Vor der U20 Weltmeisterschaft Div. I

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Am Montag traf sich die U20 Nationalmannschaft unter der Leitung von Bundesnachwuchstrainer

Ernst Höfner in Füssen, um sich dort auf die anstehende 2010 IIHF Weltmeisterschaft Div. IA in Frankreich

vorzubereiten. Ab 14. Dezember kämpft die DEB-Auswahl dabei gegen die Teams aus Japan, Slowenien,

der Ukraine, Frankreich und Dänemark um den Turniersieg und den damit verbundenen Aufstieg in die

Elitegruppe.

Herr Höfner, Sie haben nicht besonders viel Zeit, um sich mit der U20 Nationalmannschaft auf die

anstehende Division I Weltmeisterschaft vorzubereiten?

Ernst Höfner: „Unsere Vorbereitung ist leider alles andere als optimal. Eigentlich hätten wir uns bereits am

gestrigen Sonntag zu einer ersten Trainingseinheit in Füssen getroffen, doch der Druck der Klubs hat uns

gezwungen, den Trainingsauftakt auf heute zu verschieben. Dabei haben wir uns bereits lange im Vorfeld

auf eine einheitliche Abstellung der U20 Nationalspieler geeinigt.“

Wie sieht eine optimale WM-Vorbereitung aus?

Ernst Höfner: „Ich will nicht wehklagen. Wir haben mit der Einführung des DEB-Pokals in dieser Saison

schon sehr viel für unsere U20 Nationalmannschaft erreicht und ich bin froh und dankbar, über die zum Teil

auch sehr kurzfristige Abstellung meiner Spieler. Dennoch brauchen wir unmittelbar vor der

Weltmeisterschaft 14 Tage zum gemeinsamen Training, um optimal vorbereitet ins Turnier zu gehen - ein

Problem, mit dem auch unsere A-Nationalmannschaft Jahr für Jahr zu kämpfen hat. Wenn wir dann noch

wenige Tage vor Trainingsauftakt langwierige Diskussionen mit den sportlich Verantwortlichen der Klubs

führen müssen, um unsere U20 Spieler wie vereinbart zu bekommen, ist das für alle sehr belastend. Daher

brauchen wir für die Zukunft eine einvernehmlich abgestimmte und vor allem wasserdichte Regelung, um der

Mannschaft die dringend notwendige Vorbereitungszeit zu gewähren und individuelle Ausnahmeregelungen

auszuschließen.“

Welche Probleme ergeben sich durch den verzögerten Trainingsbeginn?

„Die Spieler reisen vom Ligen-Alltag erschöpft und aufgrund zu weniger Eiszeiten auch mental angeschlagen

an, so dass wir die erste Trainingseinheit sehr locker gestalten müssen. Erst danach können wir mit unserer

eigentlichen Vorbereitung beginnen. Diese umfasst in erster Linie das Über- und Unterzahlspiel, also

Spielsituationen, in denen unsere jungen Spieler in ihren Klubs meist nicht zum Zuge kommen. Besonders

bitter ist für uns, dass sich einer unserer Topspieler, Tom Kühnhackl, im gestrigen Bundesligaspiel an der

Schulter verletzt hat und für die Weltmeisterschaft ausfallen wird. Mit dieser Situation müssen wir nun

kurzfristig leben und das Beste daraus machen.“

Welchen Lösungsansatz sehen Sie?

Um unsere Nachwuchstalente langfristig besser zu machen, müssen wir alle an einem Strang ziehen. Es hilft

uns nicht weiter zu diskutieren, aber nichts beitragen zu wollen. Wir müssen konsequent unser vereinbartes

Nachwuchskonzept umsetzen, eine einvernehmliche und wasserdichte Lösung zur rechtzeitigen Abstellung

der U20 Nationalspieler vor einem WM-Turnier fixieren und daran arbeiten, dass unsere jungen Talente

ausreichend Eiszeit bekommen.“

Vor der Abreise nach Megeve/ FRA finden noch zwei WM-Vorbereitungsspiele statt:

Mi. 09.12.2009 18.30 Uhr Deutschland – Weißrussland BLZ Füssen

Do. 10.12.2009 18.30 Uhr Deutschland – Weißrussland BLZ Füssen