Das WM-Tagebuch von Leon Draisaitl - Teil 3Exklusiv auf Hockeyweb

Leon Draisaitl - Foto © Ice-Hockey-Picture-24Leon Draisaitl - Foto © Ice-Hockey-Picture-24
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Hier geht es nochmal zum ersten Teil und hier zum zweiten. 

Liebe Hockeyweb Leser,
Auch gestern haben wir leider nicht gewinnen können. Aber wie auch die letzten Tage, könnt ihr den Spielbericht dazu hier auf Hockeyweb lesen.
Aber erst einmal erzähle ich euch vom Tag vor dem Spiel, denn zwischen dem Slowakei-Spiel und dem Spiel gegen die USA hatten wir einen Tag frei.
Also haben wir den Tag wieder ganz normal begonnen mit Frühstück. Danach haben wir uns alle auf unsere Zimmer zurückgezogen, haben wieder ein wenig geschlafen. Außer ein paar Meetings, wo die Trainer Einzelheiten mit uns besprachen, hatten wir nichts weiter zu tun. Es gab auch kein Eistraining an diesem Tag.
Um 17:30 Uhr haben wir uns dann geschlossen die Partie Tschechien gegen Kanada angesehen. Das war richtig geil, weil die Kanadier mega viele Fans hier haben. Da war es richtig laut, und die Halle fast ausverkauft! Hat Spaß gemacht.
Nach diesem spannenden Spiel sind wir dann zurück zum Hotel und haben zu Abend gegessen, ein wenig über das Spiel geredet und sind dann auf unsere Zimmer. Irgendwann gegen 22 Uhr sind dann langsam die Lichter im Hotel ausgegangen.
Ja, dann kam gestern das Spiel gegen die USA. Wie immer am Morgen sind wir zum Frühstück und relativ bald danach zur Eishalle. Die ist übrigens nur knappe zehn Minuten Fahrt mit dem Bus von unserem Hotel entfernt, so dass dieses hin und her fahren gar nicht so wild ist. In der Halle sind wir dann für eine halbe Stunde aufs Eis und haben unsere Beine gelockert. Nach diesem kurzen „Pre-Game-Skate“ sind wir aber wieder schnell ins Hotel und haben zum Mittag gegessen. Aber natürlich nicht zu viel, da das Spiel gegen die USA ja kurz bevor stand. Nach dem Essen ging es dann wieder zum schlafen und entspannen aufs Zimmer. Die Trainer riefen uns dann zusammen um ein Meeting über die USA zu halten. Da wurde uns dann gesagt worauf wir zu achten haben, von den Trainern die Taktik ausgegeben und einiges mehr. Vom Meeting ging es dann direkt zurück zur Halle zum Vorbereiten für das Spiel.
Das Spiel selbst ging für mich persönlich ja leider nicht so lange. Ich habe Andrew Copp nach einem Laufduell unglücklich von hinten gecheckt, was für mich 5+Spieldauer bedeutete.
Als die Jungs nach dem Spiel in die Kabine kamen war die Stimmung logischerweise nicht so gut. Das zog sich dann durch den ganzen Abend. Beim essen im Hotel und bis zum schlafen gehen war die Stimmung nicht viel besser.
Heute heißt es dann für die Jungs gegen Tschechien alles geben um nicht in die Abstiegsrunde zu kommen.
Leider werde ich wegen meiner Spieldauerstrafe nicht mit von der Partie sein. Aber ich drücke den Jungs natürlich die Daumen.
Egal wer dann nach dem Tschechien-Spiel auf uns wartet, ich werde da sein!
Also drückt uns die Daumen für kommende Spiele!
Ich schreibe euch dann hoffentlich vom ersten Sieg des Turniers wieder
Bis dahin und take care!