Adler erheben sich in die Lüfte

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Die Adler begannen aggressiv, checkten bereits in der Zone der Eisbären vor, machten nach hinten die Räume eng, gingen engagiert in die Zweikämpfe und fuhren ihre Checks zu Ende. Die Eisbären versuchten diese Spielweise durch ihre Schnelligkeit und Technik zu unterlaufen, was bis zum Ende des zweiten Drittels eher selten gelang. Ihr Aufbauspiel war zu kompliziert angelegt, es mangelte am direkten Zug zum Tor und in der Rückwärtsbewegung ließen sie den Adlern zu viel Raum. Auch Don Jacksons Weckruf an die Mannschaft durch einen Torwartwechsel nach dem 2: 0 ( Nastiuk für Zepp ) verpuffte erst einmal genauso wie die wahrscheinlich deutliche Ansprache in der Drittelpause. Die Adler legten im zweiten Drittel noch eine sogenannte „Schippe drauf „und hatten die Berliner im Griff. Das Aufbäumen der Berliner im letzten Drittel kam zu spät, zu gut organisiert waren die Mannheimer gestern Abend unterwegs. Einziges Manko war das Schussglück, vor allem der stark aufspielenden ersten Reihe. Reinprecht, Dimitrakos und Co. hätten das Spiel alleine entscheiden können, die sehenswert herausgespielten Chancen hätten es verdient gehabt.

First Star in Zitronenform gestern Abend : Schiedsrichter Aumüller und sein Team. Ließ er das faire Spiel im ersten Drittel noch gut laufen, wechselte er im zweiten Drittel die Taktik und pfiff kleinlich gegen beide Seiten, nicht konsequent, aber ab und zu. Vielleicht hatte es ihm einen Schock versetzt, dass er im ersten Drittel ein sekundenlanges sechs Spieler auf dem Eis der Adler übersehen hatte.

Der Höhepunkt kam in den letzten Minuten des letzten Drittels. Adlerspieler MacDonald klärt an der Bande mit dem Rücken zum Spielfeld per Rückhand den Puck und trifft mit der sich deutlich unter Schulterhöhe befindlichen Kelle den Eisbären Christensen, der in gebückter Haltung und entsprechend tiefem Kopf von hinten kommend den Klärungsversuch blocken will, im Nasenbereich. Der Schiedsrichter stand mit dem Gesicht zu Szene und ließ das Spiel auch erst mal weiter laufen. Erst nachdem Christensen liegen blieb und zu sehen war, dass er blutete, pfiff er ab. Und erst jetzt erkennt er auf Matchstrafe und unterstellt damit Vorsatz. Das erkläre sich wer will. Tatsache ist, dass er damit die Adler um einen Spieler im nächsten Spiel dezimiert. Unrühmlicher Abschluss eines sehenswerten und fairen Spiels.

Zu Christensen: Er musste mit 20 Stichen an der Nase genäht werden.

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