Abschlussschwäche beendet den Aufschwung – zwei Ehrhoff-ToreHannover - Krefeld 1:3

Wieder abgestürzt: die Hannover Scorpions. (Foto: Roland Schicho - www.stock4press.de)Wieder abgestürzt: die Hannover Scorpions. (Foto: Roland Schicho - www.stock4press.de)
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Die Fans der Hannover Scorpions mussten sich verwundert die Augen reiben. War das wirklich ihr Team, das sich auf dem Eis verzweifelt bemühte, in das Angriffsdrittel der Krefelder Gäste zu kommen. Die Defensive der Pinguine stand im ersten Drittel felsenfest, ließ kaum was zu und konnte trotzdem noch mehrfach in Ruhe aufbauen, um die technisch starken Stürmer in Szene zu setzen. Mann des Tages war bis dato NHL-Gast Christian Ehrhoff, der nicht nur reichlich normale Eiszeit erhielt, sondern auch in den Special Teams zum Einsatz kam. Trotzdem war das 0:1 der Krefelder glücklich. Mark Voakes (11.)  fuhr mehr einen Entlastungsangriff und ausgerechnet sein Schlenzschuss fand über die linke Schulter des bis dahin besten Hannoveraners Dmitri Pätzold den Weg in das Gehäuse. Das 0:1 war somit glücklich, letztendlich aber verdient, denn wenn wirklich ein Tor drohte, dann fand die gefährliche Sequenz vor dem Kasten von Pätzold statt. Alleine Pavlikovsky und Pietta hatten die Führung auf der Schaufel, aber irgendwie schaffte es Pätzold immer wieder, seine Schiener zwischen Torlinie und Puck zu schaffen. Auf der anderen Seite glänzten die Scorpions durch Ungefährlichkeit, aber vielleicht war es auch diese Wirkung, die die Pinguine (fast) einschliefen ließ. Alex Janzen (3.), Morten Green (16.) und Scott King (18.) bekamen die Möglichkeit zur Führung bzw. Ausgleich, aber KEV-Zerberus, Scott Langkow, zeigte eine starke Leistung, behielt die Nerven und verhinderte das Gegentor.

Mit Beginn des zweiten Drittels schien sich das Blatt zu wenden. Die Scorpions griffen an, schossen aus allen Lagen, aber entweder zu unplatziert oder Langkow stand im Weg. Typisch dann das 0:2, als den Scorpions, die wenige Minuten vorher sich verzweifelt um ein Powerplay in Überzahl bemüht hatten, von den Gästen gezeigt wurde, wie es gemacht wird. 22 Sekunden saß Daschner auf der Bank, dann bekam Blank den Puck, spielte die Scheibe scharf nach links zu Christian Ehrhoff (32.)  und der überwand Pätzold mit einem Schuss in das kurze Eck. Mit dem Tor schien schon eine Vorentscheidung gefallen zu sein, denn die Scorpions wiesen eine eklatante  überraschender technischer Schwächen das stellenweise leere Tor.

Auch im dritten Drittel das immer wieder gleiche Spiel. Während die Scorpions drückten, zeigten sich die Krefelder als Spielverderber. Technisch ohnehin besser, standen sie tief, spielten Konter nur bei Erfolgsaussicht und wenn wirklich mal ein Puck durch kam, dann zeigte sich Scott Langkow wie eh und je als fangsicher. Erst in den letzten Minuten wurde es richtig spannend. Eric Regan (53.) versuchte einen Schuss, Krefelds Robar fälschte die Scheibe unglücklich ab und es stand 1:2. Jetzt wankten die Niederrheiner und da Scorpions-Coach Pavlov von den Sturmleistungen seiner Truppe scheinbar nicht überzeugt war, nahm er volle 220 Sekunden vor Ende Pätzold aus dem Kasten um den Ausgleich  zu erzwingen. Der Versuch ging jedoch nach hinten los, als NHL-Gaststar Christian Ehrhoff, der Mann des Tages, in der linken Krefelder Abwehrecke den Puck erhielt und ihn über die gesamte Eisfläche ins verwaiste Scorpions-Gehäuse lupfte.

Das 1:3 für die Krefelder war letztendlich verdient, wäre jedoch bei einer halbwegs normalen Chancenausnutzung der Hausherren vermeidbar gewesen.


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