Adler brauchten EnergieleistungDüsseldorf - Mannheim 1:3

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Vor nicht allzu langer Zeit, da begegneten sich Adler und DEG noch auf Augenhöhe. So gab es für die Mannschaft von Trainer Harold Kreis in den Play-offs 2011 im Viertelfinale mit 1:3 Siegen gar das frühe Aus. Doch seit dem Ausstieg der Metro sowie dem gleichzeitigen Ende des Sponsorings von Air Berlin und BMW im Jahre 2012 kämpft der achtmalige deutsche Meister aus der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen überhaupt darum, einen Etat zur Erteilung der DEL-Lizenz auf die Beine stellen zu können. Händeringend wird ein großer Geldgeber oder sogar ein Investor gesucht. Vor diesem Hintergrund verspricht die Gesellschafterversammlung der GmbH am 4. November eine spannende Angelegenheit zu werden. Denn dort kündigen sich Veränderungen an, welche die Zukunft der DEG beeinflussen dürften. So wird Geschäftsführer Dr. Elmar Schmellenkamp seinen Rücktritt verkünden und Gesellschafter Peter Hoberg, der dem Klub in den vergangenen beiden Jahren jeweils mit hohen sechsstelligen Summen unter die Arme gegriffen hat, die Anteile von Ex-Präsident Ben Zamek erwerben. Damit könnte der Weg frei sein, um einem in Düsseldorf ansässigen russischen Energie-Beratungsunternehmen den Einstieg zu ermöglichen.

Wie groß das Engagement der Russen allerdings ausfallen wird, ist unklar. Klar ist hingegen, dass die Adler ausgerechnet gegen das Low-Budget-Team der DEG im vergangenen Februar in Düsseldorf mit einem 1:6 ihre höchste Niederlage überhaupt gegen die Rot-Gelben hinnehmen mussten. Doch so richtig gewarnt schienen die Kurpfälzer dadurch nicht. Olimb und Martinsen hatten erste kleine Möglichkeiten für den Tabellen-Zwölften, bevor der MERC besser in Schwung kam. Vor allen Yanick Lehoux machte einen engagierten Eindruck, doch seinen Schüssen fehlte ebenso die Präzision wie den Versuchen von Jamie Sifers aus der Distanz. Insgesamt ließen die Gäste bei ihren Angriffen ein wenig Tempo und Druck vermissen, sodass sich die Abwehr der DEG immer wieder formieren konnte.

Adler-Torhüter Felix Brückmann musste zudem in Unterzahl bei Schüssen von Paris (14.) und Long (24.) auf der Hut sein. Das Spiel wurde besser, aber die Adler konnten auch weiter keine Dominanz entwickeln, dennoch lagen sie urplötzlich in Führung. Nach der Werbepause passte Buchwieser blitzschnell zu Kink, der am zweiten Pfosten einschob (30.). Der Jubel aber dauerte nur 52 Sekunden. Als Kettemer auf der Strafbank brummte, schlenzte Drew Paris den Puck zum 1:1 ins Netz. Erst jetzt wurden die Adler giftiger. Ullmann scheiterte an DEG-Keeper Stefan Ridderwall (32.), dann vergab Ronny Arendt gleich zweimal (38./39.).

Da hatten die Quadratestädter endlich den Turbo eingeschaltet und auch im letzten Drittel ließen sie der DEG nun keine Zeit mehr zum Verschnaufen. Gamache traf in der 44. Minute zwar nur das Außennetz, doch die Führung war jetzt nur noch eine Frage der Zeit. Simon Gamache gelang sie schließlich neun Minuten später und Marc El-Sayed machte dann unter dem Jubel der wenigen Adler-Anhänger den Sack nach schöner Vorarbeit von Magowan 119 Sekunden vor Schluss zu.

Tore: 0:1 (29:27) Kink (Buchwieser, Gamache), 1:1 (30:19) Paris (Mondt/5-4); 1:2 (52:51) Gamache, 1:3 (58:01) El-Sayed (Magowan)

Strafminuten: DEG 8 – Mannheim 12
Schiedsrichter: Lars Brüggemann (Iserlohn) und Georg Jablukov (Berlin-Wedding)
Zuschauer: 4082


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