U20-Nationalmannschaft steigt aus Top-Division abTrotz bester Turnierleistung unterliegt deutsche Auswahl der Schweiz mit 2:5

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Bundestrainer Pat Cortina musste im Duell mit den Eidgenossen auf David Trinkbergerverzichten. Der Verteidiger hatte sich schon im ersten Vergleich am Vortag nach dem1. Drittel mit einer Oberkörperverletzung abgemeldet. Im Tor war es erneut Kevin Reich, der abermals zwischen den Pfosten stand.

Die U20 begann verheißungsvoll und im Vergleich zu Spiel eins weitaus engagierter. Die Schweizer überließen der DEB-Auswahl zudem das Eis, so dass das deutsche Team immer wieder druckvoll in des Gegners Zone agieren konnte.Sehenswert der deutsche Führungstreffer: Marc Michaelis erkämpfte sich die Scheibe hinter dem Tor der Eidgenossen und setzte den heranstürmenden Parker Tuomie mit einem Rückhandpass in Szene. Der Stürmer nutzte den Freiraum per Direktabnahme zum 1:0, der ersten Führung überhaupt während des WM-Turniers.

Doch die Freude währte nicht lange. Erst stocherte Jason Fuchs das Spielgerät 72 Sekunden später am machtlosen Reich vorbei ins Tor, Denis Malgin hatte später am langen Pfosten stehend keine Mühe, den Puck ins leere Tor zu schieben. Im Mittelabschnitt hielt die U20 den Druck aufrecht, das Team von Pat Cortina blieb tonabgebend. Fabio Pfohl scheiterte mit der besten Chance. Als das deutsche Team nach überstandener Unterzahl gerade wieder komplett war, sich allerdings nicht befreien konnte, fiel der dritte Gegentreffer durch Pius Suter. Durch Andreas Eders‘ Gewaltschuss im Powerplay kurz vor Ende der zweiten Sirene keimte jedoch wieder Hoffnung im deutschen Lager auf.


In den letzten zwanzig Minuten setzte Deutschland alles auf eine Karte, betrieb viel Aufwand und war dem 3:3-Ausgleich mehrfach nahe. Alle Hoffnungen auf die Wende wurden durch einen Doppelschlag der Schweizer rund sechs Minuten vor dem Ende begraben. Erneut Suter und Timo Meier trafen für die Eidgenossen. Der Abstieg aus der Top-Division war damit endgültig besiegelt.


Bundestrainer Pat Cortina: „Wir sind sehr frustriert. Das war heute die beste Turnierleistung meiner Mannschaft. Das Team hat genau so gespielt, wie wir das in jedem Spiel wollten. Jeder einzelne Spieler hat versucht, sich einzubringen, um die Wende noch zu schaffen. Leider haben uns ein paar individuelle Fehler den Sieg gekostet. Das hat die Schweiz genutzt. Insbesondere im letzten Drittel hatten wir die besseren Chancen. Der Unterschied war, dass der Gegner seine Möglichkeiten konsequenter genutzt hat.“


Dominik Kahun (Kapitän/EHC Red Bull München): „Wir sind extrem enttäuscht. Das is tdas schlechteste, was uns passieren konnte. Wir hatten eine super Truppe, jeder hat sich auf das Turnier gefreut. Und jetzt das. Aber wir sind auf dem Eis zu selten als Einheit aufgetreten. Heute war die Leistung unabhängig vom Ergebnis gut, wir haben gezeigt, zu was wir in der Lage gewesen wären. Aber das kommt zu spät. Hätten wir gegen die Slowaken im Gruppenspiel so agiert, wären wir jetzt nicht in dieser Situation.“


Markus Eisenschmid (Kapitän/Medicine Hat Tigers)
: „Es war wieder nicht genug. Wir müssen uns einfach eingestehen, dass wir von Anfang an nicht unser bestes Hockey gezeigt haben. Wir haben uns seit der Vorbereitung vorgenommen, dass wir uns in jedem Spiel steigern. Das ist uns nicht gelungen. Heute haben wir in Ansätzen gezeigt,was möglich gewesen wäre. Aber das hätten wir weit vorher gebraucht. Gegen die Slowaken hätten wir uns zeigen können. Das Frustrierende ist, dass wir jetzt dem 1996er Jahrgang das so hinterlassen. Das tut mir leid für die Jungs.“