Adler-Auftritt verleiht dem Spiel der leuchtenden Herzen zusätzlichen GlanzMannheim - Krefeld 6:2

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Es ist Tradition in Mannheim, dass das letzte Heimspiel des Jahres unter dem Motto steht: Adler helfen Menschen. Der Erlös von vor dem Spiel verkauften pulsierend leuchtenden Herzen kommt dem gleichnamigen Verein zu gute (Spenden Zwischenstand während des Spiels € 34.000) und zaubert jedes Jahr eine feierliche Atmosphäre ins vor dem Spiel abgedunkelte SAP-Oval. Zu dieser Tradition gehört, dass diese Spiele mit 13.600 Zuschauern ausverkauft sind und die Adler Mannheim in aller Regelmäßigkeit verloren haben. Die Chancen standen gut, dass sich daran nichts änderte, immerhin waren die Pinguine aus Krefeld zu Gast, Team der Stunde in der DEL und mit der Empfehlung von zehn Siegen in Folge in Mannheim angereist. Die Adler dagegen, bemüht eine kleine Serie zu starten, genährt aus den Erfolgen gegen die Panther aus Ingolstadt und Augsburg, hatten sich einiges vorgenommen und das setzten sie auf dem Eis sehenswert um.

Das Spiel war nur Sekunden alt, da hatte die neu gebildete „NHL-Reihe“ der Adler um Marcel Goc, Jochen Hecht und Jason Pominville, meist um die Verteidiger Jamie Sifers und Stanley-Cup-Sieger Dennis Seidenberg ergänzt, bereits durch Marcel Goc zwei gute Chancen, die nur knapp ihr Ziel verfehlten, die Krefelder Verteidigung durcheinander wirbelte und bei Torhüter Scott Langkow für Adrenalin und Verwirrung sorgte. Die zweite Reihe behielt den Angriffsdruck der Marke Vollgas bei und Adam Mitchell vollendete Yannic Seidenbergs Vorarbeit nach 31 Sekunden zum 1:0. Krefeld. Krefeld dann mit ersten Angriffsversuchen erhielt in der fünften Minute eine Powerplay-Möglichkeit, die Unterzahl-Formation um Craig Mac Donald fing jedoch den Puck ab und Marcus Kink schickte Marc El Sayed auf die Reise gen Krefelder Tor. Ex-Adler Francois Méthot ließ ihn seinen Schlittschuh als Bande benutzen, Scott Langkow fehlerte mit – 2:0 Adler Mannheim. „Meine Mannschaft war im ersten Drittel nicht bereit“, meinte Krefelds Trainer Rick Adduono nach dem Spiel und das trifft es auf den Punkt. Die Adler mit aggressivem Forechecking störten die Kreise der Pinguine früh und effektiv, auch NHL-Verteidiger Christian Ehrhoff konnte dem Spiel seiner Mannschaft im ersten Drittel keine Struktur verpassen. Ab der sechsten Minute kam Mannheims NHL-Reihe dann so richtig ins laufen. Sie sorgte vorher schon durch ihr schnelles, geradliniges von blitzschnellen Pass Stafetten geprägten Spielweise für Beifall und Zungen schnalzen auf den Rängen, in der zehnten Minute hatte sie die Krefelder dann sturmreif kombiniert. Marcel Goc erzielte das 3:0, assistiert von Jochen Hecht und Jason Pominville, vier Minuten später schoss Jochen Hecht sein erstes Tor für die Adler, Vorlagengeber waren Jason Pominville und Dennis Seidenberg. Mike Glumac erhöhte während einer Powerplay-Situation in der 15. Minute für die Adler auf 5:0, auf Vorlage von Jochen Hecht und Marcel Goc. Gefangen haben sich die Pinguine im ersten Drittel nicht mehr, Scott Langkow im Krefelder Tor sorgte zumindest dafür, dass nicht noch mehr Tore gegen seine Mannschaft fielen.

Den Überhang einer Strafzeit aus dem ersten Drittel nutzen die Pinguine in der ersten Minute des Mittelabschnitts zum 5:1 durch Richard Pavlikovsky (Assistenten Andreas Driendl und Herberts Vasilijevs). Dieses Tor gab den Pinguinen Schub und sie zeigten gegen einen Gang zurückschaltende Adler, warum sie zehn Spiele in Folge gewonnen haben. Technisch gut trugen sie bestens organisierte Angriffe vor, Adler Goalie Dennis Endras hatte in der Folge mehrfach die Möglichkeit sich auszuzeichnen, was er mit teils großartigen Paraden auch tat. Mitten in diese Drangphase der Pinguine schlug Mannheims NHL Reihe wieder zu, Jochen Hecht erzielte im Power Play sein zweites Tor des Abends (31.), vorbereitet von Dennis Seidenberg und Jason Pominville. Verständlicher Frust war jetzt bei den Krefeldern Programm, das Spiel wurde noch emotionaler, körperlicher und nickelig, das sich dadurch aufbauende Gewitter zwischen den Mannschaften bauten Adler Doug Janik Jr. und Pinguin Roland Verwey ab, aber auch diese Keilerei ohne Helm und Handschuh konnte Krefeld nicht für sich entscheiden. In der Folge machten die Adler das, was nötig war, um die Krefelder in Schach zu halten, der Treffer im letzten Drittel (50.) durch die gleichen Spieler, die schon das erste Tor für die Pinguine erzielt hatten, nämlich Richard Pavlikovsky (Assistenten Andreas Driendl und Herberts Vasilijevs), blieb der einzige Schönheitsfehler dabei.

Adler-Trainer Harold Kreis war verständlicher Weise zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft und Jochen Hecht sagte, auf den Auftritt der ersten Adler Reihe angesprochen: „Es hat richtig Spaß gemacht.“

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