurzeit mit vielen Verletzten zu kämpfen haben.

Dies schien aber die beiden Mannschaften nicht im geringsten zu stören – ganz im Gegenteil: auch mit zunehmender Spielzeit war es immer noch ein Eishockey-Spiel, das auf einem sehr hohen Niveau ausgetragen wurde. Selbst die fehlenden Tore taten dem Spiel nicht weh. Sowohl die Akteure auf als auch neben dem Eis gaben weiterhin Vollgas für ein wahres Spitzenspiel, das nach 60 Minuten noch immer unentschieden stand. Damit würden die Adler auch bei einer Niederlage nach diesem Spieltag weiterhin Tabellenführer bleiben.

Auch die Verlängerung brachte keine Entscheidung, sodass die Entscheidung im Duell Mann gegen Mann fallen musste. Dort behielt Luke Adam als einziger Adler die Nerven und bescherte seiner Mannschaft einen mehr als hart erkämpften zweiten Punkt, während die Red Bulls an einem bärenstarken Dennis Endras scheiterten.

Auf der anschließenden Pressekonferenz waren beide Trainer sichtlich begeistert von diesem Spitzenspiel. „Auch ich hätte heute für dieses Spiel Eintritt gezahlt. Es war ein Topspiel, das Spaß gemacht hat. Es ging hin und her. Wir wussten, wenn wir hier etwas holen wollen, müssen wir richtig Gas geben. Dennis war der Matchwinner heute“, so Mannheims Coach Pavel Gross.

„Zwei Top-Torhüter waren dafür verantwortlich, dass das Spiel nach 65 Minuten noch 0:0 stand. Es war ein großes Spiel. Es hat sich wie ein Play-off-Spiel angefühlt, aber wir müssen definitiv besser spielen. Mannheim hat die Chancen besser genutzt. Offensiv war es ein spannendes Spiel mit vielen Chancen. Beide Torhüter waren super heute. Ich denke, dass es eine Werbung fürs Eishockey war“, sagte Red-Bulls-Coach Don Jackson.

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