0:6 gegen Berlin - Lang ist stinksauer

0:6 gegen Berlin - Lang ist stinksauer0:6 gegen Berlin - Lang ist stinksauer
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Karel Lang wird wahrlich nicht schnell sauer. Umso mehr sollten die Eishockeycracks des EV Duisburg ihre Leistung vom Sonntagnachmittag besser noch einmal analysieren. Denn der Trainer der Füchse war nicht einfach nur sauer, er war stinksauer. „Ich hätte noch viel mehr Spieler sitzen lassen könnten”, ärgerte sich Lang, der zuvor ein schlimmes 0:6 (0:3, 0:3, 0:0) im vorletzten Saisonspiel in der DEL gegen Pokalsieger Eisbären Berlin miterleben musste.

Gesessen hatte zumindest Lars-Erik Spets. Den jungen Norweger hatten die Füchse erst vor wenigen Wochen verpflichtet – im Hinblick auf die neue Saison. Anfangs schien er ein Abbild von Justin Cox zu werden, doch in den letzten Wochen zeigte die Leistungskurve von Spets deutlich nach unten.

Von Engagement war bei den Duisburger nicht mehr viel zu sehen. Da war es auch keine Entschuldigung, dass nach der Freitagsniederlage der letzte Platz auch rechnerisch nicht mehr zu vermeiden ist. „Schließlich haben wir schon gegen Straubing schlecht gespielt”, so Lang.

Recht hat er.

Am Sonntag, 14.30 Uhr, steht nun das letzte Saisonspiel gegen Wolfsburg an. Und für einige Spieler wäre es wohl besser noch einmal Gas zu geben. Ob die Leistungen der letzten Spiele Konsequenzen haben kann – auch für Spieler, die schon unter Vertrag stehen. „Darüber wird man sprechen müssen”, drohte der Trainer.

Wer nur die vierte Minuten gesehen hätte, könnte auf die Idee gekommen sein, dass Spiel sei offen. Das Spiel sei schnell. Das Spiel sei spannend. Erst ein Berliner 2:1-Angriff über Alexander Weiß und Mark Beaufait; im Gegenzug versuchten sich Lars-Erik Spets und Daniel Tkaczuk in der gleichen Übung.

Und dann? Dann schossen die Berliner ohne allzu große Anstrengung durch Steve Walker, Sven Felski und erneut Walker ein ungefährdetes 3:0 heraus. Von Duisburg gab es noch einen Unterzahlkonter von Peter Högardh in der elften Minute – das war's.

Nicht viel besser lief es in Drittel zwei. Bis zur 31. Minute erhöhten Andy Roach, Nathan Robinson und Mark Beaufait auf 6:0 und ließen es dann dabei bewenden. Dafür sollten sich die Füchse brav bedanken, „denn das hätte auch problemlos noch deutlicher werden können”, schimpfte Lang.

Tore: 0:1 (5:53) Walker (Smith, Ustorf), 0:2 (9:13) Felski (Beaufait, Rankel/5-4), 0:3 (13:24) Walker (Ustorf, Mueller), 0:4 (22:26) Roach (Walker, Robinson/5-4), 0:5 (27:26) Robinson (Quint, Walker/5-4), 0:6 (30:18) Beaufait (Mulock, Roach). Strafen: Duisburg 12, Berlin 10. Zuschauer: 1253. (the / Foto: City-Press)