Adler: Erneute Heimniederlage gegen Ingolstadt

Klare Worte bei den AdlernKlare Worte bei den Adlern
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Gegen den Tabellenvierten von der Donau präsentierten sich die Mannheimer Adler besser als am noch vergangenen Wochenende, doch letztlich waren individuelle Fehler für die Gegentore verantwortlich - das musste auch Trainer Helmut de Raaf nach der Partie eingestehen. Nach der Gästeführung durch Alexander Polaczek (25. Minute) konnten Vitalij Aab und Jochen Hecht mit zwei Toren in der 27. Minuten das Spiel drehen, doch Jakub Ficenec bewies nur weitere zwei Minuten später, warum er für den härtesten Schlagschuss der Liga bekannt ist. Das NHL-Duo Marco Sturm und Andy McDonald entschied dann die Partie mit zwei Treffern in der 47. und 55. Minute zugunsten der Bayern.



Ohne René Corbet (Aduktorenprobleme) versuchten die Adler in den ersten Spielminuten aus der sicheren Defensive das Spiel zu gestalten. Bis zur sechsten Minute dauerte, ehe die Gastgeber mit Fabio Carciola und wenig später durch Christoph Ullmann die ersten guten Chancen hatte. Doch Jimmy Waite zeigte, weshalb er zur Zeit die Torhüterstatistik der Liga anführt. Auch gegen Ullmanns zweite gute Chance (12.) sowie gegen Derek Plante (14.) behielt der Kanadier im Tor der Gäste die Oberhand.



Doch die Mannschaft von Ron Kennedy liess sich das Spiel der Adler keineswes aufzwingen, sondern war von Anfang an ein ebenbürtige Gegner. Im zweiten Drittel sollte sich dann zeigen, dass Ingolstadt die individuellen Fehler des Gegners besser zu nutzen wusste. Nach einem Befreiungsschlag griff Andy Delmore an der Mittellinie ins Leere, Alexander Polaczek die Chance zu seinem ersten Saisontreffer. Im Alleingang versetzte er Cristobal Huet zum 0:1.

Nur eineinhalb Minuten später bemühte Schiedsrichter Wolfgang Hellwig zwar den Videobeweis, gab Vitalij Aabs Treffer aber dann doch. Thomas Greilingers Querpass vor das Tor hatte zunächst Aabs Schlittschuh erwischt, war dann aber regelkonform über die Torlinie befördert worden. Nur wenig später sass Marco Sturm nach einem harten Check gegen Francois Groleau auf der Strafbank. Die unübersichtliche Situation vor dem Ingolstädter Tor nutzte Jochen Hecht zur Führung. Ein unnötiger Puckverlust war die Vorlage für den erneuten Ausgleich zum 2:2. Jakub Ficenec angelte sich die Scheibe im Mitteldrittel und jagte den Puck an Huet vorbei in die Maschen.

Im letzten Drittel versuchten die Adler mit mehr Druck und Tempo noch einmal unter Kontrolle zu bekommen, doch die Gäste spielten clever abwartend und nutzten die sich bietenden Chance. Beim 3:2 profitierte Andy McDonald von einem Abspielfehler und servierte für Marco Sturm, beim 4:2 schnappte sich Sturm die Scheibe an der blauen Linie und bediente McDonald. Helmut de Raaf musste nach der Partie zugeben, dass Ingolstadt "sehr sicher in der Defensive stand", was letztlich den Ausschlag zugunsten der Gäste gab. (adler-mannheim.de)

Jetzt die Hockeyweb-App laden!