Abschluss-Schwäche kostet nicht nur Nerven

Das Vorbereitungsprogramm des ERC IngolstadtDas Vorbereitungsprogramm des ERC Ingolstadt
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Vor allem nach dem überzeugenden 3:0 in Nürnberg wollte der ERC Ingolstadt im Spiel zuhause gegen einen direkten Konkurrenten um die direkte Qualifikation für die Play Offs den Sack zu machen. Vor 4506 Zuschauern bot man zwar besonders im ersten Drittel überzeugendes Eishockey, aus dem Plus an Chancen sprang zunächst aber nur der Führungstreffer durch Tyler Bouck (8.min) heraus. Hannover konnte nur sporadisch für Entlastung sorgen, der Schuss von Dzieduszycki z.B. kein Problem für Dimitri Pätzold.

Dementsprechend deutlich dürfte die Ansprache von Hans Zach in der Drittelpause gewesen sein, seine Scorpions nahmen den Kampf an und wurden belohnt. Tore Vikingstad scheiterte zunächst aussichtsreich, kurz darauf wurde er blendend von Dolak bedient und konnte ausgleichen.

Vorentscheidend für den gesamten Spielverlauf waren etliche vergebene Chancen der Ingolstädter, besonders in Überzahl. Selbst 27 Sekunden mit zwei Mann mehr wirkten alles andere als gefährlich, die Versuche in Aufstellung zu kommen und Travis Scott zu fordern dauerten viel zu lange und fehlende Bewegung oder den störenden Mann vorm Torwart suchte man vergeblich. Die Gäste nutzten das eiskalt aus, Thomas Dolak erzielte die Führung für die Scorpions, nachdem sich die Verteidigung der Panther etwas zu lässig präsentierte. Vikingstad vergab noch zwei weitere hochkarätige Möglichkeiten vor der zweiten Pause.

Im letzten Drittel versuchte Ingolstadt alles, 20 zu 3 Torschüsse sprechen eine deutliche Sprache. Doch weder Carl Corazzini (42.), Rick Girard (47.) noch Thomas Greilinger mit einem Pfostentreffer (50.) konnten den Ausgleich erzielen. Greg Thomson nutzte alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel, weder eine Auszeit noch der sechste Feldspieler erlöste fast alle Anwesenden im Stadion. Der Treffer von Herperger 32 Sekunden vor Ende ins leere Tor besiegelte die Extrarunde für den ERC. Bereits kommenden Mittwoch geht es gegen die Kölner Haie im Modus Best of Three um den Einzug in die Runde der letzten Acht. Sehr wahrscheinlich fehlen wird dabei Bruno St. Jacques, der nach selbst gefahrenem Check gegen die Bande knallte und mit einer Nackenverletzung ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Nach dem Spiel wurde Ingolstadts langjähriger Kapitän Glen Goodall geehrt, nach dieser Saison hängt er seine Schlittschuhe an den berühmten Nagel. Als besondere Ehre hängt nun auch sein Trikot mit der Nummer 96 neben denen von Waite und Ast unter dem Dach der Arena in Ingolstadt. ( DM )



Tore:

1 : 0 Tyler Bouck (7:34)

1 : 1 Tore Vikingstad (21:27)

1 : 2 Thomas Dolak (33:30)

1 : 3 Chris Herperger (59:28)



Zuschauer: 4506


Strafen: IN 6 min - HAN 16min + 10 min Herperger


Schiedsrichter: Hascher/ Schimm

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