Adler: Abschied von Seliger

Klare Worte bei den AdlernKlare Worte bei den Adlern
Lesedauer: ca. 1 Minute

Marc Seliger verlässt nun definitiv die Mannheimer Adler. Wie er Hockeyweb soeben erzählte, wird er am Dienstag einen Auflösungsvertrag unterschreiben. Somit erlöscht der Kontrakt Ende März rückwirkend und nicht erst Ende April. "Mir ist das recht", sagt Seliger, "dann habe ich wirklich keine Bindung mehr an den Verein." Eigentlich sollte er schon heute unterzeichnen, aber Geschäftsführer Matthias Binder sagte wegen Arbeitsüberlastung ab.

Seliger ist enttäuscht, bis zum Schluss hatte er doch noch gehofft, in Mannheim bleiben zu können. Doch er wollte nicht auf die 18 Prozent verzichten, die sein letzter Arbeitgeber Nürnberg aufs Adler-Gehalt draufgelegt hatte. Seliger: "Ich wollte einfach das Gehalt verdienen, das ich die letzten zwei Jahre hatte." Hockeyweb liegen die Zahlen vor, die jedoch nicht zur Veröffentlichung bestimmt sind. Kein Spitzengehalt, das der deutsche Spitzengoalie, den viele gerne in Mannheim behalten hätten, verdient. "Wenn das Augsburg oder ein anderer Club gewesen wären, hätte ich ja noch ein gewisses Verständnis gehabt", sagt der Torwart, "aber ich weiß doch auch, was andere in Mannheim verdienen". Er nimmt an, dass man das, was man bei ihm sparen wollte, bei einem ausländischen Torhüter draufsatteln möchte. "Ich habe die ganze Saison mein Bestes gegeben", ist Seliger enttäuscht. Immer wieder habe man ihn gefragt, was denn "die paar Tausend Euro bei mir ausmachen. Ich hab dann immer zurückgefragt, was machen denn die paar Tausend Euro bei Euch aus?" Derzeit sei er ein wenig im Stress, sagt der deutsche Klassekeeper: "Ich muss ja schließlich einen Umzug vorbereiten." Wohin letztendlich, das weiß er noch nicht, er hat noch keinen neuen Job. Irgendwie, da hatte er ja doch gehofft, für die Adler den Kasten weiterhin sauber halten zu können. Aber sich über den Tisch ziehen lassen, "das wollte ich einfach nicht, ich wollte nicht mehr, ich wollte nur das, was ich hatte." (Angelika von Bülow)