Stanley Cup Champion Tom Kühnhackl vor Debüt in der DEB-Auswahl"Es ist mir eine Ehre"

Tom Kühnhackl bei der U20 WM in Buffalo (Foto: Imago) Tom Kühnhackl bei der U20 WM in Buffalo (Foto: Imago)
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Er hat erst vier DEL-Spiele und noch kein Spiel für die Nationalmannschaft bestritten, aber den Stanley Cup gewonnen. Tom Kühnhackl ist momentan der "Shooting Star" des deutschen Eishockeys. Er reiht sich neben Dennis Seidenberg (2011) und Uwe Krupp (1996, 2002) als erst dritter deutscher Stanley Cup Gewinner ein. Dabei hat der 24-Jährige lange gebraucht, um den Sprung in die NHL zu schaffen. 2010 wagte der damals 19-Jährige den Sprung über den großen Teich, nachdem er beim CHL Import Draft an 24. Stelle von den London Knights ausgewählt wurde. Der viertrunden-Pick der Pittsburgh Penguins spielte daraufhin zwei Spielzeiten in der OHL, ehe er zu den Farmteams der Penguins in die ECHL und AHL wechselte. In der Spielzeit 2011/12 machte Kühnhackl nur 34 Spiele, da er wegen eines harten Checks eine 20-Spiele Sperre von der OHL aufgebrummt bekam. Im Folgejahr warf ihn Verletzungspech zurück, eine Schulterverletzung beendete sein erstes Jahr in der AHL/ECHL nach nur dreizehn Spielen.

Im Januar 2016 dann der Durchbruch, für den Tom Kühnhackl den Trainer mit verantwortlich macht: "Der alte Coach hatte nicht so sehr auf junge Spieler gesetzt. Mit dem neuen Trainer kam mehr Schwung ins Team". Mike Sullivan coachte Kühnhackl in der Saison 2015/16 im AHL Team der Wilkes-Barre/Scranton Penguins und stieg nach der Entlassung von Mike Johnston im Dezember 2015 ins NHL Franchise auf. Nur einen Monat später zieht er Tom Kühnhackl hinterher. Eine irre Siegesserie ist die Folge. Die Penguins verlieren von Januar 2016 bis zu den Conference Finals gegen Tampa Bay keine zwei Spiele in Folge. Mit verantwortlich ist der "Penalty Killer", wie Mike Sullivan seinen Schützling nennt. 

Das Kühnhackl direkt im ersten Anlauf den Stanley Cup gewinnt, beschreibt er so: "Das ist schon Wahnsinn. Du gewinnst den größten Titel, den es in deinem Sport gibt. Es wird sicherlich noch dauern, bis ich das wirklich realisiert habe."Die Trophäe so Kühnhackl, "soll am 15. 16. oder 17. August nach Landshut kommen." Der Cup keeper wird dann aus Russland kommen und die begehrte Trophäe nach Deutschland bringen, vermutlich ist zuvor Evgeni Malkin an der Reihe. "Ich hole ihn am Münchner Flughafen ab und dann schaue ich mal, was die Stadt so plant", sagte Kühnhackl, der seit er wieder zu Hause verweilt sein "altes Kinderzimmer bezogen hat."

In der kommenden Spielzeit will Kühnhackl dann auch endlich den Adler auf der Brust tragen: "Leider hat es bisher nie funktioniert. Ich danke Marco Sturm für die Einladung und es ist mir eine Ehre, dabei zu sein". Die Vorbereitung der deutschen Nationalmannschaft in Füssen für die Olympia-Quali geht noch bis zum 26.07., dass zweite Trainingscamp in Mannheim soll dann schon mit dem vorläufigen Kader von 23 Mann gespielt werden. "Wollen den Kader so klein wie möglich halten", so Bundestrainer Marco Sturm.