Uwe Krupp lobt deutschen Eishockey-Nachwuchs

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Nach seiner Teilnahme an den Lehrgängen der U20 und U18-Nationalmannschaft in Füssen und Davos reist Uwe Krupp heute zurück in die USA. Sein Besuch in Deutschland hat sich für ihn nicht nur aufgrund seiner Aufnahme in die deutsche Hall of Fame gelohnt, wie er selbst sagt:



„Für mich war es ein super Besuch. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich im Trainerstab des Deutschen Eishockey-Bundes mitarbeiten konnte. Ich wurde bestens aufgenommen und es war schön zu sehen, dass nicht nur ich den jungen Spielern etwas mitgeben konnte, sondern die Spieler haben auch mir etwas mitgegeben.“



Der ehemalige Stanley-Cup-Gewinner war von der Entwicklung des deutschen Nachwuchssystems überrascht und überzeugt:

„Ich habe das erste Mal nach vielen Jahren wieder deutsche Nachwuchsnationalmannschaften gesehen und muss feststellen, dass seit dem viel passiert ist. Vor allem auch im Trainerbereich wurden gute Fortschritte erzielt. Mir gefällt das System der DNL. Gerade Nachwuchsspieler brauchen einen geregelten Spiel- und Trainingsbetrieb. Die drei Spiele der U18 in Davos haben mich sehr überzeugt. In der DNL sind diese Spieler bestens aufgehoben.

Auch im U20-Bereich haben wir gute Spieler, aber es ist eben ein schwieriges Alter. Die Spieler sind alle auf dem Sprung in die DNL oder 2. Bundesliga. Aber dort bekommen sie einfach nicht die nötige Spielpraxis. In Nordamerika ist das anders. Hier gibt es das Junior- und das Universitätssystem. In Deutschland müssen sich die U-20-Spieler im Kreise der erfahrenen Senioren-Spieler behaupten, um zum Zug zu kommen. In USA spielen die Nachwuchsspieler bis über 20 in eigenen Ligen und bekommen so natürlich ausreichend Spielpraxis.“



Schon in drei Wochen will Uwe Krupp wieder nach Deutschland kommen, um das Sommerturnier in Füssen zu begleiten:

„Die Zusammenarbeit mit dem DEB und den Teams hat super geklappt. In drei Wochen werde ich wieder nach Deutschland kommen, um am Sommerturnier der U-20 in Füssen teilzunehmen. Natürlich möchte ich auch jede Gelegenheit nutzen, einmal die anderen Nachwuchsteams des DEB anzusehen. Meine Position ist derzeit vor allem im Bereich der U-20-Nationalmannschaft, aber ich kann mir durchaus vorstellen, auch einmal ein Team von der U-16 ab zu führen.“



DEB-Sportdirektor Franz Reindl freut sich ebenfalls über die Zusammenarbeit:

„Wir haben mit Uwe Krupp einen ausgezeichneten Trainer mit hoher Sach- und Fachkenntnis an Bord. Von ihm können unsere Nachwuchsspieler nur profitieren. Zum einen hat er natürlich eine Vorbildfunktion, gerade als Stanley-Cup-Gewinner. Zum anderen überzeugt er durch seine Erfahrungen aus der NHL und ist zudem bestens als Trainer ausgebildet.“