Uwe Krupp im großen Hockeyweb-Interview - Teil 2

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Für die Deutsche Nationalmannschaft startet mit dem Deutschland-Cup

(6.-8.November in München - HIER verschenkt Hockeyweb Karten) eine ereignisreiche Saison. Schon im Februar

schließen sich die Olympischen Spiele in Vancouver/Kanada an, ehe

Anfang Mai die Eishockey-Weltmeisterschaften in Deutschland beginnen.

Grund genug für Hockeyweb-Redakteur Oliver Koch bei Bundestrainer Uwe

Krupp mal genauer nachzufragen.

Das Interview wird in drei

Teile gegliedert. Gestern beginnend mit dem Deutschland-Cup (>>HIER<<), reißen wir heute das Thema Olympische Spiele und Weltmeisterschaften an. Am

morgigen Freitag geht es dann um den Nachwuchs sowie um Uwe Krupps Zukunft als

Bundestrainer.

Wie geht es nach dem Deutschland-Cup weiter? Gibt es dann schon die ersten Entscheidungen für die Olympischen Spiele in Vancouver, was den Kader betrifft?

Mit Sicherheit können wir schon die ersten Entscheidungen treffen. Mit den Eindrücken, die wir gesammelt haben. Aber auch für Spieler die uns nicht so überzeugt haben, ist die Tür nicht zu. Wir werden sie trotzdem weiter beobachten. Ansonsten fliege ich dann erst einmal nach Nordamerika um unsere Spieler aus der NHL und der AHL zu beobachten und mit ihnen zu reden.

Wann und wie entscheiden Sie, wer bei den Olympischen Spielen dabei sein wird?

Einen vorläufigen Kader  müssen wir schon im Dezember melden. Wir werden dies, wie schon gesagt, anhand Leistungen beim  Deutschland-Cup, sowie in den einzelnen Klubs bewerten.

Wie wichtig ist in diesem Zuge das Vorbereitungsspiel gegen Lettland in Frankfurt?

Eigentlich überhaupt nicht. Weil dort nur ein Teil der Spieler sein wird, die letztendlich mit nach Vancouver fliegen. Fehlen werden definitiv die Spieler, die in Nordamerika sind. Wir freuen uns zwar, am tollen Eishockey-Standort Frankfurt spielen zu dürfen, für das olympische Turnier hat dies aber keinen Stellenwert. So hart es auch klingt, aber in Vancouver werden wir ohne gute Vorbereitung antreten.

Trotzdem, was machen die Olympischen Spiele für einen Eishockeyprofi aus? Abwechslung vom Berufsalltag?

Die Olympischen Spiele sind für die Europäer etwas ganz besonderes. Auch für die Sportler. Die Olympischen Spiele sind ja in Vancouver , in Kanada. Die Spiele sind mehr im Fokus der Nordamerikaner und steigern deren Aufmerksamkeit. Dadurch gewinnt auch das olympische Eishockeyturnier mehr und mehr an Bedeutung. Das bringt auch die Spieler weiter, erweitert dessen Horizont. Dies war ja nicht immer so. Aber die Entwicklung ist ganz gut.

Nach den Olympischen Spielen steht im Mai des kommenden Jahres die Weltmeisterschaften im eigenen Land an. Bereits im Februar 2008 verkündeten Sie, dass sie bei dieser WM mit der Nationalmannschaft “etwas reissen” wollen. Ziel solle es nicht sein, gegen den Abstieg zu spielen. Der olympischen Gedanken soll in Vancouver gelassen werden. Können Sie nun das Ziel genauer definieren? Auch in Anbetracht der letzten WM in der Schweiz, die ja nun überhaupt nicht erfolgreich lief?

Wir wollen noch immer etwas reissen.  Wir werden auch die Mannschaft aufstellen, die von diesem Ziel überzeugt ist, die etwas erreichen will. Ich bin davon überzeugt, dass wir dies auch schaffen können. Darauf haben wir hingearbeitet, dass wir so weit wie möglich kommen. Wichtig ist aber, das der Einsatz stimmt und keiner von uns enttäuscht ist. Das sind wir unseren Fans auch schuldig. Mit Sicherheit gab es auch Rückschläge, wie bei der letzten WM in der Schweiz. Diese haben wir aber ausführlich analysiert. Das wird uns weiter bringen.

Teil 3 morgen: Thema Nachwuchs und Uwe Krupps Zukunft: "...Ob dann aber die DEL die erste Option für mich ist, kann ich auch noch nicht sagen."