WM-Splitter: Hans Zach mit Jubiläum

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Was den meisten entgangen ist: Hans Zach feiert bei dieser Weltmeisterschaft ein kleines Jubiläum: Der gebürtige Bad Tölzer steht zum zehnten Mal bei einem internationalen Turnier verantwortlich an der Bande der deutschen Nationalmannschaft. Vor dieser WM war er bei folgenden Wettbewerben dabei: verpasste Qualifikation zur A-WM in Laibach/SLO November 1998, 4. Platz bei der B-WM 1999 in Odense und Kopenhagen/DEN, erfolgreiche Vorqualifikation für Olympia in Laibach Februar 2000, erfolgreiche B-WM in Kattowitz/POL April 2000, Deutschland-Cup in Hannover November 2000, erfolgreiche endgültige Qualifikation für Olympia Februar 2001 in Oslo/NOR, A-WM in Hannover und Köln April/Mai 2001, Deutschland-Cup in Hannover November 2001 und Olympische Spiel in Salt Lake City/USA Februar 2002. Unter den wenigen Mitgliedern des internationalen Journalisten-Verbands (AIPS), die den Alpenvulkan bei allen Turnieren begleiteten, befand sich auch die Fotografin Peggy Nieleck (Duisburg), die unter anderem für hockeyweb die Cracks auf die Linse bannt. - Die Freude über den 6:4-Sieg der Slowaken gegen die Russen war bei Oldtimer Jergus Baca zwar gross, aber gleichzeitig gab der Verteidiger aus Liptovsky Mikulas seinem Frust kräftig Ausdruck. “Wir warten immer noch auf unsere letzten drei Monatsgehälter in Oberhausen”, schnaubt der Glatzkopf und ehemalige Kapitän der Revier Löwen, der stets ein Muster an Einsatzwillen war. “Ich weiß zwar nicht, ob es allen Spielern so ergeht, aber zumindest kann ich das von Peter Gulda, Josef Zajic und Martin Hohenberger bestätigen.” Baca weiter: “Wir verzichteten von Anfang an auf einen Teil unserer vertraglich festgelegten Gehälter und wurden immer wieder vertröstet. Ich sagte der Vereinsleitung Mitte der Saison, dass ich unter diesen Umständen für das Amt der Mannschaftskapitäns nicht mehr zur Verfügung stehe. Wie sollte ich Druck auf die Mitspieler ausüben, wenn sie nicht einmal bezahlt werden? Weder Herr Dittmann noch Herr Engel haben mit mir nach Ende der Saison gesprochen.”

Bundestrainer Hans Zach erinnerte vor dem Viertelfinalspiel daran, dass Deutschland gegen “zwei ganz konzentrierte Gegner” die beiden Viertelfinals von Salt Lake City sowie von Köln (WM ´01) verlor. “Allerdings sind meine Spieler in den letzten drei Jahren gewachsen”, so Zach. “Sie wollen sich mit den Großen messen, und ich bin überzeugt, dass sie der Herausforderung standhalten.” Dass die “Neuen” sofort bereit waren, zeige nur, welcher Geist in der Mannschaft herrscht. “Es ist ein Riesenhighlight für sie.” Dann erinnerte er noch einmal an die deutliche Niederlage gegen Gastgeber USA bei den Olympischen Spielen. “Nach dem 0:1 waren wir offen, dann hieß es nur noch patsch, patsch. Das darf heute Abend nicht passieren. Geduld ist ein wichtigeres Wort als früher geworden.” Zur neuen Rolle von Boris Blank als Center meinte er nur lakonisch: “Er hat nicht viel Erfahrung als Mittelstürmer, aber er genießt bei mir viel Vertrauen, und das setzt bekanntlich ungeahnte Kräfte frei.”