Uwe Krupp dreht das Personalkarussell

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Das Personalkarussell dreht sich an Ostern bei der deutschen Nationalmannschaft. Nach dem Länderspiel am Samstag gegen die Schweiz (0:1; wir berichteten) strich Bundestrainer Uwe Krupp vier Spieler, denen er die Entscheidung unmittelbar nach dem Match in Landshut mitteilte, aus dem Kader.

 

Mit Collin Danielsmeier, Felix Petermann und Patrick Köppchen müssen drei Verteidiger weichen, die nach den Feiertagen voraussichtlich durch die Kölner Lasse Kopitz und Andreas Renz sowie den Hannoveraner Sascha Goc ersetzt werden. Außerdem schickte Uwe Krupp mit dem Nürnberger Alexander Polaczek einen Stürmer nach Hause.

 

Damit nimmt die Mannschaft, die in eineinhalb Wochen die Wiederaufstiegsmission in Amiens (Frankreich) in Angriff nimmt, langsam Formen an, auch wenn noch einige Leistungsträger fehlen.

 

Uwe Krupp rechnet damit, dass die beiden NHL-Spieler Marco Sturm und Dennis Seidenberg ab dem nächsten Wochenende zur Verfügung stehen. Außerdem fehlen ihm noch die Spieler aus dem DEL-Finale zwischen Berlin und Düsseldorf. „Im schlechtesten Fall haben wir nur ein oder zwei Tage vor der B-Weltmeisterschaft die gesamte Mannschaft zusammen“, weiß der Bundestrainer um ein Problem.

 

Nach zwei Siegen gegen Ungarn und zwei 0:1-Niederlagen gegen die Schweiz wartet Österreich als nächster und abschließender Testgegner in der kommenden Woche zweimal auf die DEB-Auswahl. „Diese Spiele haben Derbycharakter“, sagt Uwe Krupp, der mit Siegen gegen die Cracks aus der Alpenrepublik etwas für das Selbstbewusstsein tun will.

 

Aber auch für die Spiele gegen die Eidgenossen zollte er der Mannschaft rückblickend Lob und Respekt: „Ich bin mit den Ergebnissen nicht zufrieden, aber mit der Mannschaftsleistung. Wir haben mit Elan und Emotion gespielt. Der Sinn und Zweck dieser Tests wurde erfüllt.“

 

Mehrere Spieler, darunter etwa der agile Martin Ancicka sowie die aufopferungsvoll kämpfenden Philipp Gogulla, Felix Schütz, Yannic Seidenberg, Fabio Carciola und Michael Wolf, haben sich auf diese Weise in die dritte Vorbereitungsphase gespielt. Gerade die international noch recht unerprobten Puckjäger wittern eine Chance auf den Einsatz im Ernstfall, der sie in Amiens vor eine Bewährungsprobe stellen könnte.

 

Trotzdem wird sich das Personalkarussell in den nächsten Tagen noch ein weiteres Mal ordentlich drehen müssen und erst damit wird Uwe Krupp die Frage beantworten, welchen Akteuren er das Vertrauen für den ungemein wichtigen B-WM-Auftritt schenkt. cf