McDavid als kommender Star – und das Talent von Tie Domis SohnKanada vor der U20-WM

Connor McDavid im Trikot der Erie Otters. (Foto: Imago)Connor McDavid im Trikot der Erie Otters. (Foto: Imago)
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Eigentlich sollte bereits alles klar sein, Kanada ist das Gastgeberland und alles andere als eine Goldmedaille ist da sowieso nicht möglich. Das ist der eigene Anspruch. Bei dieser Weltmeisterschaft ist die Favoritenrolle sogar noch größer als bei anderen U20-Turnieren.

Es könnte der beste Kader der Kanadier seit vielen Jahren sein. Neben einem der vielversprechendsten Torhüter überhaupt, Zachary Fucale, der während des Vorbereitungscamps von den Halifax Mooseheads zu den Quebec Remparts getradet wurde, bleibt Eric Comrie nur die Backup-Rolle. Fucale gewann 2012/13 mit den Mooseheads die Quebec Major Junior Hockey League und anschließend den Memorial Cup.

Im aktuellen Camp vor der WM stehen in der Abwehr der Kanadier nicht weniger als sechs Erstrunden-Draftpicks; unter anderem Josh Morrissey, Darnell Nurse oder Shea Theodore. Drei weitere Verteidiger im Camp wurden „nur“ in der zweiten Runde gezogen. Allein Joe Hicketts von den Victoria Royals aus der Western Hockey League wurde noch nicht gedraftet.

Beim Blick in den Sturm geht kein Weg an einen Spieler vorbei: Connor McDavid ist der nächste Sidney Crosby, der nächste Megastar der Kanadier. In 137 Spielen in der Ontario Hockey League kam McDavid auf bisher 216 Punkte. Dabei schoss er 69 Tore und legte 147 weitere Treffer auf.

Doch vor einigen Wochen gab es einige bange Tage für das kanadische Eishockeyherz. In einem Zweikampf ließ sich Connor McDavid von Bryson Cianfrone provozieren und ließ die Handschuhe fallen. Dabei brach sich McDavid die Hand und fiel verletzt aus. Große Sorgen in Kanada um den kommenden Superstar, doch seit Beginn des Camps ist McDavid dabei und spielt ohne große Probleme. So wäre es durchaus denkbar, dass es eine Paradereihe mit Sam Reinhart, Connor McDavid und Anthony Duclair geben wird.

Ebenfalls einen Blick wert ist der Sohn von Tie Domi: Max. Alles, was die beiden gemeinsam haben, ist der Name. Max ist ein Spielmacher mit einem guten Puckhandling. Zwar ist Domi mit knappen 178 Zentimetern eher einer der kleineren Spieler, doch macht er es mit seinen Fähigkeiten wieder wett. Auch hier sprechen seine Statistiken eine deutliche Sprache. In dieser Saison kam er in 27 Spielen auf 17 Tore und 41 Assists. Also ebenfalls jemand, der weiß, wo das Tor steht. Allerdings: In 214 Spielen der Ontario Hockey League sammelte auch Max Domi 240 Strafminuten. Ein wenig hat er sich also doch von seinen Vater abgeschaut.