Adler Mannheim gewinnen Spitzenspiel beim EHC Red Bull MünchenAdler siegen – Fießinger hält stark

Tommi Huhtala von Adlern Mannheim (links) entwischt hier dem Münchner Justin Schütz. (Foto: GEPA pictures/EHC Red Bull München/Matthias Balk)Tommi Huhtala von Adlern Mannheim (links) entwischt hier dem Münchner Justin Schütz. (Foto: GEPA pictures/EHC Red Bull München/Matthias Balk)
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Die Adler Mannheim, die einen etwas holprigen Saisonstart erwischten, konnten sich in den vergangenen sechs Ligaspielen wieder an die Spitze herankämpfen. Die Red Bulls kämpfen zurzeit auch, jedoch mit Personalsorgen. Die Ausfälle von Maxi Daubner, Kevin Reich, Frank Mauer, Mads Christensen, Danny aus den Birken und Derek Roy wiegen schwerer denn je. „Das macht es sicher nicht leichter, aber wir bringen trotzdem gute Leistungen aufs Eis“, so Münchens Kapitän Hager. Umso erfreulicher, dass Jason Jaffray nach langer Verletzungspause schon wieder zu 99 Prozent auf seinem ursprünglichen Niveau spielen kann.

Dass die Red Bulls auch ohne diese wichtigen Leistungsträger bestehen können, wenn jedoch mit mehr Gegentoren als gewöhnlich, zeigten sie am Freitag beim 8:5 Erfolg in Krefeld. Mit den Adlern Mannheim stand jedoch eine ganz andere Mannschaft auf dem Eis in der mit 5520 Zuschauern gut gefüllten Olympia-Eishalle. Dennoch fuhren die Adler Mannheim ihren siebten Sieg in Folge ein. Die Red Bulls verloren nach Overtime mit 2:3 (1:0, 0:0, 2:1, 0:1).

Die Mannschaft von Pavel Gross hatte nach dem ersten Aufeinandertreffen mit den Red Bulls noch einiges wieder gut zu machen. „Wir wollten es besser machen, als beim ersten Spiel zuhause“, so Pavel Gross. Zudem können die Kurpfälzer beinahe aus der vollen Tiefe ihres Kaders schöpfen, während die Red Bulls um Cheftrainer Don Jackson zahlreiche junge Spieler nominierten.

Doch die jungen Wilden zeigten auch im Spitzenspiel gegen die Adler Mannheim eine mehr als solide Leistung sowohl in puncto Technik als auch was den Einsatz und das körperliche Spiel anbelangt.

Gerade in einer hochklassigen Begegnung konnte sich auch Daniel Fießinger im Tor der Red Bulls mehrfach auszeichnen und hielt seine Vorderleute sogar lange im Spiel, dass die Gastgeber mit zunehmender Spielzeit wieder aus der Hand gaben. „Daniel Fießinger hat seine Sache sehr gut gemacht. Ich bin sehr stolz auf ihn“, so Don Jackson nach dem Spiel. Nach einem starken Auftritt im ersten Drittel folgte dann ein Nachlassen in den zweiten 20 Minuten bzw. eine starke Steigerung der Gäste, die jetzt auch zunehmend das Heft in die Hand nahmen und zwei Minuten nach Beginn des dritten Drittels die Führung auf 2:0 ausbauten.

Die Red Bulls bemühten sich nach Kräften, fanden aber kaum ein Durchkommen durch die gut organisierte Defensive der Adler. Kurz vor Ende der 60 Minuten bäumten sich die Red Bulls noch einmal auf und kamen durch Trevor Parkes zum Anschlusstreffer und acht Sekunden vor dem Ende sogar noch zum Ausgleich durch eben diesen. In der folgenden Verlängerung sorgte Ben Smith für die Entscheidung zu Gunsten der Adler.

Mannheims Coach Pavel Gross gab sich sichtlich zufrieden nach dem Sieg seiner Mannschaft: „Beide Torhüter haben gute Paraden gezeigt. Das war eine gute Werbung fürs Eishockey. Eishockey spielt man eben 60 Minuten. Man kann keine Minute pausieren. Die Mannschaft wollte unbedingt gewinnen.“

Don Jackson konnte mit dem Ausgang des Spiels nicht zufrieden sein. Trotzdem fand er auch positive Aspekte: „Mannheim war sehr stark. Für das Comeback unserer Mannschaft möchte ich ein großes Kompliment aussprechen. In der Overtime müssen wir cleverer agieren.“