Schweden - Finnland 4:2 (1:1;0:1;3:0) - Spitzenspiel der Erzrivalen

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Endlich einmal war das Scandinavium von Göteborg mit 12.500 Zuschauern ausverkauft. Wenn nicht gegen Erzfeind Finnland, wann dann? Und was die Zuschauer geboten bekamen war Eishockey der Extraklasse. Beide Teams schenkten sich nichts, obwohl sie die Viertelfinalteilnahme schon längst in der Tasche hatten. Zu groß das Prestige im ewigen Duell der beiden skandinavischen Erzrivalen. Zwei Drittel lang zeigten sich die Finnen als das aktivere Team und gingen verdient zweimal in Führung. Sie kombinierten sicherer und hatten auch die größeren Torgelegenheiten, scheiterten aber immer wieder am gut aufgelegten Tommy Salo. Die 1:0-Führung durch Nummelin (9. Minute) glich Huselius umgehend aus. Im zweiten Drittel brachte Niklas Hagman, Teamkollege von Huselius bei den Florida Panthers, seine Mannschaft erneut in Führung. Die Gastgeber fanden im weiteren Verlauf nicht die richtigen Mittel, um ausreichend Druck auf das finnische Tor zu entwickeln, zu kompakt stand die finnische Abwehr um Torhüter Jussi Markkanen. Zwar trieben die Zuschauer ihre Mannschaft immer wieder nach vorne, aber es dauerte bis zur 41. Minute, ehe der Ausgleich fiel. Verteidiger Tjärnqvist schloss eine schöne Kombination aus der Mitteldistanz durch die Schoner von Markkanen ab. Spätestens jetzt stand das Scandinavium Kopf, die sonst so kühlen Schweden tobten und peitschten ihr Team nach vorne. Mit Erfolg – Ex-Eisbär Thomas Rhodin brachte die "Tre Kronors" mit einem verdeckten Schuss in den Winkel erstmals in Führung. Vier Minuten vor Spielschluss schloss Andreas Johansson einen Konter bilderbuchmäßig zum 4:2-Endstand ab und der schwedische Nationalstolz war gerettet bzw. wieder hergestellt. Damit steht auch fest, dass die Deutsche Mannschaft am Dienstag in Göteborg gegen die Mannschaft des Gastgebers antreten muss. Für Bundestrainer Hans Zach ist der Gegner sowieso zweitrangig: "Die Mannschaften die jetzt noch dabei sind, sind alle Weltklasse. Wir müssen unser Spiel machen und uns nicht nach dem Gegner richten, aber um zu gewinnen, muss einfach alles passen."