6:0! EHC Red Bull München lässt Augsburg keine ChanceShutout, drei Vorlagen und drei Punkte

Trevor Parkes, Jason Jaffray und Konrad Abeltshauser feiern das Tor zum 4:0 (Foto: GEPA pictures/EHC Red Bull München/Matthias Balk)Trevor Parkes, Jason Jaffray und Konrad Abeltshauser feiern das Tor zum 4:0 (Foto: GEPA pictures/EHC Red Bull München/Matthias Balk)
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Die Gäste mussten sich ihrerseits im vergangenen Derby dem ERC Ingolstadt geschlagen geben.  Obwohl die Red Bulls München immer noch auf zahlreiche Leistungsträger verzichten mussten, konnte die Mannschaft von Don Jackson sich im Derby gegen die Straubing Tigers wieder etwas fangen und die vorherigen drei Spiele ohne Sieg ein wenig vergessen machen.

Dies schien München den nötigen Auftrieb gegeben zu haben, nachdem Don Jackson im Anschluss an das Topspiel gegen Mannheim noch von „mentalen Fehlern“ gesprochen hatte. Von all dem war gegen die Augsburger Panther nichts mehr zu sehen. Wie aufgedreht und befreit spielte München gegen den Lokalrivalen. Die Gäste schienen mit der Spielweise der Gastgeber nicht wirklich klar zu kommen. Viele Scheibenverluste und sich daraus ergebende zahlreiche Alleingänge der Münchner waren die Folge.

Im ersten Drittel konnte Markus Keller seine Vorderleute mit nur einem Gegentor im Spiel halten. Dann kam der große Auftritt der Münchner Offensive, die unaufhaltsam auf das Tor von Markus Keller lief und ein ums andere Mal jubeln durfte. Hier tat sich besonders Verteidiger Bobby Sanguinetti hervor, der gleich mit drei Vorlagen glänzen konnte. Der 31-jährige Kanadier wechselte zu Beginn der Saison aus der American Hockey League in die bayerische Landeshauptstadt und konnte in seinen bisherigen 26 DEL-Spielen (heutiges Spiel eingerechnet) und in vier CHL-Partien mit insgesamt 14 Punkten (3 Tore, 11 Vorlagen) aufwarten. Dies ist für einen Verteidiger eine mehr als solide Quote.

Auch Don Jackson schätzt seine Leistung sehr: „Er bringt sowohl seine Offensiv- als auch seine Defensivqualitäten ein, aber dennoch ist er ein Verteidiger.“

Einen ebenso maßgeblichen Anteil an dem Sieg hatte aber Münchens Torhüter Daniel Fießinger, der in seinem siebten Einsatz für die Red Bulls seinen ersten Shutout feiern durfte. Der 23-Jährige ist spätestens jetzt sowohl im Team von Don Jackson als auch in der DEL angekommen. Sowohl Jackson selbst als auch seine Mitspieler finden lobende Worte für den jungen Marktoberdorfer. „Daniel Fießinger war heute die Antwort.  Er entwickelt sich von Spiel zu Spiel“, so Don Jackson.

Gerade nach dem zweiten Drittel ergaben sich die Gäste dem Spielverlauf, der jetzt mit 6:0 für die Red Bulls zu Buche schlug. Die zahlreich mitgereisten Augsburger Fans feierten trotz des Spielstandes ihre eigene Party in der Fankurve. Bei München herrsche eine Spielfreude und eine technische Versiertheit, die die Red Bulls zuletzt zumindest ein bisschen vermissen ließen.

Am Freitag ließen sie den Gästen jedoch keine Chance und holten binnen drei Tage den zweiten Derbysieg.

Entsprechend zufrieden zeigte sich auch Chefcoach Don Jackson: „Wir haben gegen eine heiße Mannschaft gewonnen. Der Sieg am Dienstag hat uns viel Selbstvertrauen gegeben. Der Sieg kam zum richtigen Zeitpunkt. Daniel Fießinger hat sehr stark gehalten.“

Sein Gegenüber Tray Tuomie war sichtlich unzufrieden: „Wir sind ganz gut ins Spiel gekommen. München hat uns unter Druck gesetzt. Wir hatten viele Scheibenverluste. München hat seine Torchancen genutzt und verdient gewonnen.“