Adler in Urlaubsstimmung?

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Diesen Eindruck konnten die 7.105 Zuschauer in der SAP-Arena bekommen, die das Spiel und den 1:4 Sieg der Augsburger Panther gestern sehen mussten. Zum Punkten verdammt, bei sechs Punkten Abstand auf den Tabellenletzten, nur noch drei Heimspiele bei noch 11 zu spielenden Partien, die Chance den Abstand zum spielfreien Sechsten der Liga auf zwei Punkte zu verkürzen, all das war dem überwiegendem Teil der Adlerspieler wohl entfallen. Sie spielten gestern Abend, als sei es Saisonende und nur noch eine goldene Ananas als Preis erhältlich. Ins Detail:

Die ersten Minuten begannen die Adler gewohnt stürmisch, schon hier erkennbar mit einzelnen Fehlern in Abwehr und Aufbau und deutlicher Abneigung gegen das Körperspiel. Die Quittung war das erste Augsburger Tor in der vierten Minute durch, ja wen wohl. Die Reihe um Olver, Tallackson und Clarke. Im weiteren Verlauf verkam das Spiel der Adler zu einer lauen Brise, eine doppelte Überzahl verstrich freundlich ausgedrückt glücklos und bei dieser Windstille blieb es bis weit ins zweite Drittel. Die Augsburger nutzten dieses „Trainingsspiel“, um Anfang des zweiten Drittels in Überzahl durch Tallackson und per Doppelschlag in Minute 28. durch Zingoni und Olver auf 0:4 davon zu ziehen. Einzig Dimitrakos konnte auf feines Zuspiel von Reinprecht in der 30. Minute den einzigen Treffer für die Adler erzielen. Ab diesem Zeitpunkt erwachten die Adler, allerdings nicht wach genug, um sich in die Kampflaune zu spielen, die sie benötigen, um ein Spiel zu gewinnen und gleichwohl zu inkonsequent in ihren Torerzielungsabsichten. Es blieb bei diesem 1:4 für Augsburg.

Die Adler haben sich gestern selbst besiegt. Sie waren nicht in der Lage die Reihe um Tallackson, die einzige, die sie gestern hätten müssen, in den Griff zu bekommen. Unverständlich, weiß man doch um deren Gefährlichkeit. Der Rest der Augsburger Mannschaft zeigte ein solides Defensivspiel, aber auch nicht mehr. Auch Augsburgs Torhüter Endras kam erst Mitte des Spiels richtig in Fahrt, ließ bis dahin viel prallen, aber ohne „Alarm“ vor dem Augsburger Tor lassen sich solche Chancen eben nicht nutzen. Mit der Spieleinstellung auf Seiten der Adler wie z.B. gegen Köln, wäre dieses Spiel wohl anders geendet – spekulativ, zugegeben.

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