Sommerlehrgang der Nationalmannschaft: Konkurrenzkampf wächst

Kader für Länderspiele in Riga fixKader für Länderspiele in Riga fix
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Noch bis Freitag dieser Woche schwitzen 35 Spieler der deutschen

Eishockey-Nationalmannschaft beim Sommerlehrgang in Füssen. Zwei

Trainingseinheiten auf dem Eis, dazu Taktikschulung und

Ausdauertraining stehen bei hochsommerlichen Temperaturen auf dem

täglichen Programm.


Bundestrainer Uwe Krupp: „Nicht nur im Hinblick auf die neue Saison,

sondern auch auf das Jahr 2010 mit den Olympischen Spielen in Vancouver

und der WM im eigenen Land wollen wir unsere Spieler optimal

einstimmen. Die körperliche Fitness ist dabei ein zentrales Thema. Wir

haben unseren Spielern ganz klar gesagt, dass für uns bei der WM nur

Spieler in Betracht kommen, die körperlich top-fit sind und ohne

Leistungsabfall auch einmal fünf Spiele in sieben Tagen bestreiten

können. Die Spieler nehmen das an, haben vom ersten Training an

konzentriert und hart gearbeitet.“


Verteidiger Felix Petermann: „Wir alle wissen, dass nur die besten und

vor allem fittesten Spieler eine Chance haben, bei der WM in Russland

dabei zu sein. Dies ist auch mein großes Ziel und dafür werde ich hart

arbeiten.“


Ca. 250 Kaderathleten werden inzwischen vom DEB ganzjährig umfangreich

betreut. Für die Athleten des A- und B-Kaders sowie der U20/19 gehört

dazu zunächst eine medizinische Grunduntersuchung (Internistik,

Orthopädie), um den Gesundheitszustand des Kaderathleten festzustellen.

Gleich nach Saisonende erfolgt ein Eingangstest am jeweiligen

Olympia-Stützpunkt in den Bereichen Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit.

Daraufhin erhält jeder Spieler einen auf seine Bedürfnisse abgestimmten

Trainingsplan, dessen Einhaltung regelmäßig kontrolliert wird. Am Ende

des Sommertrainings erfolgt dann ein Ausgangstest in ebendiesen

Bereichen.


Ass. Bundestrainer Ernst Höfner: „Alle Spieler des A- und B-Kaders

sowie die Spieler der U20/U19 müssen uns während des ganzen Jahres

regelmäßig ihre Wochentrainingspläne einschicken. Diese ca. 120

Trainingspläne werden von Klaus Merk und mir einzeln ausgewertet und

mit den Trainingsvorgaben und Testergebnissen verglichen. So können wir

bei Bedarf auch kurzfristig reagieren. Die Spieler werden von uns somit

das ganze Jahr über betreut, fühlen sich gleichzeitig aber auch

kontrolliert.“


Stürmer Philip Gogulla: „Für unseren jungen Sturm mit Christoph Gawlik,

Felix Schütz und mir war es fantastisch, bei der WM in Frankreich in

der A-Nationalmannschaft spielen zu dürfen. Aber wir wissen auch, dass

wir dadurch nicht für die Zukunft gesetzt sind. Viele andere junge

Spieler haben nicht nur den Sommer über auch sehr gut trainiert. Der

Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft ist wirklich hart und

motiviert aber zugleich.“


Uwe Krupp: „Die Nominierung ist für mich unabhängig vom Alter. Es gibt

viele Spieler - junge wie ältere -  die für uns in Frage kommen,

ehrgeizig sind, unser System gut umsetzen können und Ziele vor Augen

haben. Dieses Sommertraining in Füssen ist für die junge

Spielergeneration maßgeschneidert, da wir in den entscheidenden

Bereichen Ausdauer, Kraft und System eine optimale Trainingsanleitung

und somit Saisonvorbereitung geben können.“