7:2! München lässt Wolfsburg keine ChancePavel Gross: „Zu viele individuelle Fehler“

Lesedauer: ca. 4 Minuten

Die Stimmung war orange. Volle Hütte in der Wolfsburger Eisarena mit genau 4503 Fans und davon, sozusagen als kleines Farbtupferl die Blau-Weißen aus München, etwa 300 an der Zahl. Beide Fanlager frohgemut. Die einen wollten den Serienausgleich, glaubten nach dem 2:1 am Donnerstag an ihre Chance, für die herangereisten Anhänger vom Meister war die Niederlage nur eine Panne, die man schnell wieder reparieren kann. Dementsprechend lautstark ging es vor der Partie her. In der Dezibelschlacht waren die Hausherren natürlich stimmgewaltiger und im ersten Drittel blieb diese Überlegenheit auch bestehen.

Da stand es nach zwanzig Minuten 2:2 und keiner konnte voraussehen, dass es am Ende noch eine ziemlich heftige Niederlage der Wolfsburger geben würde. Lediglich eine Tatsache fiel auf: Der Fachbesucher fragte sich, ob die Grizzlys das wahnsinnig hohe Tempo, das sie im ersten Drittel anschlugen, durchhalten würden.  Als kleines Schmankerl für ihre Fans checkten die Wolfsburger in den ersten Minuten auch alles, was ihnen in den Weg kam. Am spektakulärsten dabei Likens, der seinen Gegner Jaffray fast über die Bande wuppte. Mit diesem Schwung, mit dem sie scheinbar nicht gerechnet hatten, mussten die Gäste erst einmal zurechtkommen. Schon früh wurde Münchens Keeper aus den Birken zweimal geprüft, blieb allerdings in beiden Situationen Sieger. Auf der anderen Seite prüfte Kastner Brückmann, der mit einem Topsave das 0:1 verhindern konnte. Die Führung lag in der Luft, es war nur fraglich, für welches Team und das hieß schließlich Wolfsburg. München verbüßte eine Bankstrafe, als Jeremy Dehner mit einem Schussversuch von der blauen Linie erfolgreich war. Die Antwort der Bayern kam zwei Minuten später und darüber mussten sich die Wolfsburger wirklich ärgern. Alle Mann wollten ins gegnerische Drittel, der Puck blieb jedoch an Jaffray hängen, dieser startete durch, passte zum freistehenden Wolf und der überwand Brückmann. Doch so leicht ließen sich die Wolfsburger, noch war die Kraft vorhanden, nicht ins Bockshorn jagen. Bereits sechzig Sekunden nach dem 1:1 ging man wieder in Führung. Eine klasse Dreier-Kombination mit Likens und Bina fand mit Aubin den Verwerter. Das Stadion tobte, die 100db wurden locker überschritten.  Bina hätte kurz darauf noch erhöhen können, aber stattdessen fiel wiederum der Ausgleich. Diesmal ließ die Wolfsburger Verteidigung Kastner völlig frei agieren. Dieser prüfte er Brückmann, nahm den Abpraller auf und umspielte den jetzt machtlosen Keeper. Der Ausgleich war zu diesem Zeitpunkt glücklich für die Münchner, aber sie deuteten bereits jetzt an, dass sie mit ihrer starken Technik und ihrer Übersicht schwer zu schlagen sein würden.

Die Wolfsburger hatten zweifellos am Donnerstag physisch über ihren Kräften gelebt und dazu der starke Druck am heutigen Samstag im ersten Drittel, das musste auf die Substanz gehen. Und es kam noch etwas dazu, was man schwer im Vorfeld berechnen kann. Der Faktor Glück oder Pech. Zweifellos hatten die Münchner jetzt das Glück des Tüchtigen, denn bereits in der 22. Minute versuchte Abeltshauser einen Schlagschuss fast von der blauen Linie und Brückmann hatte das Nachsehen. Mit dieser Führung wurden die Bayern immer sicherer und wieder schlug das Glück zu. Von fast der gleichen Position wie beim dritten Tor versuchte sich sechs Minuten später Michael Wolf und es stand 4:2 und es kam noch schlimmer für die Hausherren, die schwer geschockt waren. Nur 31 Sekunden später erhöhte Frank Mauer auf 5:2, als er von Matsumoto bedient wurde, direkt abnahm und das kleine Loch im kurzen Eck fand, dass Brückmann offen gelassen hatte. Mit diesem Tor war eine deutliche Vorentscheidung gefallen, denn ab jetzt begannen die Weiß-Blauen das Spiel zu verwalten. Zwar versuchten die Wolfsburger mit der letzten vorhandenen Kraft Druck aufzubauen aber dafür war das Aufbauspiel viel zu unpräzise. Die Fans, die in dieser Phase genau spürten, dass ihr Team sie braucht, versuchten mit Gesängen die Mannschaft aufzubauen, aber es half nichts.

In der Drittelpause war die allgemeine Meinung: Entweder fällt schnell das 3:5 oder das Spiel ist verloren. Tatsächlich versuchten die Wolfsburger, die alles in die Waagschale warfen, was sie physisch aufbringen konnten, noch einmal alles aber gegen diese starken Münchener war heute kein Durchkommen.  Am Ende standen sogar noch zwei weitere Gegentore durch Jonathan Matsumoto und Brooks Macek und hätte Brückmann gegen Boyle nicht noch einen Topsave angebracht, die Niederlage wäre noch höher ausgefallen.

Am Ende stand ein hochverdienter Erfolg der Red Bulls, die allerdings auch in den entscheidenden Situationen eine Menge Glück hatten. Wolfsburg braucht jetzt ein Wunder, aber der Mannschaft ist, wenn die Konzentration wieder zurückkommt, ein solches in der bayrischen Landeshauptstadt am Ostermontag zuzutrauen.

Red-Bull-Trainer Don Jackson: „Wolfsburg ist stark in das Spiel gestartet. Da mussten wir aufpassen. Trotzdem gab es zwei Gegentore. Zum Glück hatten wir die passende Antwort jeweils parat. In Drittel zwei und drei waren wir besser und haben verdient gewonnen.“

Wolfsburga Coach Pavel Gross: „Wir haben das Spiel durch viele individuelle Fehler verloren. Daran müssen wir arbeiten. An fehlender Kraft lag es meiner Meinung nach nicht. Jetzt müssen wir am Dienstag gewinnen  und ich hoffe natürlich, dass es klappt.“

Tore: 1:0 (7:25) Jeremy Dehner (Fauser/5-4), 1:1 (9:42) Michael Wolf (Jaffray, Boyle/4-5), 2:1 (10:33) Brent Aubin (Bina, Likens/5-4), 2:2 (15:34) Maximilian Kastner (Kahun, Boyle), 2:3 (21:24) Konrad Abeltshauser (Aucoin, Pinizotto), 2:4 (27:22) Michael Wolf (Matsumoto, Seidenberg/5-4), 2:5 (27:53) Frank Mauer (Matsumoto, Seidenberg/5-4), 2:6 (45:44) Jonathan Matsumoto (Wolf, Seidenberg/5-4), 2:7 (56:32) Brooks Macek (Aucoin, Matsumoto). Strafen: Wolfsburg 16, München 12. Zuschauer: 4503.

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