Wieder 0:1 gegen die Schweiz

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Die deutsche Nationalmannschaft konnte auch beim Länderspiel am Samstag in Landshut die nunmehr schon über zwei Jahre andauernde Erfolglosigkeit gegen die Schweiz nicht beenden. Mit einem 0:1 (0:0, 0:1, 0:0) blieb man im siebten Aufeinandertreffen in Folge ohne Sieg.

 

Trotz einer hohen Laufbereitschaft und einem über weite Strecken gefälligen Kombinationsspiel konnte die DEB-Auswahl ihr bereits am Donnerstag beim ersten Aufeinandertreffen in Straubing (ebenfalls 0:1) offenbartes Manko, die Abschlussschwäche, nicht kompensieren und musste sich so in einer wiederum torarmen Begegnung den Schweizern erneut geschlagen geben.

 

Die deutsche Mannschaft, die erstmals in der Vorbereitung mit den Kölnern Eduard Lewandowski und Pilipp Gogulla antrat, gewann im ersten Drittel nach zunächst eher ausgeglichenem Spielverlauf vor allem durch läuferisches Engagement zusehends die Oberhand und setzte durchaus Akzente, die allerdings ohne Torerfolg blieben. Pilipp Gogulla hatte in dieser Phase im Powerplay in der 8. Minute die größte Chance. Erst durch zwei Strafzeiten gegen die Gastgeber war die Schweiz gegen Ende dieses Abschnitts in der Lage, ihrerseits Druck auszuüben. Aber selbst mit zwei guten Möglichkeiten bei einer 5:3-Überzahlsituation wussten die Eidgenossen nichts anzufangen.

 

Nach der ersten Pause mussten die Zuschauer weiterhin lange und zwar bis zur 40. Minute warten, ehe sie das erste Tor zu sehen bekamen. Bei einem erneuten Powerplay mit zwei Mann mehr gingen die Schweizer wie schon am Donnerstag in Straubing mit dem ersten und letztlich einzigen Treffer in Führung. Verteidiger Martin Steinegger hatte von der blauen Linie abgezogen, Alain Demuth fälschte den Puck ab und lenkte ihn so an Torhüter Robert Müller vorbei. Bis dahin waren es vor allem die beiden Kölner, die große Chancen ungenutzt ließen. Gogulla (22./28.) und Lewandowski (28.) scheiterten am eigenen Unvermögen oder am international noch recht unerfahrenen Schweizer Torhüter Daniel Manzato.

 

Der Wille, noch etwas bewegen zu wollen, war den Schützlingen von Bundestrainer Uwe Krupp wie schon vor zwei Tagen im letzten Drittel deutlich anzumerken. So entwickelte sich ein druckvolles Spiel in Richtung des Schweizer Tors. Die Suche nach dem Vollstrecker im deutschen Angriff, für den 28 Schüsse auf das gegnerische Gehäuse gezählt wurden, blieb aber auch im Eisstadion am Gutenbergweg erfolglos. Selbst mit größten Chancen und einer fast einminütigen 5:3-Überzahl in der 55. Minute konnten die Deutschen nichts anfangen, so dass die Mannschaft von Ralph Krüger am Ende einen glücklichen Erfolg einheimste.

 

Mit dem zweiten Länderspiel gegen die Schweiz ging die zweite Vorbereitungsphase der deutschen Mannschaft auf die B-Weltmeisterschaft in Amiens zu Ende. In der kommenden Woche stehen zwei abschließende Tests gegen Österreich in Iserlohn (Mittwoch) und Essen (Donnerstag) an, ehe am 24. April (Montag) Israel als erster Gegner des Turniers in Frankreich, bei dem es um den Wiederaufstieg in die A-Gruppe geht, wartet. Spätestens dort werden Uwe Krupp dann auch die DEL-Finalisten aus Berlin und Düsseldorf sowie die avisierten NHL-Cracks Marco Sturm und Dennis Seidenberg, für die einige der Spieler aus dem aktuellen Kader ihren Platz räumen werden müssen, zur Verfügung stehen. cf

 

 

Statistik:

 

DEUTSCHLAND: Müller; Köppchen, Ancicka; Retzer, Bakos; Petermann, Walter; Danielsmeier, Bader; Lewandowski, Boos, Gogulla; Kink, Ullmann, Martinec; Y. Seidenberg, Schütz, Wolf; Kofler, Carciola, Waginger; Fical.

 

SCHWEIZ: Manzato; Forster, Seger; Kobach, Steinegger; Gobbi, Bezina; Du Bois, B. Gerber; Demuth, T. Ziegler, Rüthemann; Stancescu, Cereda, C. Moggi; Bärtschi, Lemm, Déruns; Della Rossa, Monnet, Reichert.

 

TORE: 0:1 (39:24) Demuth (Steinegger, Stancescu; 5:3)

 

STRAFZEITEN: Deutschland 12 – Schweiz 12 plus 10 (Forster; Check von hinten)

 

ZUSCHAUER: 1.800 (offiziell)

 

SCHIEDSRICHTER: Lauff (Hatz, Haupt)