1:0 n.V. - Letzter schlägt ErstenNürnberg besiegt Mannheim

Jame Pollock bejubelt sein Tor in der Verlängerung - www.bayernpress.deJame Pollock bejubelt sein Tor in der Verlängerung - www.bayernpress.de
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Von Beginn an entwickelte sich ein temporeiches, intensives und ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Beide Torhüter - Patrick Ehelechner und Felix Brückmann - waren exzellent und erneut fast 5.000 Zuschauer erlebten einen tollen Eishockey-Abend. Aus Nürnberger Sicht mit Happy-End.

"Das 0:0 haben sich die beiden Keeper verdient, denn beide Mannschaften hatten genug Chancen das Spiel zu entscheiden", analysierte Peter Draisaitl nach dem Spiel.

Sein Mannheimer Kontrahent Harold Kreis sah das ähnlich: "Das 0:0 nach 60 Minuten geht absolut in Ordnung. Wir waren auf ein defensives Spiel eingestellt, nachdem wir zuletzt zu viele Gegentore kassierten. Aber das war nicht nachteilig für die Spannung des Spiels."

Den entscheidenden Treffer setzte dann mit Jame Pollock ausgerechnet ein Spieler, der in der Vorsaison noch für die Adler spielte. "Beide Mannschaften haben sich nichts geschenkt. Es war ein schöner Abend mit dem glücklichen Ende für uns. In der Verlängerung haben wir ein Play, einen Pass und den Schuss gefunden", so Draisaitl weiter.

Harold Kreis fand trotz des unterhaltsamen Spiels ein kleines Haar in der Suppe: "Ich will mich nicht wie eine kaputte Schallplatte anhören, aber die Schiedsrichterleistung hat sich leider nicht dem Niveau des Spiels angepasst. Es geht mir weniger um die Strafen, die gepfiffen wurden, als um das was alles nicht gepfiffen wurde. Die Zuschauer und die Mannschaften haben eine bessere Leistung verdient", kritisierte der erfahrene Coach das Duo Schimm und Lenhart.

Nach dem dritten Heimsieg in Folge kann Peter Draisaitl durchaus zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft sein. "Wir machen in der Vorbereitung aufs Spiel, im Training und im Spiel eigentlich nichts anders als vorher, aber die Spieler sind mittlerweile andere. Sie haben mehr Selbstvertrauen und glauben an sich", so sein Urteil. In der Tat waren es in den letzten 10-15 Minuten Spielminuten vor allem die Ice Tigers, denen man anmerkte, das Spiel unbedingt gewinnen zu wollen. Vor wenigen Wochen hätte in einer solchen Spielphase noch die "Bloß keinen Fehler machen"-Mentalität überwogen.

Am Sonntag steht das letzte Spiel vor der Deutschland-Cup-Pause auf dem Programm. Ausgerechnet in Köln, wo Peter Draisaitl zusammen mit Co-Trainer Herbert Hohenberger jahrelang erfolgreich dem Puck hinterherjagte. "Wir wollen endlich die Auswärts-Null wegbekommen. Dazu müssen wir gut und clever spielen", gibt der Coach die Strategie vor. Zu seinem ersten Einsatz wird dann nach überstandener Knieverletzung wahrscheinlich Torhüter Tyler Moss kommen.

Weitere Stimmen zum Spiel:

Patrick Ehelechner (Thomas Sabo Ice Tigers):

„Der Shutout heute ist ein komisches Gefühl, da es diese Saison schon speziell ist. Man siegt auch nicht alle Tage mit 1:0 gegen Mannheim. Doch wir waren heiß und wollten das Spiel unbedingt gewinnen. Außerdem hatten wir mit den Adlern noch eine Rechnung aus den letzten Pre-Play-offs offen. So ein Spiel wie heute ist für einen Torhüter allerdings sehr anstrengend, aber wir haben beide gut gekämpft. Felix Brückmann hat ebenso sensationell gehalten, nur wir hatten das Glück auf unserer Seite. Ich bin auch sehr stolz auf alle unsere Verteidiger, natürlich auch auf die Stürmer, aber besonders für die Jungs in der Abwehr freut es mich. Sie haben den Erfolg verdient. Wir haben jetzt drei Heimsiege in Folge, doch das Optimum ist noch nicht erreicht. Wir müssen weiter kämpfen und wieso sollte zum Schluss nicht noch der zehnte oder neunte Tabellenplatz drin sein? Aber jetzt müssen wir erst einmal den ersten Auswärtssieg hinter uns bringen.“

Florian Kettemer (Adler Mannheim):

„Wir wussten, dass Nürnberg heute stark sein würde, man hat uns schon gewarnt. Die Ice Tigers hatten zwar einen schweren Start in die Saison, aber zuletzt haben sie zu Hause eine gute Leistung gezeigt. Es war ein heißes Spiel, das Nürnberg glücklich gewonnen hat. Wir schauen jetzt nach den drei Niederlagen auch nicht auf die Tabelle, sondern trainieren morgen wieder ganz normal und gehen dann das Spiel am Sonntag an. In dieser Liga kann jeder jeden schlagen, doch wir wissen, was wir können und die anderen Mannschaften wissen es auch. Das haben wir diese Saison oft genug bewiesen und daran wollen wir jetzt auch wieder anknüpfen.“

Björn Barta (Thomas Sabo Ice Tigers):

„Wir haben über 60 Minuten gutes Eishockey gespielt und wenig Fehler gemacht, so dass wir die zwei Punkte verdient haben. Wir hatten schon viele gute Spiele und haben auch dort eine gute Leistung gezeigt, nur leider ohne Erfolg. Wir brauchten Punkte und brauchen jetzt noch mehr Punkte, denn wir haben uns diese Situation selbst eingebrockt. Wenn man aber erst einmal Punkte holt, traut man sich automatisch mehr zu. Und wir werden auch in andersfarbigen Trikots weiterhin gut spielen, nicht nur in den schwarzen.“


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