16:14! Schützenfest beim DEL-Allstar-Game

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Die meisten Feldspieler freuen sich, wenn sie für das DEL-Allstar-Game nominiert werden. Die meisten Trainer wohl auch. Aber Torhüter? Keine Defensivarbeit. Kein Körperspiel. Um den Fans etwas zu bieten – und um Verletzungen zu vermeiden. Oft genug mussten Goalie bei den alljährlichen Spielen aller möglichen Eishockeyligen schon hinter sich greifen, aber 30 Tore finden ganz vorne Einzug in die Statistik. Mit 16:14 (5:5, 6:2, 5:7) gewann das Team Nordamerika gegen das Team Europa am Samstag vor 3400 Zuschauern in Dresden. Dabei stellten die von den Fans gewählten Cracks einen neuen Rekord in der zehnten Auflage des DEL-Allstar-Games auf.

„Die Spieler kommen gerne zum Allstar-Game. Und das ist auch eine große Auszeichnung für uns als Liga“, sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke. Ohne jede Strafzeit kam Schiedsrichter Frank Awizus aus, der nach langer Verletzungspause sein Comeback gab. Zum zweiten Mal standen sich die Europäer und Nordamerikaner der Liga gegenüber – vorher trafen die DEL-Allstars auf die deutsche Nationalmannschaft, was eher selten den Charakter eines klassischen Allstar-Games hatte, da die DEB-Auswahl die Partie als ein Testspiel für die jeweils kurze Zeit später folgenden Weltmeisterschaften ansah.

Spektakulär wurde es bereits Skills Competitions, also bei den verschiedenen Wettbewerben vor dem Spiel. Denn Ahren Spylo versuchte sich als „menschliche Bowling-Kugel“. Gerade wollte er im Geschwindigkeits-Wettbewerb einen den ersten Platz angehen, als er in der Kurve das Gleichgewicht verlor und in die wartenden nordamerikanischen Spieler einschlug. Verletzt hat er allerdings nur sich. Einen Cut über dem Auge zog sich der Nürnberger zu.

Während der 60 Minuten kombinierten sich die DEL-Spieler sehr zum Gefallen des Publikums zu ihren 30 Toren. Und nach der Partie vergnügten sich die Cracks schließlich noch auf der Players-Party. Trainer der beiden Teams waren Karel Lang vom EV Duisburg für das Team Europa, der als Erster überhaupt sowohl als Spieler als auch als Trainer nominiert worden war, und Peter John Lee. Der Manager des Eisbären Berlin spang für Rick Adduono (Iserlohn Roosters) ein, der aus familiären Gründen absagen musste. Vom Gastgeber, dem Oberligisten Dresdner Eislöwen, waren Petr Sikora und Kevin Gardner sowie Goalie Michal Marek dabei, der eine gute Leistung ablieferte.

DEL-Allstars Europa – DEL-Allstars Nordamerika 14:16 (5:5, 2:6, 7:5).

1:0 (0:44) Herberts Vasiljevs (Ivan Ciernik, Jan Alinc)

2:0 (1:59) Sven Felski (Eduard Lewandowski, Michael Wolf)

2:1 (4:23) Peter Sarno (Francois Fortier)

3:1 (5:17) Ivan Ciernik (Herberts Vasiljevs)

3:2 (6:15) Harlan Pratt (Nathan Robinson, Brad Leeb)

3:3 (7:27) Ryan Ramsay (Adam Courchaine, Kevin Gardner)

3:4 (9:27) Brad Leeb (Nathan Robinson)

3:5 (10:11) Jason Ulmer (Eric Chouinard, Travis Brigley)

4:5 (10:45) Eduard Lewandowski (Lasse Kopitz)

5:5 (15:45) Michael Wolf

5:6 (20:40) Peter Ratchuk (Francois Methot)

5:7 (21:48) Richie Regehr

5:8 (23:00) Deron Quint (Eric Chouinard)

6:8 (25:58) Herberts Vasiljevs (Ivan Ciernik, Jan Alinc)

7:8 (32:53) Petr Sikora (Petr Fical, Christoph Ullmann)

7:9 (36:58) Richie Regehr (Eric Chouinard, Jason Ulmer)

7:10 (38:46) Francois Methot (Scott King)

7:11 (39:41) Nathan Robinson (Vince Bellissimo)

8:11 (40:49) Jan Alinc (Ivan Ciernik)

8:12 (41:46) Vince Bellissimo (Brad Leeb)

8:13 (43:37) Ryan Ramsay (Adam Courchaine)

8:14 (43:56) Harlan Pratt (Francois Fortier, Adam Courchaine)

8:15 (45:57) Brad Leeb (Nathan Robinson)

9:15 (46:21) Herberts Vasiljevs (Jan Alinc)

10:15 (47:14) Michael Bakos (Robert Hock, Michael Wolf)

10:16 (50:24) Vince Bellissimo (Nathan Robinson, Harlan Pratt)

11:16 (51:24) Jan Alinc (Ivan Ciernik)

12:16 (51:50) Ivan Ciernik (Jan Alinc)

13:16 (52:37) Eduard Lewandowski (Robert Hock)

14:16 (56:28) Christoph Ullmann (Petr Fical)

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