Unser nächster Gegner: Ungarn

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Morgen um 20 Uhr trifft unser Team auf die bisher überraschend starken Ungarn, denen nur Kenner (und Briten) eine Chance gegen die gastgebenden Franzosen zugetraut hatten. Es war bemerkenswert, wie sich die Rot-Weiß-Grünen am gestrigen Abend gegen die gallischen Hähne beim 3:3 aus der Affäre zogen.

Für Bundestrainer Uwe Krupp und seinen Stab sind die Magyaren alles andere als Unbekannte, trafen sie doch vor rund drei Wochen zweimal auf die Pusztasöhne. Mit jeweils einem Tor Unterschied gewannen die deutschen Gäste sowohl in Stuhlweißenburg (Székesfehérvár) als auch in der Hauptstadt Budapest beide Testspiele. Doch während sich die Krupp-Schützlinge nach und nach mit Akteuren vom Meister Berlin sowie aus Köln und Düsseldorf verstärkten, traten die Ungarn bis auf den 23-jährigen Außenstürmer Arnold Feil von Ferencváros Budapest in voller Stärke an. Gestützt auf ihren starken Torwart Levente Szuper, der auch schon in Übersee spielte und jetzt beim italienischen Verein Asiago Hockey zwischen den Pfosten steht, soll vor allen Dingen die Reihe von Serienmeister Alba Volán Székesfehérvár für die nötigen Tore sorgen.

Gecoacht wird die Truppe von Pat Cortina, der mit einem Gemisch aus Englisch und Ungarisch seine Anweisungen gibt und auch schon ´mal den Gegner beleidigt und dem Schiedsrichter hinterherläuft. Grund genug, dem Referee unverblümt die Meinung zu sagen, hatte der Mann mit dem Dolomiten-Namen allemal. Selbst Schiedsrichterchef Halas hob vielsagend die Brauen, als er heute in der Fußgängerzone in Amiens auf die Leistung des Unparteiischen angesprochen wurde.

Wenn Marco Sturm & Co. den Gegner 60 Minuten lang ernst nehmen und alles normal läuft, sollte einem deutlichen Sieg nichts im Wege stehen, ganz gleich, wer das Spiel leitet. Und dann wird es sicherlich auch wieder kleine Französinnen geben, die bewundernd den deutschen Fangesängen lauschen und versuchen, in der für sie ungewohnten Sprache mitzusingen.