2:3 - Ice Tigers müssen sich Straubing geschlagen geben

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Was Kellerkind Duisburg vor zwei Wochen fast schon gelungen wäre, holten die Straubing Tigers am Sonntagabend in Nürnberg nach. Ohne Fical, Nasreddine und Greg Leeb zogen die Ice Tigers gegen Straubing mit 2:3 den Kürzeren und stehen nach der Freitagsniederlage in Augsburg an diesem Wochenende gänzlich ohne Punkte da, obwohl vor den beiden bayerischen Duellen eigentlich mit sechs Punkten geliebäugelt wurde.

War am Freitag noch vor allem die mangelnde Chancenverwertung der Schlüssel der Erfolglosigkeit, konnte man den Ice Tigers gegen Straubing zumindest in der Anfangsphase fehlenden Biss und übertriebene Zurückhaltung attestieren, während die Gäste gerade durch ihre Lauffreudigkeit und Kampfkraft zu überzeugen wussten. "In Augsburg haben wir wirklich gut gespielt und die Jungs haben brutal gekämpft. Ich glaube, wenn wir da gewonnen hätten, hätten wir uns heute auch viel leichter getan", so Co-Trainer Martin Jiranek nach der Partie.

Es dauerte bis weit über die Hälfte des ersten Drittels ehe die Ice Tigers überhaupt den ersten Schuss auf Straubings Keeper Bales abfeuerten. Die erste größere Gelegenheit hatte Brian Swanson, als er in Überzahl völlig frei vor Bales auftauchte, aber scheiterte (22.). Eine Szene die Trainer Andreas Brockmann hinterher als "Schlüssel zum Spiel" bezeichnete. Denn nur kurz darauf handelte sich Robert Francz eine große Strafe wegen hohen Stocks ein.

Die folgende fünfminütige Überzahl nutzten die Gäste geschickt: Whitecotton und Klemm trafen innerhalb von 38 Sekunden zur 2:0-Führung. Dem hatten die Ice Tigers nicht wirklich viel entgegenzusetzen, auch wenn das Bemühen der Spieler sich nun sichtbar steigerte.

Der dritte Straubinger Treffer war dann eine Art Vorentscheidung. Dusan Frosch lief direkt von der Strafbank kommend alleine auf Cassivi und behielt die Nerven. "Das Tor darf so nicht passieren", ließ Brockmann wissen.

"Wir haben mit unseren paar Leuten alles gegeben und alles probiert, aber es hat leider nicht gereicht", so Brockmann weiter. Zwar konnte Savage noch im zweiten Drittel verkürzen, aber das 2:3 fiel erst 13 Sekunden vor Spielende, wobei Brockmann seinen Keeper erst erstaunlich spät vom Eis nahm.

Straubing verteidigte mit Maus und Mann den Vorsprung und konnte letztendlich verdient den ersten Auswärtssieg der laufenden Saison feiern. Zudem war es überhaupt der erste Erfolg in Nürnberg seit Straubings Aufstieg in die DEL.

Bob Manno war ob dieser Tatsache "really happy": "Nach dem Arschtritt am letzten Wochenende hat die Mannschaft mit den Siegen gegen Köln und heute in Nürnberg die richtige Antwort gegeben. Jeder hat seine Aufgabe erfüllt, das Powerplay war gut und das Penalty-killing exzellent", analysierte der Italo-Kanadier.

"Wir haben nicht ins Spiel gefunden und mit Glück und einem starken Keeper das 0:0 in die erste Pause gerettet. Der Knackpunkt war dann Swansons vergebene Chance und kurz darauf die Strafe gegen Francz", so der sichtlich geknickte Brockmann.

Dass sich auch noch Martin Ancicka früh mir einer Muskelverletzung abmeldete und Robert Francz gesperrt ist, macht die Aufgabe für das Trainer-Duo nicht leichter. Zumal sich die Ausfälle von Greg Leeb und Fical nicht nur offensiv, sondern auch vor allem im Unterzahlspiel deutlich bemerkbar machten.

"Es läuft derzeit nicht rund. Was wir brauchen, um da wieder raus zu kommen, sind Siege", so Jiraneks Fazit.

Tore:
0:1 (25.14) Whitecotton (Elfring, Frosch) 5:4
0:2 (25.52) Klemm (Frosch, Whitecotton) 5:4
0:3 (29.12) Frosch (Bassen, Canzanello)
1:3 (36.59) Savage (Cespiva, Swanson)
2:3 (59.47) Carter (King, Savage) 6:5

Strafen: Nürnberg 6 min. + 5 + Spieldauer Francz - Straubing 14 min + 10 Canzanello
Zuschauer: 3217
Schiedsrichter: Piechaczek

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