WM-Splitter: Zahnärzte für Russland - disziplinierte Pressevertreter

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Einen besonderen “Willkommensgruss” hat sich die Zeitung “Sportbladet” ausgedacht. Da ist zum Beispiel an Straßenbahnhaltestellen zu lesen: “Liebes russisches Team, in unserer Stadt wohnen 802 Zahnärzte. Sie werden Ihnen gern helfen. Alles Gute und viel Glück!” Kanada kommt ähnlich “gut” weg: “Hallo Team Kanada, wählen Sie lediglich die Nummer 112! Man wird sich bestimmt um Sie kümmern!” Kaum auszudenken, wenn diese Art von Begrüßung im letzten Jahr an öffentlichen Plätzen in Deutschland gehangen hätte, vom allgemeinen Begriff des Fairplay einmal abgesehen.

Das Match Österreich gegen die Ukraine geriet zu einem Geisterspiel. Im riesigen Rund des Scandinavium verloren sich zu Anfang gerade ´mal ca. 400 Unentwegte, obwohl sich die offizielle Zuschauerzahl auf 2.304 belief. Das lauteste an der ganzen Partie war die Pfeife des Schiedsrichters und das Kratzen der Schlittschuhe.
Vier Spiele standen für den deutschen Schiedsrichter Gerhard Lichtnecker auf dem Plan. “Ich werde in den nächsten Tagen nicht mehr eingesetzt, bin aber trotzdem zufrieden”, so der oberbayerische Flussmeister. Der schnauzbärtige Lenggrieser (Jahrgang 1956) absolvierte seine erste A-WM 1992 in der damaligen CSFR, war ein Jahr darauf in Deutschland verletzt und war dann wieder 1994 in Italien an der Pfeife. Nach einer achtjährigen(!) Pause, was eine A-WM anbelangt, war er heuer in Schweden wieder im Einsatz. Seltsam, dass auch Lichtnecker kein Finale pfeifen durfte, obwohl er für das höchste IIHF-Turnier überhaupt Berücksichtigung fand. Das scheint jetzt langsam zur Tradition zu geraten, denn der Waldkraiburger Willi Schimm (einziger Vertreter des DEB bei der A-WM in St. Petersburg) pfiff in der Saison 1999/2000 Spiele der Abstiegsrunde, was bestimmt auch keine gute Vorbereitung war. Böse Zungen behaupten, dass man es den Schiedsrichtern nicht schwer genug machen kann.

Hans Zach hat nicht nur seine Akteure, sondern auch "seine" Pressevertreter im Griff. Als die Pressekonferenz nach dem Spiel USA - Deutschland beginnen sollte, war lediglich eine einzige Person im betreffenden Raum. Da wurde es Zach zu bunt, er ging höchstpersönlich in die nebenan befindliche

Mixed-zone, wo die Kollegen einige deutsche spieler nach einem Zwischenfazit befragten. Auf ein Machtwort des Alpenvulkans kamen sie dann alle im Gänsemarsch in den Konferenz-Raum.

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