Stefan Ustorf: „Wenn ich helfen kann, bin ich bereit für die WM“

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Es war am Rande eines eher müden DEL-Spiels zwischen Berlin und Ingolstadt wahrscheinlich der „Aufreger“ des Donnerstagabends: Vor laufender Premiere-Kamera erklärte Eisbären-Stürmer Stefan Ustorf, für die bevorstehende Weltmeisterschaft im Mai in Kanada noch einmal das Trikot der deutschen Nationalmannschaft überstreifen zu wollen, so Bundestrainer Uwe Krupp meint, dass das Team ihn braucht.

Ustorf erklärte 2006 nach dem Wiederaufstieg Deutschlands in die A-Gruppe und insgesamt 122 Länderspielen seinen Rücktritt aus dem Nationalteam. Vor wenigen Tagen aber brachte Krupp den 34-jährigen Angreifer selbst wieder ins Gespräch: „Stefan ist in einer Traumform, da muss er bei der WM einfach für Deutschland spielen. Ich werde auf jeden Fall versuchen, ihn zu überreden“, zitierte die „Märkische Oderzeitung“ den Bundestrainer.

Nun scheint es also, dass Krupp gar keine so großen Überredungskünste bemühen musste und mit seinem Wunsch beim Berliner Routinier viel mehr offene Türen eingerannt hatte. Hilfreich ist derweil sicher, dass die diesjährigen Weltmeisterschaften in Kanada stattfinden und damit gewissermaßen vor den Toren Ustorfs US-amerikanischer Wahlheimat. „Außerdem“, so der gebürtige Kaufbeurer gegenüber Premiere, „ist eine WM im Mutterland des Eishockeys eine ganz besondere Sache. Da möchte man als Spieler schon gern dabei sein“.

Uwe Krupp würde wohl auch den besten, weil komplettesten Stefan Ustorf ins Nationalteam berufen, den es je gab. Nach Scorerpunkten ist der langjährige Kapitän von Team Germany im Begriff, seine beste DEL-Vorrunde zu spielen. Aus der Saison 2001/02 für die Adler Mannheim stehen 46 Punkte (15 Tore/ 31 Vorlagen) zu Buche. In der aktuellen Spielzeit brachte es Ustorf bei noch zwei ausstehenden Vorrundenspielen der Eisbären schon auf 51 Punkte (20 Tore/ 31 Vorlagen).

Aber nicht nur die wiederentdeckten Fähigkeiten als Punktesammler machen Stefan Ustorf so wertvoll. Noch mehr seine Führungsqualitäten auf und neben dem Eis, sowie seine reichhaltige internationale Erfahrung würden der unter Bundestrainer Krupp inzwischen stark verjüngten deutschen Nationalmannschaft sicher dabei helfen, im Konzert der Großen des Welteishockeys zu bestehen. (mac/ovk)