U20-WM: Countdown hat begonnen - DEB-Team trifft am Sonntag auf Ungarn

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Die Uhr tickt, der Countdown läuft - es sind noch genau drei Tage, bis es im Sportforum Hohenschönhausen International wird. Ab kommenden Sonntag, 14.12., kämpfen die besten deutschen Nachwuchsspieler in Berlin bei der U-20-Weltmeisterschaft um den direkten Wiederaufstieg in die A-Gruppe.

Vor einem Jahr hatte das Nachwuchsnationalteam in Halifax/Kanada den Klassenerhalt in der A-Gruppe als Neunter von zehn angetretenen Mannschaften verfehlt und muss nun versuchen, über den Weg der sogenannten Division I den sofortigen Wiederaufstieg zu erreichen. Es gilt sich für das Team von Bundestrainer Ernst Höfner in der kommenden Woche gegen Ungarn, Lettland, Slowenien, Kasachstan und Dänemark durchzusetzen. Nur der Gruppenerste hat das Recht, im nächsten Jahr bei der Weltmeisterschaft in den Vereinigten Staaten dabei zu sein.

Keine leichte Aufgabe, die den "Jungen Wilden" da bevor steht. "Wir wollen in die A-Gruppe aufsteigen", formuliert Bundestrainer Höfner das Ziel der U 20-Auswahl. "Voraussetzung ist natürlich, dass wir eine ähnlich gute Leistung zeigen wie beim Turnier in Norwegen." Im November überzeugte das DEB-Team in Hamar in den Spielen gegen die A-Gruppen-Vertreter Schweiz (2:1), Slowakei (3:4 nach Penalty) sowie die ebenfalls zweitklassigen Norweger (6:2). Doch trotz der guten Ergebnisse in der Vorbereitung auf das WM-Turnier warnt Höfner zugleich. "Es muss einfach alles passen und wir müssen jeden Gegner ernst nehmen. Die anderen Teams sind schwer einzuschätzen und Favoriten gibt es eigentlich nicht. Es ist alles möglich."

Vom Papier her dürften die traditionell technisch starken Vertretungen aus Lettland (4. Platz bei der letzten B-WM) und Kasachstan (Platz 3) zu den größten Rivalen der deutschen Mannschaft zählen. Beide Mannschaften verkörpern die russische Eishockeyschule und können aus einem großen Reservoir an Nachwuchsspielern schöpfen. Doch auch die Teams aus Dänemark und Slowenien gilt es zu beachten. Die Nordeuropäer bezwangen bei der U-18-Weltmeisterschaft im Frühjahr die DEB-Auswahl. Und Slowenien verpasste vor einem Jahr bei der B-WM im eigenen Land den Aufstieg in den A-Pool hinter Österreich nur knapp. Lediglich Aufsteiger Ungarn ist schwer einzuschätzen, doch haben die Südosteuropäer in den letzten Jahren vor allem im Nachwuchs sehr gute Arbeit geleistet.

Höfners Assistenztrainer Klaus Merk richtet jedoch weniger den Blick auf die Konkurrenz, als auf die eigenen Mannschaft. "Wir wollen uns auf unsere eigenes Spiel konzentrieren", sagte er auf der am Donnerstag in Berlin stattgefundenen Pressekonferenz des DEB. "Die WM wird für uns alles andere als ein Selbstläufer."

Besondere Hoffnungen legen die Verantwortlichen auf das Mitwirken der beiden Nordamerikalegionäre. Sowohl Torsteher Patrick Ehelechner (Sudbury Wolves) als auch Stürmer Yannic Seidenberg (Medicine Hat Tigers) wird eine Schlüsselrolle im deutschen Team zugetragen. "Wir sind froh, dass beide zur Weltmeisterschaft kommen, um ihr Land zu vertreten", freut sich Merk. Während Seidenberg schon am Donnerstagabend zusammen mit dem Nationalteam zum Training aufs Eis gehen wird, wird Ehelechner erst am Freitag in Berlin erwartet, da er am Donnerstag noch mit Sudbury ein Spiel bestreiten wird. Ebenso kommt man von Seiten des DEB dem EV Landshut und dem EHC Eisbären entgegen. Beide Clubs stellen mit jeweils vier Akteuren das größte Kontingent an Nationalspielern. Da beide Mannschaften zur Zeit aber von etlichen Verletzungssorgen geplagt werden, dürfen sie am Freitag noch jeweils einen nominierten Spieler im Punktspielbetrieb einsetzen. Doch spätestens ab Samstag heißt es dann für den kompletten Kader (mit acht DEL-Förderlizenzspielern) die gesamte Konzentration auf das "Unternehmen Aufstieg" zu richten. Denn schon der erste Auftritt der DEB-Auswahl am Sonntag gegen Ungarn (20 Uhr) wird richtungsweisend für den Verlauf der U-20-WM sein. (ml)