WM-Splitter: Der Jan klagt nie...

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Heute wurden, wohl nicht grundlos, “Spielregeln” für den Aufenthalt im Pressezentrum herausgegeben. Dort ist unter anderem zu lesen: “Das Tragen von Nationaltrikots gilt als deplatziert. Akkreditierte Journalisten werden in diesem Fall gebeten, die Jerseys auszuziehen. Streng geahndet wird übertriebenes Jubeln und ähnliches ´Fanverhalten´. Akkreditierten Journalisten ist es nicht erlaubt, Spieler um Autogramme zu bitten.” - Für das heutige Spiel gegen die Ukraine hat Bundestrainer Hans Zach den Berliner “Eisbären” Oliver Jonas aufgestellt, während Robert Müller (Krefeld) auf der Mannschaftsbank sitzt. Die zweite Änderung gegenüber dem ersten Match: Martin Reichel (Nürnberg/Frankfurt) spielt an Stelle von Marcel Goc (Mannheim) Center; Goc rückt auf den Außenposten. Dass gegen Japan nur knapp gewonnen wurde, ist für Zach unerheblich. “Die Mannschaft war selbstkritisch, was meines Erachtens gar nicht so nötig war. Im letzten Jahr in Jönköping waren es die Tschechen, die knapp gegen die Japaner gewannen, während wir sie 9:2 besiegten.” Über den Gegner: “Die Ukraine steht unter Druck. Für sie ist es die letzte Chance, daher ist es ein gefährlicher Gegner. Wir müssen über 60 Minuten so gehen wie in Berlin gegen Weißrussland oder wie gegen Japan in den ersten zehn Minuten.” Dass Kapitän Jan Benda trotz seiner Rückenprobleme nicht klagt, ist für Zach völlig normal. “Der Jan ist halt eine Ausnahmeerscheinung. Der klagt nie.”

Endlich! Am vierten Tag klappte es auf Anhieb! Der Hintergrund für diesen Freudenjauchzer: Um zur Trainingshalle zu gelangen, bedarf es eines besonderen Eingangs. Dieser befindet sich rund 20 Meter vom Einlass des Pressezentrums. Wenn man diese Trainingshalle betreten will, hat man einem der zahlreich dort befindlichen Ordner zu winken, der sich dann, manchmal schnellen Schrittes, zuweilen auch gemächlichen Ganges, Richtung besagter Pforte bewegt. Im Normalfall klappt es dann mit dem Öffnen auf Anhieb nicht. Freundlich lächelnd hat es eine junge Ordnerin bei knapp über null Grad Außentemperatur am Montag bis zu 20 Mal vergeblich versucht, um dann einem Kollegen zuzuwinken. Leider stürzte der Kollege mit dem Rad, kurz bevor er besagte Tür erreichte. Er hielt sich mit der einen Hand sein schmerzendes Bein, mit der anderen Hand nahm er des Mädchens Codekarte, rieb sie warm, und siehe da, beim 21. Mal funktionierte es, die Tür ging auf. Vielleicht sollte man das Spiel angesichts der 21 Versuche “17 + 4” nennen, doch, wie gesagt, heute klappte es beim ersten Mal.