71 wilde Sekunden in der HauptstadtDEL kompakt

Endstation Goalie: Die Iserlohn Roosters mussten sich auswärts den Thomas Sabo Ice Tigers geschlagen geben. (Foto: Philippe Lotz)Endstation Goalie: Die Iserlohn Roosters mussten sich auswärts den Thomas Sabo Ice Tigers geschlagen geben. (Foto: Philippe Lotz)
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Thomas Sabo Ice Tigers – Iserlohn Roosters 3:2 (2:1, 1:0, 0:1)

Die erste Chance ging auf das Konto der Roosters, doch dann legten die Ice Tigers zu und konnten früh in Führung gehen. Es entwickelte sich ein munteres  und ausgeglichenes Spiel, indem die Hausherren bei einem Überzahlspiel die Führung ausbauen konnten. Doch eine Minute und eine Sekunde später schafften die Gäste ihren ersten Treffer. Dicken Anteil hatte hier Nürnbergs Philippe Dupuis, dem die Scheibe vor dem eigenen Tor genau auf die Schaufel von Louie Caporusso rutschte. Iserlohn spielte auch im Mitteldrittel mit, doch man zog die beiden Strafen die man sich einfing, viel zu dicht beieinander und so hatten die Franken 71 Sekunden doppelte Überzahl. Ganze 20 brauchten sie davon, um die Führung weiter auszubauen. Unter dem Strich war aber das die entscheidende Phase im Mittelabschnitt, denn ansonsten war man sich ebenbürtig. Im Schlussabschnitt kamen die Roosters noch mal um ein Tor heran, doch da sich die Nürnberger nicht hintern rein stellten, sondern selbst auf das vierte Tor gingen, war es eine spannende Angelegenheit bis in die letzte Minute. Am Ende ging den Sauerländern aber die Zeit aus und der Sieg an die Ice Tigers.

Tore: 1:0 (5:09) Brandon Segal (Philippe Dupuis, Dane Fox), 2:0 (16:21/PP) Leo Pföderl (Patrick Reimer, Yasin Ehliz), 2:1 (17:22) Louie Caporusso (Jason jaspers, Chad Costello), 3:1 (28:46/PP2) Patrick Reimer (Leo, Pföderl, John Mitchell), 3:2 (50:53) Christopher Fischer (Chad Costello, Jason Jaspers). Zuschauer: 5162.

Red Bull München – Adler Mannheim 4:1 (2:1, 0:0, 2:0)

Die erste Überraschung gab es im Münchner Line-up, denn im Tor fand man überraschend Kevin Reich. Beide Teams hatten einen Blitzstart. Zunächst sorgte Mannheims Shooting-Star Phil Hungerecker für die Führung, doch diese hielt nur etwas länger als eine Minute. Bei angezeigter Strafe drehten die Oberbayern die Partie dann vollends. Dabei waren noch keine acht Minuten gespielt. Die Führung des Meisters war jedoch mehr als verdient, denn beim Blick in die Statistik des ersten Drittels fand man 24:12 Schüsse aufs Tor. Ohne Tore endete der Mittelabschnitt. In diesem waren die Mannheimer mehr im Spiel, insgesamt aber immer noch nicht gefährlich genug. Doch auch bei den Münchnern schlich sich hin und wieder der Schlendrian ein. Im Schlussdrittel zeigten sich die Red Bulls effektiv und Münchens Bester, Mads Christensen, machte nach seinen beiden Assists nun auch sein Tor. Damit war das Spiel durch, denn Mannheim ließ auch beste Chancen liegen. In der letzten Minute gab es noch den Empty-Net-Treffer und damit drei Punkte für München.

Tore: 0:1 (1:23) Phil Hungerecker (Macel Goc, Chad Kolarik), 1:1 (2:56) Yannik Seidenberg (Mads Christensen), 2:1 (7:21/EA) Brook Macek (Keith Aucoin, Mads Christensen), 3:1 (50:33) Mads Christensen (Frank Mauer), 4:1 (58:59/SHEN) Brooks Macek (Derek Joslin). Zuschauer: 9650.

Kölner Haie – Düsseldorfer EG 0:1 (0:0, 0:1, 0:0)

Im rheinischen Derby gab es im ersten Drittel keine Tore, dabei hatten beide Mannschaften je eine Großchance, doch beide wurden durch die Goalies vereitelt. Köln fehlte auch im zweiten Abschnitt der finale Zug zum Tor. Entscheidend für die Düsseldorfer Führung war eine 2+10-Minuten-Strafe gegen Kölns Shawn Lalonde. Die brachte der DEG ihre einzige Überzahl, doch das und eine Einzelleistung von Jeremy Welsh reichte den Düsseldorfern. Köln konnte im Schlussdrittel auch mit Neuzugang Bill Thomas die Niederlage nicht mehr abwenden. Entscheidender Mann war jedoch Düsseldorfs Goalie Dan Bakala, der nicht nur alles, sondern auch Unmögliches hielt. Am Ende der Partie blieb es beim knappen Düsseldorfer Sieg.

Tor: 0:1 (35:10/PP) Jeremy Welsh. Zuschauer: 15.529.

Eisbären Berlin – Schwenninger Wild Wings 5:0 (1:0, 4:0, 0:0)

Zu Beginn des Spiels hatten die Gäste mehr Anteile, doch immer wieder war Peti Vehanen im Weg. Berlin arbeitete sich in die Partie und gerade als die ersten Unterzahl überstanden war, konnten die Berliner in Führung gehen. Über das zweite Drittel wird man noch länger sprechen. Zunächst neutralisierten sich beide Teams über weite Strecken, doch plötzlich brachen alle Dämme. Binnen 71 Sekunden machten die Hausherren drei Treffer, inklusive eines Penaltys. Selbst das war nicht genug und in der letzte Minute des Drittels legten sich noch einen drauf. Da war für jeden war dabei. Abgefälscht, Schlagschuss, Penalty, Rebound – alles klappte in dieser Phase. Im Schlussdrittel gingen die Berliner nicht mehr aufs Ganze, doch das reichte immer noch, um die Wild Wings vom eigenen Tor fern zu halten. Das große Aufbäumen der Schwäne blieb aus, somit waren weitere Großchancen Mangelware. Am klaren Eisbären-Sieg änderte sich also nichts mehr.

Tore: 1:0 (12:19) Marcel Noebels (Blake Parlett, Louis-Marc Aubry), 2:0 (34:04) Micki DuPont (Sean Bakman, James Sheppard), 3:0 (34:21) Martin Buchwieser (Kai Wissmann, André Rankel), 4:0 (35:15/PS) Daniel Fischbuch, 5:0 (39:09) Louis-Marc Aubry (Marcel Noebels, Frank Hördler). Zuschauer: 9792.


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